Allgemein
FfD-Forum 2026: Fortschritt oder Stillstand?
GPF Europe bewertet in diesem Briefing den das Financing for Development-Forum 2026 und fragt, ob daraus tatsächliche Reformen oder nur politische Selbstvergewisserung hervorgehen. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung der Sevilla-Beschlüsse, die Reform der internationalen Finanzarchitektur, der Umgang mit der SDG-Finanzierungslücke sowie die Frage, ob private Finanzierung und Bretton-Woods-Institutionen die versprochenen Ergebnisse liefern. Das Briefing macht deutlich, dass ohne konkrete Schritte bei Schulden, Steuerfragen und öffentlicher Finanzierung eher Stillstand als Fortschritt drohe.
Von der Systemkrise zur Gerechtigkeitskrise in der arabischen Welt
Ziad Abdel Samad vom Arab NGO Network for Development argumentiert in diesem Beitrag, dass die Krise des Multilateralismus nicht nur eine Frage technischer Ineffizienz sei, sondern eine Legitimitäts- und Gerechtigkeitskrise. Er verweist auf Doppelstandards im Umgang mit Konflikten, die wachsende Lücke zwischen globalen Zusagen und realen Ergebnissen sowie auf Schulden, Konflikte und eingeschränkten zivilgesellschaftlichen Raum als zentrale Bremsen für Entwicklung in der arabischen Region. Abschließend fordert er, Multilateralismus neu auszurichten: mit mehr Rechenschaft, gerechterer Machtverteilung, Reformen der Finanz- und Handelssysteme und stärkerer Einbindung lokaler Perspektiven.
Rahmenprogramm für die INFF Facility 2026-2030
Die Integrated National Financing Framework (INFF) Facility hat ihr Rahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2030 veröffentlicht. Darin legt die Facility fest, wie sie künftig Länder bei der Entwicklung integrierter Finanzierungsrahmen unterstützt, um nachhaltige Entwicklungsziele effizient zu finanzieren. Im Fokus steht die Mobilisierung nationaler Ressourcen durch bessere Koordination von Haushalten, Entwicklungshilfe und privaten Investitionen unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Prioritäten. Das Dokument beschreibt zudem Governance-Strukturen, Leistungsindikatoren und Partnerschaften mit multilateralen Institutionen wie Weltbank und IWF.
Neues aus dem Bundestag | 16. April 2026
Eine Zusammenstellung von Nachrichten aus den Bereichen (internationaler) Wirtschafts-, Finanz,- Umwelt- und Entwicklungspolitik „hib – heute im bundestag“ mit Neuigkeiten aus Ausschüssen und aktuellen parlamentarischen Initiativen. Diese sind können beim Bundestag per E-Mail-Newsletter hier bestellt werden: https://www.bundestag.de/newsletter.
WeiterlesenUmsetzung der Verpflichtungen von Sevilla
Financing for Sustainable Development Report 2026
Der neue Financing for Sustainable Development Bericht der UN fordert einen deutlich schnelleren Umbau der internationalen Finanzarchitektur, damit die Sevilla-Verpflichtungen nicht bei wohlklingenden Zusagen bleiben, sondern in mehr günstige Finanzierung, gerechtere Schuldenregeln und höhere öffentliche Investitionen münden. Er legt den Fokus auf Reformen für Entwicklungsländer und darauf, private und öffentliche Mittel so zu mobilisieren, dass nachhaltige Entwicklung trotz hoher Verschuldung und knapper fiskalischer Spielräume finanzierbar bleibt.
Stellungnahme der Zivilgesellschaft zum Entwurf des Abschlussdokuments des FfD-Forums 2026
Dieses Dokument legt zivilgesellschaftliche Prioritäten für die Reform eines globalen Finanzsystems dar, das den Globalen Süden weiterhin benachteiligt. Es hebt zentrale Handlungsfelder hervor und fordert gleichzeitig dringende Reformen in den Bereichen Steuern und Verschuldung, unter anderem im Rahmen des UN-Steuerkonventionsprozesses.
Neues aus dem Bundestag | 19. März 2026
Eine Zusammenstellung von Nachrichten aus den Bereichen (internationaler) Wirtschafts-, Finanz,- Umwelt- und Entwicklungspolitik „hib – heute im bundestag“ mit Neuigkeiten aus Ausschüssen und aktuellen parlamentarischen Initiativen. Diese sind können beim Bundestag per E-Mail-Newsletter hier bestellt werden: https://www.bundestag.de/newsletter.
WeiterlesenFinancing for Development neu denken
Mit Time to pivot legen IDEAs und Mitautor:innen eine Neuvermessung der Entwicklungsfinanzierung in einer veränderten globalen Lage vor. Im Zentrum steht die Forderung, die Finanzarchitektur so umzubauen, dass öffentliche Einnahmen, Schuldenfragen und Klimafinanzierung wirksam zusammen gedacht werden.
Über das Recht auf Entwicklung
Besuch des UN-Sonderberichterstatters in Deutschland
Vom 10. bis 19. November 2025 war der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Entwicklung, Surya Deva, zu Besuch in Deutschland. Ziel des Besuchs war es, Einblicke zu gewinnen, wie Deutschland das Recht auf Entwicklung im eigenen Land umsetzt und was Deutschland tut, um seine internationalen Verpflichtungen zur Verwirklichung der Menschenrechte zu erfüllen. Er hat hierzu erste Empfehlungen abgegeben. Diese Information geht den Fragen nach: Was umfasst das Recht auf Entwicklung? Wer hat ein Recht auf Entwicklung? Welche Pflichten haben Staaten?
Auf dem Weg zu feministischer Wirtschafts- und Klimagerechtigkeit
Eine feministische Analyse kritischer Trends
Der jährliche Critical Trends Report von WEDO untersucht die Fortschritte und Herausforderungen bei der Verwirklichung einer umfassenden Vision für feministische Wirtschafts- und Klimagerechtigkeit, wie sie in den sieben Kernforderungen des Feminist Action Nexus (2021-2023) und der Rabat Roadmap (2025) dargelegt sind. Dieser Bericht, der die Entwicklungen im Laufe des Jahres 2025 (und neu veröffentlichte Daten) abdeckt, beleuchtet sowohl lokale Schauplätze des Kampfes gegen die Folgen des Neoliberalismus als auch globale Advocacy-Vorschläge der Zivilgesellschaft und der Länder des Globalen Südens zur Transformation unseres Wirtschaftssystems.