Tag: Ungleichheiten | 26.06.2026

G7-Staaten kürzen Entwicklungszusammenarbeit um 48 Milliarden US-Dollar

Die G7-Staaten haben ihre Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zwischen 2024 und 2025 um 48 Milliarden US-Dollar gekürzt. Dies entspricht dem Vermögen, das Milliardär:innen in den sieben Ländern im selben Zeitraum in nur neun Tagen angehäuft haben. Das zeigt eine aktuelle Oxfam-Analyse anlässlich des bevorstehenden G7-Gipfels im französischen Évian. Ein weiteres Ergebnis: Ölkonzerne steigern ihre Gewinne während des Irankriegs auf rund 400 Millionen US-Dollar pro Tag. Oxfam fordert von der Bundesregierung und den G7, Milliardenvermögen sowie Übergewinne zu besteuern und die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.

Tag: Ungleichheiten | 15.06.2026

Entwicklungshilfe wird durch Investitionen ersetzt. Das ist ein gefährlicher Fehler.

Es gibt genügend Vermögen, um Entwicklungs- und Klimaziele zu finanzieren. Was fehlt, ist die Bereitschaft, dieses Vermögen zu besteuern und für das Gemeinwohl einzusetzen. Kürzlich gingen zwei große globale Entwicklungsgipfel in Paris und London zu Ende, deren erklärtes Ziel es war, die strategische Ausrichtung der internationalen Zusammenarbeit neu zu gestalten. Beide fanden vor dem Hintergrund einer historischen Heuchelei statt: Wir erleben die tiefsten Kürzungen bei der Entwicklungshilfe seit Beginn der Aufzeichnungen, und zwar genau zu einer Zeit, in der das Vermögen der Milliardäre moralisch unvorstellbare Rekordhöhen erreicht. Allein in den letzten 12 Monaten haben Milliardäre 4 Billionen Dollar dazugewonnen, wodurch ihr Vermögen nun 1,5 Billionen Dollar über dem der ärmsten Hälfte der Menschheit liegt. Unterdessen stiegen die weltweiten Militärausgaben auf fast 3 Billionen Dollar, und die Giganten der fossilen Brennstoffindustrie werden voraussichtlich Gewinne in astronomischer Höhe von 3.000 Dollar pro Sekunde einstreichen.

Tag: Ungleichheiten | 10.06.2026

„Wachstum“ ist eine gescheiterte Strategie

Warum die Mathematik gegen das alte Wachstumsmodell spricht

In einem Op-Ed für den Guardian argumentieren die Autor:innen, dass die internationale Politik mit einer Wachstumsstrategie weitermacht, die unter den Bedingungen von Klimakrise, Ungleichheit und endlichen Ressourcen nicht mehr funktioniert. Statt Wirtschaftswachstum als Hauptziel zu setzen, werben die Autor:innen für ein alternatives Modell, das Wohlstand innerhalb planetarer Grenzen verteilt und soziale Gerechtigkeit stärker in den Mittelpunkt rückt. Der Artikel richtet sich ausdrücklich an politische Entscheidungsträger und UN-Organisationen und fordert sie auf, diese Roadmap zu übernehmen.

Tag: Ungleichheiten | 10.06.2026

SpaceX: Von Musk, für Musk und durch Musk

Im Vorfeld des Börsengangs von SpaceX hat Oxfam diesen Bericht veröffentlicht, um anhand des Oxfam Corporate Inequality Framework (CIF) den Beitrag des Unternehmens zur Ungleichheit zu beleuchten. Unter Verwendung dieses Rahmens wird argumentiert, dass SpaceX ein Beispiel für ein Unternehmen ist, das Macht und Reichtum konzentriert und gleichzeitig nur in begrenztem Umfang Rechenschaft ablegt. Es wird hervorgehoben, wie Elon Musks dominante Kontrolle, die durch eine mehrstufige Aktienstruktur und einen eng mit ihm verbundenen Vorstand ermöglicht wird, die Aktionärsdemokratie untergräbt und Aufsicht schwächt. Gleichzeitig fehlt den Mitarbeitern eine wirkungsvolle Mitsprache, und das Unternehmen bietet wenig Transparenz in Bezug auf Lohngerechtigkeit oder Arbeitnehmer:innenbeteiligung.

Tag: Ungleichheiten | 9.06.2026

Die 100 umsatzstärksten europäischen Konzerne befeuern die Ungleichheitskrise

Unternehmen schütten deutlich mehr Dividenden aus, als sie in den ökologischen Wandel investieren

Die 100 umsatzstärksten europäischen Unternehmen verschärfen die Ungleichheitskrise – sozial, politisch, wirtschaftlich und ökologisch. Das zeigt der neue Oxfam-Bericht „People, Power, Profits, Planet: How the biggest European companies fuel the global inequality crisis“. Anhand verschiedener Indikatoren und mit Daten aus den Jahren 2022 bis 2024 untersucht der Bericht erstmals, wie Konzerne in Europa mit ihrer Geschäftspolitik verschiedene Aspekte von Ungleichheit verstärken. Auch 27 deutsche Unternehmen sind Teil der Auswertung. Oxfam fordert eine Begrenzung von Führungsgehältern und eine dauerhafte Übergewinnsteuer.

Tag: Ungleichheiten | 4.06.2026

Global Justice Report: Ein Plan für Gleichheit und Wohlstand innerhalb planetarer Grenzen

Das World Inequality Lab stellt mit dem Global Justice Report einen umfassenden Plan vor, der globale Ungleichheit, Klimaschutz und Wirtschaftsordnung zusammen denkt. Der Bericht skizziert einen Übergang bis 2100, in dem das durchschnittliche Monatseinkommen in allen Ländern auf 5.000 Euro steigt, die globale Erwärmung bei 1,8 Grad begrenzt wird und die Verteilung von Einkommen, Vermögen und Arbeitszeit deutlich egalitärer ausfällt. Dafür seien schnelle Dekarbonisierung, ein Umstieg auf Suffizienz, starke Umverteilung und eine tiefgreifende Reform der internationalen Finanz- und Wirtschaftsordnung nötig.

Tag: Ungleichheiten | 1.05.2026

CEO-Gehälter explodieren, Reallöhne von Beschäftigten fallen

Zum Tag der Arbeit zeigt eine neue Oxfam-Analyse, wie sich die Einkommensschere seit der Corona-Pandemie weltweit immer weiter auseinanderentwickelt hat: Auf der einen Seite explodieren Spitzengehälter und sind seit 2019 um 54 Prozent gestiegen, auf der anderen Seite sind die Reallöhne von Beschäftigen um zwölf Prozent gesunken. Oxfam fordert eine Besteuerung Superreicher, die Einführung höherer Spitzensteuersätze, um maßlosen CEO-Gehältern entgegenzuwirken, sowie gerechte Löhne.

Tag: Ungleichheiten | 2.04.2026

10 Jahre Panama Papers

Unversteuertes Offshore-Vermögen übersteigt Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Menschheit

Das von den reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung im Ausland versteckte, unversteuerte Vermögen übersteigt das gesamte Vermögen der ärmeren Hälfte der Menschheit. Das zeigt eine Oxfam-Analyse anlässlich des zehnten Jahrestages der Veröffentlichung der Panama Papers. Auch ein Jahrzehnt später nutzen Superreiche weiterhin Offshore-Systeme, um Vermögen zu verbergen und Steuern zu vermeiden. Oxfam fordert die Beseitigung von Steueroasen, ein Transparenzregister über große Vermögen und eine globale Mindeststeuer für Superreiche.

Tag: Ungleichheiten | 2.04.2026

Milliardär:innen gerecht besteuern statt Mehrwertsteuer erhöhen

In der aktuellen Diskussion um eine Steuerreform fordert das Netzwerk Steuergerechtigkeit mit einer Allianz aus 15 Organisationen aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Umweltorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen statt einer Erhöhung der Mehrwertsteuer eine höhere Besteuerung von Milliardär:innen zur fairen Finanzierung des Gemeinwohls.

Tag: Ungleichheiten | 4.03.2026

Soziale Gestaltung von Klimaschutzmaßnahmen im Kontext von Energie-, Mobilitäts- und Ernährungsarmut

Viele Klimaschutzmaßnahmen gehen mit Verteilungswirkungen einher und haben teils direkten Einfluss auf die Kosten zentraler Lebensbereiche. Sie können zunächst das Armutsrisiko in den Bereichen Energie, Mobilität und Ernährung vergrößern. Es bestehen aber auch erhebliche Synergiepotenziale, um ökologische und soziale Ziele gleichzeitig zu verfolgen.

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