Tag: Sustainable Finance | 28.03.2024

Finanzierung der Zerstörung von Ökosystemen

Die EU muss den Geldfluss an Unternehmen stoppen, die die Natur zerstören

Ein neuer Bericht einer Koalition von Nichtregierungsorganisationen mit dem Titel „Bankrolling ecosystem destruction“ (Finanzierung der Zerstörung von Ökosystemen) zeigt, dass 135 Hauptakteure in für die Zerstörung von Ökosystemen verantwortlichen Sektoren seit dem Pariser Abkommen von 2015 mehr als ein Fünftel ihrer gesamten globalen Kredite und knapp ein Zehntel ihrer derzeitigen globalen Investitionen von in der EU ansässigen Finanzinstituten erhalten haben. Der Bericht legt dar, wie wichtig die EU-Regulierung des Finanzsektors ist, um die Finanzierung mit den globalen 1,5°- und Biodiversitätszielen in Einklang zu bringen. Dazu gehört der Beendigung jeglicher neuen Finanzdienstleistungen für Unternehmen, die zur Naturzerstörung beitragen.

Tag: Sustainable Finance | 18.03.2024

Ist das Glas halb voll? Oder hat jemand das Glas umgekippt?

Sustainable-Finance-Standort Europa

2018 machte sich die Europäische Union mit dem „Aktionsplan Sustainable Finance“ auf, zum führenden Standort für nachhaltige Investitionen zu werden. Die Idee dahinter: Private Investitionen sollen in großem Stil in ökologische, klimakompatible und soziale Aktivitäten umgelenkt werden. Denn die EU-Staaten allein können die Transformation der Europäischen Wirtschaft und die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der EU, insbesondere die Klima- und Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2050, nicht stemmen. Insgesamt wird eine Billion Euro benötigt. Laut der Europäischen Kommission müssen private Unternehmen und Haushalte einen großen Teil dieser Investitionen übernehmen.

Ulrike Lohr

Tag: Sustainable Finance | 23.02.2024

Wissensplattform Nachhaltige Finanzwirtschaft

Der vorliegende Abschlussbericht fasst die zentralen Ergebnisse des Projektes Wissensplattform Nachhaltige Finanzwirtschaft zusammen. Das Forschungsprojekt trägt dazu bei, das Verständnis über den Themenkomplex Nachhaltige Finanzwirtschaft bei verschiedenen zentralen Stakeholdern zu erhöhen. Dazu zählen neben der Politik, der Realwirtschaft und der Zivilgesellschaft vor allem auch Beschäftigte der Finanzwirtschaft, insbesondere auch Auszubildende, Berufseinsteiger und Studierende. Im Abschlussbericht werden die zentralen Ergebnisse der Arbeitspakete und mögliche übergreifende Erkenntnisse zusammengefasst und vorgestellt.

Patrick Weltin

Tag: Sustainable Finance | 6.02.2024

Finanzierung von energetischen Gebäudesanierungen

Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Sustainable Finance-Regulierung der Europäischen Union

Gebäude sind innerhalb der Europäischen Union (EU) für ca. 40 Prozent der ⁠CO2⁠-Emissionen verantwortlich und verfügen dadurch über ein hohes Potential, einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten. Die Sanierungsraten im Gebäudebestand in Deutschland liegen mit 1 Prozent p.a. deutlich unter den ca. 2-4 Prozent, die notwendig wären, um die Klimaziele des Pariser Abkommens sowie der EU und der Bundesregierung zu erreichen. Diese Studie untersucht die vielfältigen Ansatzpunkte von Finanzierungsinstrumenten, um die vorhandenen Sanierungspotentiale besser erschließen zu können.

Tobias Popović, Jessica Reichhard-Chahine

Tag: Sustainable Finance | 25.01.2024

Finanzielle und Nachhaltigkeitsperformance der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder

Diese Studie erstellt und vergleicht Finanz- und Nachhaltigkeitsprofile für die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und ausgewählter EU Pensionskassen, um die Transparenz der Pensionskassen im Bereich des Nachhaltigen Investierens zu analysieren. Die Nachhaltigkeitskriterien werden im Hinblick auf die Dimensionen ESG Reporting (Environmental, Social & Governance), ESG Stewardship und Net-Zero Reporting analysiert.

Rowena Babu, Franzisca Geffert, Kirsten Gensinger, Andreas Hoepner, Ryan McGahern, Sufiyan N-YO, Michael Rezec, Emile Wirsiy

Tag: Sustainable Finance | 18.01.2024

Ein Finance Watch-Leitfaden für die nächste „Agenda für nachhaltige Finanzen“

Die nächste „Agenda für nachhaltige Finanzen“ könnte ein Sprungbrett zu einer nachhaltigen Wirtschaft in der EU sein. Der neue Bericht von Finance Watch zeigt Lücken im derzeitigen Rahmen für nachhaltige Finanzen auf und formuliert Empfehlungen, um dieses wichtige regulatorische System während der nächsten Amtszeit zu vervollständigen.

Vincent Vandeloise

Tag: Sustainable Finance | 8.12.2023

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft

Die Nachhaltigkeitstransformation des Finanzsektors ist eine zentrale Voraussetzung für die Transformation der Realwirtschaft. Dieser UBA-Bericht umfasst daher 15 Vorschläge in vier zentralen Dimensionen hin zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft in Deutschland: Transformationsrelevanz, Transparenz über die ⁠Nachhaltigkeit⁠ von Finanzprodukten, Risikomanagement mit Blick auf Nachhaltigkeitsrisiken, sowie die Wirkungsmessung nachhaltiger Investitionen. Hinzu kommen wichtige Grundbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft, bestehend aus einer breiten Datenbasis, politischen Signalen und der Stärkung der für Sustainable Finance relevanten Institutionen.

Timo Busch, Andreas Hoepner, Katharina Hoepner, Karsten Löffler, Maik Nagel, Tanja Ohlson, Sebastian Rink, Fabiola Schneider, Wiebke Szymczak, Dennis Zagermann

Tag: Sustainable Finance | 30.11.2023

Die Billionen-Dollar-Bedrohung durch Klimaprofiteure

Wie Vermögensverwalter ungestraft die Klimakrise anheizen

Private Investoren entziehen sowohl Unternehmen als auch öffentlichen Kassen die Mittel, die für den Übergang zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft benötigt werden. Vermögensverwalter sind die größten Investoren in ihre eigenen Aktien, was ein ernsthaftes Problem der Rechenschaftspflicht schafft. Um die privaten Finanzmittel in Billionenhöhe auf nachhaltige Investitionen umzulenken, sind verbindliche Vorschriften erforderlich.

Myriam Vander Stichele, Luis Scungio

Tag: Sustainable Finance | 28.11.2023

Green-Bond-Förderauftrag des Bundesumweltministeriums umgesetzt

Das BMUV und die KfW haben die Ziele erreicht, die im seit dem Jahr 2015 bestehenden Förderauftrag zum Aufbau eines Green-Bond-Portfolios verankert wurden. Seither hat das KfW Treasury im Auftrag des BMUV in grüne Anleihen zur Finanzierung von Umwelt- und Klimaschutz-maßnahmen investiert. Damit verbunden war das Ziel, am Kapitalmarkt zur qualitativen und quantitativen Entwicklung des noch jungen Green-Bond-Marktsegments beizutragen.

Tag: Sustainable Finance | 16.11.2023

Dirty Profits 10: Transformation oder Resignation?

In den vergangenen zehn Jahren haben 145 Autorinnen und Autoren aus 28 Ländern in der Dirty Profits-Publikationsreihe über 102 Unternehmen berichtet, die mehr Treibhausgase ausstoßen als ganze Länder, die für die Ausbeutung von Rohstoffen Menschen vertreiben und Lebensräume vergiften oder die statt des versprochenen Wohlstands Krankheit, Gewalt und Zerstörung brachten. Die Verantwortung für zurückliegende und andauernde Missstän­de allein bei diesen Unternehmen zu suchen, übersieht jedoch die Rolle von Finanzinstitutionen. Denn es sind auch Banken, die korrupte Bergbaukonzerne immer wieder finanzieren, Vermögens­verwalter, die Fonds mit fossilen Energiekonzernen der schnellen Rendite wegen vertreiben oder Lebensversicherungen, deren Anlagestrategien Investitionen in Rüstungsunternehmen gestatten, die im verheerenden Jemen-Konflikt auf Kosten der Zivilgesell­schaft Profite machen. Die zehnte Jubiläumsausgabe nimmt die Entwicklung der Finanz­beziehungen von 40 Finanzinstitutionen zwischen 2013 und 2023 unter die Lupe und erörtert, in wie weit diese ihr Finanzierungs- und Investitionsverhalten verändert und ob die Unternehmen kritisierte Missstände in den Bereichen Ökologie, Soziales und Unternehmens­führung behoben haben.

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