Tag: ODA | 30.04.2026

Verband Internationale Dienste: BMZ-Kürzungen gefährden internationale Zusammenarbeit

Der Verband Internationale Dienste (vidi) warnt vor den konkreten Folgen weiterer Kürzungen im Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Einschnitte im laufenden Haushalt beträfen nicht nur einzelne Programme, sondern die Strukturen, durch die internationale Zusammenarbeit ermöglicht wird. Die Auswirkungen seien bereits deutlich spürbar: internationale Kooperationen würden eingeschränkt, gewachsene Partnerschaften gerieten unter Druck und Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Träger nähmen deutlich ab. Gleichzeitig sieht der Verband einen zunehmenden politischen Widerspruch: Noch vor wenigen Tagen habe Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich der Hannover Messe die Bedeutung globaler Partnerschaften und internationaler Zusammenarbeit als zentrale Zukunftsaufgabe betont. Die aktuellen Haushaltsplanungen stellten jedoch genau jene Strukturen infrage, die diese Partnerschaften konkret tragen und langfristig absichern.

Tag: ODA | 29.04.2026

150 NGOs fordern mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Am 29. April stellt der Bundesfinanzminister die Eckwerte des Haushalts 2027 vor. Erneut drohen massive Kürzungen beim Etat für Entwicklungszusammenarbeit. Auch die Mittel für humanitäre Hilfe könnten weiter sinken – trotz der vielen globalen Krisen wurden seit 2022 hier mehr als 70 Prozent gestrichen. Statt Kürzungen brauche es Aufwüchse, fordern die Entwicklungsorganisation ONE und VENRO, der Dachverband entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen, stellvertretend für über 150 zivilgesellschaftliche Organisationen. Ansonsten könnten mühsam erarbeitete Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit zunichtegemacht werden und Millionen Menschen ihr Leben verlieren.

Tag: ODA | 27.04.2026

Kriegswirtschaft treibt Haushaltsentscheidungen

Eurodad präsentiert in diesen Infografiken vorläufige OECD-Daten zur ODA 2025: Historischer Einbruch um 23,1% auf 174,3 Mrd. USD (0,26% GNI), tiefster Wert seit 20 Jahren. Nur vier Länder (Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Schweden) erreichen 0,7%-Ziel; Ukraine erhielt 26% aller ODA (44,9 Mrd. USD). EU-Kürzungen um 10%, Institutionen um 13,8%; Flüchtlingskosten 13% der ODA. Prognose: Weitere Rückgänge um 5,8%.

Tag: ODA | 15.04.2026

Während die öffentliche Entwicklungshilfe einbricht, kommen Alternativen nur schleppend voran

Die öffentliche Entwicklungshilfe bricht in beispiellosem Tempo ein. Neue Daten der OECD zeigen für 2025 einen Rückgang um 23,1 Prozent – den größten jährlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen –, der vor allem auf drastische Kürzungen seitens der Vereinigten Staaten zurückzuführen ist. Insgesamt haben 26 von 34 DAC-Mitgliedern ihre Hilfe reduziert. Gleichzeitig deuten neue Analysen der Vereinten Nationen darauf hin, dass andere Quellen der Entwicklungsfinanzierung nicht schnell genug nachrücken. Privates Kapital bleibt aufgrund hoher Kreditkosten weitgehend unzugänglich, während die Mobilisierung inländischer Ressourcen nur langsam vorankommt. Trotz der politischen Verpflichtungen, die auf der Vierten Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD4) in Sevilla eingegangen wurden, ist die Umsetzung in Schlüsselbereichen nach wie vor begrenzt.

Tag: ODA | 14.04.2026

Die reichen Länder kürzen Entwicklungshilfe – ein kurzsichtiger Schritt mit langfristigen globalen Folgen

Die reichen Länder müssen begreifen, dass die Kürzung der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) und die Bereitstellung von Hilfe minderer Qualität keine Sparmaßnahme darstellen. Auch wird dies nicht dazu beitragen, die Effizienz eines ohnehin schon eingeschränkten Hilfssystems zu steigern. Stattdessen gefährdet es globale Vorsorge, menschliche Sicherheit und die Glaubwürdigkeit der reichen Länder als Partner auf der globalen Bühne. Entwicklungszusammenarbeit muss mit den Grundsätzen der Effizienz der Zusammenarbeit in Einklang gebracht werden. Insbesondere muss sie inklusiv und lokal gesteuert sein, um lokalen Entwicklungsprioritäten zu dienen.

Tag: ODA | 14.04.2026

Kürzungen in der EZ: Kurzsichtige Entscheidung mit langfristigen globalen Folgen

Eurodad und die DAC-CSO Reference Group verurteilen in dieser Erklärung den historischen Einbruch der ODA um 23,1% auf 174,3 Mrd. USD im Jahr 2025 – den größten seit Bestehen. Ursachen sind Kürzungen in USA, Deutschland, Frankreich, UK und Japan, mit weiterem Rückgang um 5,8% prognostiziert. Die Folgen: Bedrohung von Armutsbekämpfung, humanitärer Hilfe und globaler Partnerschaft; nur 0,26% des GNI werden erreicht, bei nur vier Ländern das 0,7%-Ziel.

Tag: ODA | 9.04.2026

Reiche Länder stellen Waffen über die Rettung von Menschenleben

Neue Daten der OECD zeigen, dass die Entwicklungshilfe für den Globalen Süden im Jahr 2025 real um beispiellose 23,1% zurückgegangen ist, wodurch Millionen von Menschenleben gefährdet sind. Die EU-Länder kürzen ihre Entwicklungshilfebudgets um 10%, während internationale Institutionen Kürzungen von 13,8% melden – ein falsches Signal an den Globalen Süden. Allein die Ukraine erhielt 44,9 Milliarden US-Dollar an öffentlicher Entwicklungshilfe (ODA), fast 26 % der gesamten ODA. Angesichts der Schuldenkrise und der Auswirkungen der Kriege, die den Globalen Süden treffen, ist eine dringende Kurskorrektur erforderlich.

Tag: ODA | 9.04.2026

Deutschland verfehlt 2025 erneut UN-Finanzierungsziel für Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland hat im Jahr 2025 nach vorläufigen Berechnungen der OECD rund 0,56 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt. Damit bleibt die Bundesrepublik erneut unter dem international vereinbarten UN-Ziel von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Insgesamt beliefen sich die deutschen Ausgaben für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance, ODA) auf etwa 26 Milliarden Euro – rund fünf Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Flüchtlingskosten im Inland würde die deutsche ODA-Quote nur bei 0,46 Prozent liegen. Die endgültigen Zahlen für 2025 wird die OECD voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlichen.

Tag: ODA | 9.04.2026

Deutschland erfüllt internationale Verpflichtung zur Entwicklungszusammenarbeit nicht – trotz globaler Krisen

Die großen kirchlichen Werke für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe, Brot für die Welt und Misereor schlagen Alarm: Die von der OECD bekanntgegebenen Zahlen der öffentlichen Entwicklungsleistungen (Official Development Assistance, ODA) für das Jahr 2025 zeigen einen gefährlichen Abwärtstrend. In Deutschland sank die Quote erneut – von 0.68% im Jahr 2024 auf 0.56% im vergangenen Jahr – und dies trotz verheerender globaler Krisen und damit verbundenen humanitären Notlagen.

Tag: ODA | 5.04.2026

Rechte ohne Ressourcen

Wie Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit Frauen und Mädchen weltweit gefährden

Weltweit sind die Rechte und Existenzen von Frauen, Mädchen und queeren Menschen bedroht. In Deutschland finden von Gewalt betroffene Frauen vielerorts keinen Platz im Frauenhaus. In den USA dürfen Frauen in vielen Bundesstaaten nicht mehr selbst über Schwangerschaftsabbrüche entscheiden. Und im Tschad riskieren Frauen bei Schwangerschaft und Geburt ihr Leben, weil medizinische Versorgung fehlt. Was all diese Beispiele zeigen: Rechte existieren nicht von allein. Sie müssen geschützt, ermöglicht und finanziert werden. Rechte sind nur dann real, wenn Menschen sie auch tatsächlich wahrnehmen können. Genau deshalb bedrohen die aktuellen internationalen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe die Rechte von Frauen, Mädchen und queeren Menschen weltweit.

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