Handel

In einer globalisierten Welt hat Handels- und Investitionspolitik Auswirkungen auf fast alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Ob bei Diskussionen innerhalb der Welthandelsorganisation WTO oder der UN-Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD), beim Abschluss von bilateralen und plurilateralen Handelsabkommen der EU, oder bei Investitionsschutzabkommen der Bundesrepublik: Immer geht es auch um Fragen von Demokratie, Verbraucherschutz, Produktpreisen, Umwelt- und Sozialstandards oder der Durchsetzung von Konzerninteressen gegenüber Menschenrechten.

Handel | 12.10.2026

Warum die IFC ihre Umwelt- und Sozialschutzmaßnahmen im Bereich der Handelsfinanzierung verstärken muss

Die Handelsfinanzierung macht einen wachsenden Teil der Geschäftstätigkeit der IFC aus. Doch nach wie vor unterliegen Milliarden von Dollar einer unzureichenden ökologischen und sozialen Kontrolle. Allein im Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Aktivitäten der IFC im Bereich der Handels- und Lieferkettenfinanzierung auf über 18 Milliarden US-Dollar. Ein neues Briefing von Urgewald zeigt auf, wie Lücken im Nachhaltigkeitsrahmen der IFC die Finanzierung des Ausbaus fossiler Brennstoffe und anderer umwelt- und sozialschädlicher Aktivitäten ermöglichen könnten.

Handel | 9.10.2026

EU-China-Handelskonflikt: Wie China auf Europa blickt

Wie schätzen chinesische Fachleute den Handelskonflikt mit der EU ein? Eine neue Studie von FES und Sinification zeigt, wo Europa Spielräume für Verhandlungen hat und warum europäische Geschlossenheit entscheidend ist.

Handel | 9.10.2026

Globales Wachstum schrumpft auf 2,6%, Unterschiede zwischen Regionen werden größer

Trade and Development Report 2026

UNCTAD prognostiziert für das Jahr 2026 ein Handelswachstum von 4 %. Das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern dürfte sich im selben Jahr auf 4 % verlangsamen, während diese Länder mit neuen technologischen und politischen Hindernissen konfrontiert sind. Die meisten asiatischen Volkswirtschaften zeigen jedoch eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und ein dynamisches Wachstum. Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wesentlicher Motor für die Dynamik im Welthandel, doch ihre Vorteile sind äußerst ungleich verteilt. Die aufstrebenden Volkswirtschaften des Globalen Südens bilden das Fundament für die regionale und sektorale Integration.

Handel | 2.10.2026

„Verträge, die die Welt gestalten“

Webserie zur EU-Handelspolitik und Globalem Süden

Wie wirkt sich EU-Handelspolitik auf Menschen im Globalen Süden aus? Die PowerShift-Webserie „Verträge, die die Welt gestalten“ zeigt Perspektiven aus zwölf Ländern. In acht Folgen sprechen Expert*innen über Handel, Konzernklagen, Landwirtschaft, Klima, Wasserstoff, Gesundheit und Rohstoffe – und darüber, wie eine gerechte Handelspolitik aussehen könnte.

Handel | 1.10.2026

Wo sind die Stimmen der Arbeiterinnen, wenn Handelskonflikte zuschlagen?

In Madagaskar haben Beschäftigte eigentlich ein gesetzliches Mitspracherecht. Doch nachdem die USA das Land mit Zöllen belegt hatten und das AGOA-Handelsabkommen ausgelaufen war, saßen Arbeiterinnen der Textilindustrie nicht mit am Verhandlungstisch. Warum? Ein Beitrag zum Welttag für menschenwürdige Arbeit.

Handel | 21.09.2026

EU-Malaysia-Abkommen: Zivilgesellschaft warnt vor strengeren Patentregeln

In einem offenen Brief fordern zivilgesellschaftliche Organisationen die malaysische Regierung auf, in den laufenden Freihandelsverhandlungen mit der EU keine sogenannten „TRIPS-plus“-Bestimmungen zum geistigen Eigentum zu akzeptieren. Sie befürchten, dass ein über internationale Mindeststandards hinausgehender Schutz den Zugang zu bezahlbaren Arzneimitteln erschwert und die Ernährungssicherheit beeinträchtigt. Der Brief macht damit deutlich: Bei den Verhandlungen geht es nicht nur um Marktzugang, sondern auch um politischen Spielraum für Gesundheit und Landwirtschaft.

Handel | 17.09.2026

Europäische Handelspolitik im weltwirtschaftlichen Umbruch

Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium

Geopolitische Spannungen, strategische Abhängigkeiten und wirtschaftlicher Zwang stellen die EU vor schwierige Aufgaben In seinem neuen Gutachten empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat beim BMWE, den Binnenmarkt zu vertiefen, kritische Abhängigkeiten gezielt zu verringern und Partnerschaften breiter aufzustellen. Zudem schlägt er plurilaterale Resilienzabkommen vor, mit denen Staaten gemeinsam auf wirtschaftlichen Druck reagieren könnten. Eine Reform der WTO bleibt für den Beirat wichtig – ebenso wie die Warnung vor pauschaler Abschottung und „Buy European“-Vorgaben.

Handel | 16.09.2026

Auf dem Weg zu einem „New Deal“ für den Welthandel

Das derzeitige Welthandelssystem hat es versäumt, den meisten Menschen Wohlstand zu bringen, und bricht nun unter seinen eigenen Widersprüchen zusammen. Die neoliberale Ordnung, die auf einer fehlerhaften Wirtschaftstheorie beruht und von Machtungleichgewichten geprägt ist, hat die Entwicklungsländer in geringwertige Tätigkeiten gezwungen und gleichzeitig die Mittelschicht in den Industrieländern ausgehöhlt. Die Handelspolitik der Trump-Regierung hat in jüngster Zeit deutlich gemacht, wie fragil diese Regeln tatsächlich sind.

Handel | 3.09.2026

Regelbasierte Ordnung ja – aber mit welchen Regeln?

Das EU-Mercosur- und ähnliche Freihandelsabkommen sind gerade keine überzeugende Antwort auf die heutigen geopolitischen Zumutungen | Trafopaper #5

Angesichts globaler Krisen setzt die Europäische Union zunehmend auf Freihandelsabkommen mit neuen Partnern. Das EU-Mercosur-Abkommen gilt als ein zentrales Beispiel dieser Strategie. Doch stärkt es tatsächlich Europas politische Handlungsfähigkeit – oder verschärft es bestehende Abhängigkeiten?

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Handel | 27.08.2026

Ein menschenrechtsbasierter Ansatz für internationale Investitionsschiedsverfahren im Zusammenhang mit Staatsschulden

Ziel dieser Studie ist es, die vielschichtigen Auswirkungen von Investitionsschiedsverfahren auf Staatsschulden im afrikanischen Kontext zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf Menschenrechtsfragen und der Tragfähigkeit der Verschuldung liegt. Die Studie soll kritisch analysieren, wie ein menschenrechtsbasierter Ansatz in Investitionsschiedsverfahren im Zusammenhang mit Staatsschulden formuliert und umgesetzt werden kann, um potenzielle Missbräuche im Rahmen von Umschuldungen zu mindern.

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