Schulden, Systemische Fragen, | 27.10.2026

Mauritius: Unruhen im Urlaubsparadies

Weiße Strände, Luxusresorts und jetzt die schwersten Unruhen seit 1999. Auslöser waren eine heftige Dürre mit wochenlangen Wasserrationierungen und steigende Lebenshaltungskosten. Eskaliert ist die Lage, nachdem die Polizei eine junge Frau angeschossen hatte. Brisant auch der Hintergrund: Rund 60 % des Leitungswassers versickern in einem maroden Netz, und für dessen Sanierung fehlt das Geld. Gleichzeitig fährt die Regierung einen vom IWF gelobten Sparkurs. Beim Auslandsschuldendienst sieht der Schuldenreport von erlassjahr.de und Misereor Mauritius derzeit „nur“ mit Belastungsrisiko (via erlassjahr.de).

Schulden, | 18.10.2026

China fordert Privatgläubiger in die Pflicht zu nehmen

Chinas Vize-Notenbankchef Xuan Changneng hat am 18. Oktober mehr wirksame Beteiligung privater Gläubiger an Umschuldungen gefordert. Konkret will er einen wirksamen Mechanismus, der sicherstellt, dass Private sich vergleichbar beteiligen (via erlassjahr.de).

Schulden, | 29.09.2026

Südafrika verschiebt den Antrag auf Aufnahme in den Pariser Club und wendet sich stattdessen der „Global Borrowers’ Platform“ zu

Dem Pariser Club teilte Südafrika mit, dass es seine Zusammenarbeit als Ad-hoc-Teilnehmer fortsetzen werde, anstatt zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Vollmitgliedschaft anzustreben. Die Regierung hat sich der „Global Borrowers’ Platform“ angeschlossen. Diese beschreibt sich selbst als ein von Schuldnern geführtes Forum zum Wissensaustausch und zur Stärkung ihrer gemeinsamen Stimme. Südafrika bekennt sich weiterhin zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Pariser Club und wird sich auch künftig an Diskussionen über internationale Schuldenfragen beteiligen.

Schulden, | 23.07.2026

Kenianisches Gericht erklärt Rutos vorgeschlagenes Gremium zur Schuldenprüfung für rechtswidrig

Ein kenianisches Gericht hat die von Präsident William Ruto vorgenommene Ernennung eines Gremiums zur Durchführung einer forensischen Prüfung der Staatsschulden des Landes für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht urteilte, dass die Arbeitsgruppe in das verfassungsmäßige Mandat des Rechnungshofpräsidenten eingreife; der Richter erklärte, der Präsident könne die dem Rechnungshofpräsidenten ausdrücklich durch die Verfassung übertragenen Aufgaben nicht neu zuweisen. Der Plan zur Überprüfung der Staatsschulden gehörte zu den Maßnahmen, die Ruto ergriffen hatte, um regierungskritische Demonstranten zu beschwichtigen, die seine Regierung im Jahr 2024 beinahe gestürzt hätten.

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