Stellungnahme im Rahmen der öffentlichen Konsultation zur DAC-Überprüfung
Eurodad hat im Rahmen der laufenden Überprüfung des OECD-DAC die folgende Stellungnahme verfasst. Die Stellungnahme konzentriert sich auf die folgenden vier Arbeitsbereiche:
- Verbesserte, transparente und zeitnahe Daten
- Die Rolle der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) im Gesamtkontext der Entwicklungsfinanzierungsströme
- Graduierung und Förderfähigkeit
- Arbeitsweisen
So funktioniert die überarbeitete Credit-Return-Methode der Vereinten Nationen: Eine kurze Erklärung
Für die Vereinten Nationen begann 2026 mit einer Liquiditätskrise: Zu den anhaltenden Zahlungsausfällen großer Beitragszahler kamen Finanzvorschriften hinzu, wonach Gutschriften an die Mitgliedstaaten zurückerstattet wurden, selbst wenn die entsprechenden Barmittel nie eingezogen worden waren, was das Defizit, das damit eigentlich ausgeglichen werden sollte, noch weiter vergrößerte. Die Gutschriftsrückerstattungsmethode war ein wesentlicher Teil dieses Problems.
Venezuela: Von einem, der unter die Räuber fiel
In Venezuela bahnt sich wohl die umfangreichste Umschuldung der Geschichte an. Was es mit dem National Energy Dominance Council auf sich hat und warum das Ganze den Menschen in Venezuela herzlich wenig, dafür aber Mittelsmännern und Auftragnehmern aus dem Umfeld des US-Präsidenten umso mehr bringt, erklärt Jürgen Kaiser für erlassjahr.de.
Klimawandel als Sicherheitsrisiko
Beispiele für nationale, regionale und intergouvernmentale Strategien
Die Klimakrise wird zunehmend nicht mehr nur als Umweltproblem, sondern auch als Sicherheitsfrage gesehen. Jedoch gibt es nur begrenzt systematisch vergleichende Analysen dazu, wie der Klimawandel in unterschiedlichen nationalen und internationalen politischen Kontexten als Sicherheitsproblem beschrieben und verstanden wird.
Die wahre Wettbewerbsfalle
Politiker, die sich sowohl in Europa als auch darüber hinaus auf die Wettbewerbsfähigkeit fixieren, müssen alte Dogmen hinter sich lassen. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass in Europa seit zwei Jahrzehnten Kapital reichlich vorhanden und günstig ist und die Unternehmensgewinne hoch sind, während Investitionen, Produktivität und Löhne stagnieren und der Anteil der Arbeit am Gesamteinkommen geschrumpft ist.
„Kapital ist nicht neutral“
Der in Singapur ansässige Fondsmanager Integra Partners investiert in wirkungsorientierte Start-ups in ganz Südostasien. E+Z sprach mit Fondsmanagerin Jennifer Ho über die Verantwortung von Kapitalgebern und darüber, wie Investitionsentscheidungen Gesellschaften prägen. Ho hat zudem einige praktische Tipps für Start-ups, die nach Finanzierung suchen.
Jahrbuch Steuergerechtigkeit 2026
Wie gerecht ist das deutsche Steuersystem?
Das mittlerweile fünfte Jahrbuch Steuergerechtigkeit zeigt: Subventionen für große Erbvermögen, Steuerlücken für internationale Großkonzerne und das Sparprivileg für Superreiche kosten den Staat jedes Jahr geschätzt 50 Milliarden Euro. Anstatt diese Lücken zu schließen hat die Bundesregierung sie im ersten Jahr ihrer Amtszeit um etwa 30 Milliarden Euro vergrößert.
EZB-Sicherheitenpolitik kann Finanzmärkte stärken
Der Sicherheitenrahmen gibt vor, welche Vermögenswerte die Europäische Zentralbank (EZB) als Sicherheit für Refinanzierungsgeschäfte von Banken akzeptiert. Eine Lockerung dieses Rahmens lässt Aktienkurse der Banken steigen und senkt ihr Ausfallrisiko. Änderungen wirken aber asymmetrisch in verschiedenen Euroländern. Eine Finalisierung der Bankenunion könnte dem entgegenwirken.
Wem kommt das zugute? Entwicklungszusammenarbeit zum Wohle des Globalen Südens
In einer Zeit, in der Krieg, Schuldenkrise und Klimawandel die Ungleichheit verschärfen und immer mehr Menschen in die Armut treiben, sieht sich das System, das darauf reagieren soll, einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt. Vorläufige Daten der OECD bestätigen, dass die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) im vergangenen Jahr um 23 Prozent gekürzt wurde – der größte Rückgang innerhalb eines Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der verbleibenden Mittel für innenpolitische und geopolitische Prioritäten umgeleitet wird. Die Auswirkungen dieser Verschiebungen sind tiefgreifend und weitreichend und werden sich nur schwer umkehren lassen, sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen.
Anleihegläubiger drohen mit rechtlichen Schritten in Großbritannien, um den Schuldenerlass für Äthiopien einzuschränken
Äthiopien verhandelt seit Jahren im Rahmen des Common Frameworks über eine Umschuldung. Besonders zäh verliefen in den vergangenen zwei Jahren die Gespräche mit den privaten Gläubigern. Während der Verhandlungen drohten die Anleihehalter wiederholt mit Klagen vor britischen Gerichten und kündigten in diesem Jahr zweimal an, entsprechende Verfahren einzuleiten. Nun haben Äthiopien und die Anleihehalter einen vorläufigen Deal ausgehandelt, bei dem die Privaten rund neun Prozent besser gestellt werden als die öffentlichen Gläubiger. Besonders brisant ist dabei folgende Klausel: Die Anleihehalter erhalten zusätzlich das Recht, Äthiopien innerhalb des kommenden Jahres eine neue Anleihe über eine Milliarde US-Dollar zu einem Zinssatz von neun Prozent zu vergeben. Sollte Äthiopien diese Anleihe gar nicht aufnehmen wollen, muss das Land trotzdem eine Gebühr in Höhe von bis zu 90 Millionen US-Dollar zahlen.