Deutschland stärkt Investitionen in Afrika
Deutschland wird Miteigentümer der afrikanischen Versicherungsagentur ATIDI. Die Agentur versichert Investitionen und Handel in afrikanischen Ländern gegen politische und gesamtwirtschaftliche Risiken. Bei ihrem Besuch in Kenia sagte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan den Kauf von Anteilen zu. Deutschland wird damit größter nicht-afrikanischer Anteilseigner.
WTO-Ministerkonferenz bietet afrikanischen Ländern Ausweg aus der Sackgasse
Nach fast 30 Jahren ist das WTO-Zollmoratorium für E-Commerce ausgelaufen. Das ist eine gute Nachricht für die Länder des Globalen Südens, meinen die Digitalhandelsexperten Africa Kiiza und Sven Hilbig. Allerdings müssten die afrikanischen Regierungen die Chance klug nutzen.
Afrika in einer multipolaren Welt
Machtverhältnisse in einer sich wandelnden Weltordnung, 2025
Im Jahr 2025 bewegte sich Afrika in einer sich wandelnden multipolaren Welt, die geprägt war vom Rückzug der USA, angespannten Beziehungen zwischen der AU und der EU, dem ersten G20-Gipfel auf dem Kontinent, einem sich verschärfenden Wettbewerb um kritische Rohstoffe und wachsenden Spannungen am Horn von Afrika.
Neue Berichtsserie – Staatsschulden im Fokus
Seit Anfang des Jahres veröffentlicht International Development Economics Associates (IDEAS) eine neue Reihe von Berichten, in denen wichtige Aspekte der Staatsschulden im globalen Süden untersucht werden. Dabei werden Länder wie Sambia, Ecuador und Argentinien sowie die sich wandelnde Rolle Chinas in Afrika behandelt.
WeiterlesenSolidarität, Gleichheit und Nachhaltigkeit?
Eine Realitätsprüfung der G20 nach der südafrikanischen Präsidentschaft
Der G20-Gipfel Ende November in Johannesburg bot eine einmalige Gelegenheit, alle 20 Jahre eine spezifische afrikanische Agenda durch die G20 zu fördern. Die südafrikanische Regierung setzte hohe Erwartungen, als sie das Thema „Solidarität, Gleichheit, Nachhaltigkeit” für ihre Präsidentschaft wählte.
Die Illusion des Fortschritts: AU-EU-Gipfel bleibt hinter den Erwartungen zurück
Am 24./25. November trafen sich die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) in Luanda, Angola, zum 7. AU-EU-Gipfel. Er markierte 25 Jahre Partnerschaft – doch statt mutiger Maßnahmen lieferte das Treffen mehr von den gleichen abgedroschenen Versprechungen. In Zeiten steigender Verschuldung, einer sich beschleunigenden Klimakrise und anhaltender Konflikte stagniert der Fortschritt nicht nur – er geht sogar rückläufig.
Diplomatische Erklärungen zu Schulden und Entwicklung
Die verpasste Chance der G20 bei den Schuldenreformen Afrikas
Der erste G20-Gipfel auf afrikanischem Boden wird in Erinnerung bleiben, weil er der Diplomatie Vorrang vor der Schulden- und Entwicklungskrise Afrikas eingeräumt hat. Obwohl die G20-Präsidentschaft Südafrikas in einer für den Multilateralismus schwierigen Zeit stattfand, gab es im Laufe des Jahres kaum nennenswerte positive Veränderungen, um die sich verschärfende Schuldenkrise vieler afrikanischer Länder anzugehen. Diese Situation, die das Ausmaß einer Notlage hat, wurde in der Erklärung deutlich abgeschwächt.
Afrikas finanzielle Souveränität steht unter Beschuss
Kritiker:innen und Ratingagenturen stellen die Legitimität des Status der Afreximbank als bevorrechtigter Gläubiger infrage. Indem sie Zweifel an der Zuverlässigkeit afrikanischer Institutionen säen, drohen sie die Fähigkeit des Kontinents zu untergraben, eine souveräne Finanzarchitektur aufzubauen, die seinen strukturellen Wandel unterstützen kann.
Bundeskabinett leitet Ratifizierung von EU-Handelsabkommen mit afrikanischen Staaten ein
Auf Vorschlag von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat das Bundeskabinett am 30. Juli die deutsche Ratifizierung von vier Handelsabkommen der EU mit Côte d’Ivoire, Ghana, Kamerun und sechs Ländern der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (Botswana, Eswatini, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika) eingeleitet.
Megatrends Afrika: Schuldenkrise afrikanischer Länder – (k)ein Ausweg?
70 Prozent der Länder in Sub-Sahara Afrika sind hoch verschuldet. Welche Folgen haben diese enormen Schulden? Welche Rolle spielen Weltbank, IWF und China? Wie lässt sich das Schuldenproblem nachhaltig lösen? Darüber diskutieren Karoline Eickhoff und Rainer Thiele mit Dominik Schottner im SWP-Podcast.