Private Finanzierung, | 5.08.2026

Dossier: Ökosystemwiederherstellung und Biodiversitätsgutschriften

Dieses Dossier untersucht den aktuellen Markt für Biodiversitätsgutschriften mit besonderem Schwerpunkt auf den Agrar- und Ernährungssektor. Die Analyse zeigt, dass Biodiversitätsgutschriften eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Finanzierung von Renaturierungsmaßnahmen spielen könnten.

Öffentliche Finanzen, | 3.08.2026

Eine 500-Milliarden-Dollar-Entscheidung für die Welt

Die Auswirkungen einer global abgestimmten Besteuerung auf die Steuereinnahmen

Angesichts einer bevorstehenden UN-Steuerkonvention steht die Welt nun vor einer Entscheidung, die die Unternehmensbesteuerung grundlegend verändern könnte. Diese von Tax Justice Network mit Public Services International veröffentlichte Studie zeigt, dass sich die Mehreinnahmen auf 500 Milliarden Dollar pro Jahr belaufen – und dass fast alle davon profitieren werden.

Öffentliche Finanzen, | 3.08.2026

Wenn Messungen politisch sind

Die Erfassung natürlicher Ressourcen und des tatsächlichen Umsatzortes im Rahmen einer Gesamtkonzernsteuer

Multinationale Unternehmen erwirtschaften ihre Gewinne nicht im luftleeren Raum. Sie nutzen Land und Wasser, beuten Wälder, Fischbestände, Bodenschätze und Energieressourcen aus und hinterlassen unter Umständen Umweltverschmutzung, geschädigte Ökosysteme und Klimaschäden. Ihre Gewinne beruhen daher nicht nur auf der Arbeit der Beschäftigten, dem Maschineneinsatz und den Zahlungen der Kunden – also den wirtschaftlichen Aktivitäten, die üblicherweise durch Standard-Aufteilungsformeln im Rahmen von sog. unitary taxation (dt. Gesamtkonzernbesteuerung) erfasst werden –, sondern auch auf natürlichen Reichtümern, die den Menschen in den Ländern gehören, in denen sie vorkommen.

Öffentliche Finanzen, | 31.07.2026

Drei Kernelemente einer gerechten internationalen Besteuerung

Die Staaten, insbesondere solche, die von kolonialen Kontinuitäten betroffen sind, benötigen mehr Geld für Gesundheit, soziale Sicherung und Bildung, für öffentliche Infrastruktur, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und für eine gerechte Energiewende. Sie brauchen jährlich mehr als vier Billionen US-Dollar zusätzlich, um zumindest die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu erreichen. Gleichzeitig verlieren sie durch Steuervermeidung und Gewinnverschiebungen sowie durch schädlichen Steuerwettbewerb jedes Jahr rund 100 bis 240 Milliarden US-Dollar. Ein gerechteres internationales Steuersystem würde die Länder, die durch das internationale Steuersystem strukturell benachteiligt sind, unterstützen und unabhängiger von Krediten machen. In unserem Standpunkt legen wir dar, welche drei Kernerlemente ein gerechtes Steuersystem umfassen muss.

Öffentliche Finanzen, | 29.07.2026

Steuerreform wird die meisten Bürger nicht entlasten

Laut der Expertin Julia Jirmann wird die Einkommensteuerreform für die meisten Bürger statt einer finanziellen Entlastung eine Belastung bringen. Das lasse sich nur ändern, wenn Topverdiener und große Vermögen deutlich stärker besteuert würden.

Private Finanzierung, | 28.07.2026

Sechs größte Ölkonzerne werden Gewinne im zweite Quartal 2026 verdoppeln

Während Hitzewellen in Europa, Nordamerika und Südasien Zehntausenden Menschen das Leben kosten, erwarten die größten Öl- und Gasunternehmen vom ersten auf das zweite Quartal 2026 eine Verdopplung ihrer Gewinne. Berechnungen zeigen zudem, dass ihre historischen Emissionen die Häufigkeit und Schwere von Hitzewellen in diesem Jahrhundert erheblich angefacht haben. Eine gerechte Besteuerung der Gewinne fossiler Energie-Konzerne könnte bis zu 400 Milliarden US-Dollar bringen, womit dringend notwendige Anpassungen an die Klimakrise finanziert werden könnten.

FfD4-Konferenz, | 27.07.2026

Überblick über die in Sevilla eingegangenen Verpflichtungen zur Entwicklungsfinanzierung

Wo stehen wir ein Jahr später?

Im Juli 2025 verabschiedeten die Regierungen die „Sevilla-Verpflichtung“, den Plan der Vereinten Nationen zur Entwicklungsfinanzierung. GPF Europe hat eine erste unabhängige Bewertung durchgeführt, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Vereinten Nationen vor allem dort Ergebnisse erzielt haben, wo sie eigenständig handeln können. Die Mitgliedstaaten kommen bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen zu langsam voran, und bei einigen Verpflichtungen sind sogar Rückschritte zu verzeichnen. Auch dort, wo der Internationale Währungsfonds handeln muss, sind die Fortschritte ins Stocken geraten; stattdessen sind zivilgesellschaftliche Organisationen eingesprungen.

Öffentliche Finanzen, | 27.07.2026

Globaler Tribut – Die Welt braucht neue Steuerregeln

Am 3. August werden die Verhandlungsführer bei den Vereinten Nationen ihre Arbeit an einem Rahmenübereinkommen zur internationalen Zusammenarbeit im Steuerbereich wieder aufnehmen. Es ist der erste Versuch, Regeln für die internationale Besteuerung in einem Forum zu erarbeiten, in dem alle Länder gleichberechtigt mitreden können. Was also in New York geschieht, wird darüber entscheiden, ob die Welt endlich einen Steuerrahmen erhält, der auch multinationale Konzerne und Superreiche erfasst.

Öffentliche Finanzen, | 27.07.2026

Die Kryptolücke schließen

Warum Deutschland Kryptogewinne endlich gerecht besteuern sollte

Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland besitzen Kryptowerte. Trotzdem bleiben ihre Gewinne daraus in den meisten Fällen komplett steuerfrei. Wer Bitcoin oder Ether länger als ein Jahr hält, zahlt auf den Gewinn beim Verkauf keine Steuern. Arbeitseinkommen werden dagegen mit bis zu 45 Prozent besteuert, Aktiengewinne pauschal mit 25 Prozent. Diese Ungleichbehandlung ist steuersystematisch kaum zu rechtfertigen.

Schulden, | 23.07.2026

Schottland: „Glasgow Statement on Debt Justice“

Schottland fällt zum wiederholten Male durch progressive Positionen zur globalen Entschuldung auf: Gemeinsam mit Sambia und Malawi hat die schottische Regierung am 23. Juli das „Glasgow Statement on Debt Justice in the Commonwealth“ veröffentlicht. Die Erklärung setzt ein starkes Zeichen Richtung der britischen G20-Präsidentschaft 2027 und knüpft an die Common African Position on Debt an. Kernforderungen unter anderem: verbindliche Anti-Holdout-Gesetzgebung und ein Staateninsolvenzverfahren unter dem Dach der UN (via erlassjahr.de).

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