Tag: UN | 22.07.2022

Zerfallserscheinungen

Die Folgen des Ukraine-Kriegs für die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung

Der russische Überfall auf die Ukraine trifft neben den Menschen vor Ort auch die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte von Personen auf anderen Kontinenten, vermittelt über die globalen Finanzsysteme. Zum einen vertiefen die Effekte des Kriegs die Krise, in der sich die globale Ökonomie in Folge der COVID-19-Pandemie, des Klimawandels und anderer Probleme aktuell befindet. Die Reaktionsfähigkeit von Regierungen geht global zurück, fiskalpolitische Spielräume werden – wo sie überhaupt noch bestehen – kleiner. Zum anderen vertiefen sich die politischen Gräben in der internationalen Gemeinschaft, was globale Lösungen zur Behebung dieser Probleme erschwert.

Wolfgang Obenland

Tag: UN | 24.02.2022

Am Rande des Zusammenbruchs: Ein UN-gestützter Klima-ETF

Ein neu aufgelegter, von den Vereinten Nationen unterstützter börsengehandelter Klimafonds steht wegen Kapitalmangels kurz vor der Schließung. Der auf der COP 26 in Glasgow aufgelegte Impact Shares MSCI Global Climate Select ETF könnte im nächsten Monat geschlossen werden, wenn es ihm nicht gelingt, zusätzliche Investitionen anzuziehen. Trotz umfangreicher Zusagen von Banken und Finanzinstituten zum Zeitpunkt der Auflegung hat der ETF bisher nur 1,8 Millionen Dollar aufgebracht. Die Mitglieder der UN-Allianz „Global Investors for Sustainable Development“ (GISD), die den Fonds mit ins Leben gerufen haben, weigern sich zu investieren, solange andere Investoren nicht das Gleiche tun. Das Beispiel zeigt, dass es nur begrenzt möglich ist, sich auf solche Finanzmarktinstrumente zu verlassen (egal wie innovativ oder ausgeklügelt sie auch sein mögen), um neue Quellen privaten Kapitals für die Erreichung der SDGs zu mobilisieren.

Kavaljit Singh

Tag: UN | 22.11.2021

Heard at the 76th Session of the UN General Assembly High-level meetings

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 auf die Volkswirtschaften und Gesellschaften weltweit bringen die Vereinten Nationen das Thema der Erholung von COVID-19 in ihre hochrangigen Sitzungen ein. Im September wurde die „Gemeinsame Agenda“ des UN-Generalsekretärs am 12. September vorgestellt, am 14. September wurde die Generaldebatte der Vereinten Nationen eröffnet und eine Reihe von hochrangigen Treffen abgehalten, die von nachhaltiger Entwicklung bis zur nuklearen Abrüstung reichen.

Elena Marmo

Tag: UN | 18.08.2021

Who is really at the table when global tax rules get decided?

Exklusivität und Illegitimität sind nach wie vor die Hauptprobleme bei der Aushandlung globaler Steuervorschriften. Aber welche Länder sitzen wirklich mit am Tisch, wenn neue Regeln ausgehandelt werden? Und welche Risiken sind mit einer nicht-integrativen Entscheidungsfindung verbunden?

Tove Ryding

Tag: UN | 15.02.2020

Die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung in Zeiten von COVID-19 und danach

GPF-Briefing zur aktuellen Debatte in den Vereinten Nationen

Die globale COVID-19-Pandemie stellt die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung vor große Herausforderungen. Reiche Länder steuern mit gewaltigen über Verschuldung finanzierten Konjunkturpaketen gegen, ihre Zentralbanken helfen mit billigem Geld nach. Damit federn sie die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise zumindest ab. Den Ländern des globalen Südens fehlen solche Politikoptionen. Die UN hat bereits zu Beginn der Krise berechnet, dass diese Länder zusätzliche externe Finanzmittel in Höhe von 2,5 Billionen US-Dollar brauchen, wenn eine Entwicklungskrise verhindert werden soll, die jegliche Hoffnung auf die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zunichtemachen würde. Mit konventionellen Methoden ist diese Summe nicht aufzubringen.

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Bodo Ellmers

Tag: UN | 15.03.2018

Die Agenda 2030, Geberprioritäten und ein neuer Funding Compact der UN

GPF-Briefing: Einige Lehren aus den Erfahrungen der WHO

Die Vereinten Nationen (UN) und viele ihrer Sonderorganisationen befinden sich seit Jahren in einer strukturellen Finanzierungskrise. Es besteht eine zunehmende Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Mitgliedstaaten an die UN und den ihr zur Verfügung gestellten Mitteln. In den letzten Jahren konnte ein Trend weg von Pflichtund flexibel einsetzbaren Beiträgen (sog. assessed contributions und core- oder flexible funding) der UN-Mitgliedstaaten hin zu freiwilligen und zweckgebundenen Mitteln (sog. voluntary contributions und earmarked oder non-core funding) einer Vielzahl von Gebern, einschließlich privater Stiftungen und Unternehmen, beobachtet werden. Im Zuge dieses Trends verfügen die einzelnen Geber, ob öffentlich oder privat, über einen wachsenden Spielraum zur Einflussnahme auf die Arbeit der UN-Organisationen. Besonders deutlich ist dies im Fall der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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Barbara Adams, Karen Judd, Karolin Seitz

Tag: UN | 27.07.2015

Addis Ababa Action Agenda

Die Aktionsagenda von Addis Abeba soll die Grundlage für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sein. Sie bietet einen neuen globalen Rahmen für die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung, indem sie alle Finanzierungsströme und politischen Maßnahmen auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Prioritäten abstimmt.

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Tag: UN | 21.09.2009

Report of the Commission of Experts of the PGA on Reforms of the International Monetary and Financial System

Im November fand sich auf Einladung des Präsidenten der UN-Generalversammlung eine Expertengruppe unter Vorsitz des Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz zusammen, um Reformvorschläge für das internationale Geld- und Finanzsystem zu erarbeiten. Die Arbeit hatte u.a. großen Einfluss auf die Ergebnisse der UN-Konferenz zur Weltfinanzkrise im Juni 2009.


Commission of Experts PGA on Reforms of the International Monetary and Financial System

Tag: UN | 9.07.2009

Conference on the World Financial and Economic Crisis and Its Impact on Development

Im Sommer 2009 tagte in New York eine UN-Konferenz „auf höchster Ebene“ um über die Ursachen und Folgen der Weltfinanzkrise zu beraten. Der Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA), d’Escoto, hatte zu Vorbereitung eine Expertenkommission unter dem Vorsitz des Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz einberufen. Die Ergebnisse wurden in Form einer Resolution der UN-Generalversammlung verabschiedet.

Die Ergebnisse liegen im englischen Original sowie einer deutschen Übersetzung vor.


Tag: UN | 24.12.2008

Doha Declaration

Auf der Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Doha im Dezember 2008 haben die UN-Mitgliedstaaten den Konsens von Monterrey bekräftigt und im Konsens die Erklärung von Doha zur Entwicklungsfinanzierung angenommen. Die Erklärung soll ein neues Gefühl der Solidarität und des guten Willens unter den Mitgliedstaaten unterstreichen und soll ein wichtiger Meilenstein im Kampf für Entwicklung sein.

Neben dem englischen Original ist die Deklaration auch in einer deutschen Übersetzung verfügbar.