Tag: Investitionen | 17.10.2026

KI, Sparpolitik und private Gewinne

Nachhaltige Entwicklung rückt bei den Jahrestagungen des IWF und der Weltbank in den Hintergrund

Trotz der Warnung, dass eine steigende Verschuldung in den Industrieländern, höhere Zinssätze und ein Investitionsboom im Bereich der KI Kapital aus dem Globalen Süden abziehen könnten, setzten der IWF und die Weltbank bei ihrer Jahrestagung in Bangkok weiterhin auf dieselben gescheiterten Lösungen. Während Verschuldung, Ungleichheiten und Klimaschocks die wirtschaftliche Stabilität bedrohen, setzen beide Institutionen zudem verstärkt auf KI-Investitionen als Weg zu globalem Wachstum, obwohl sie die damit verbundenen Risiken ebenfalls anerkennen.

Tag: Investitionen | 7.10.2026

Wie Afrika die Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und China nutzen kann

Während die Kreditkosten in US-Dollar in die Höhe schnellen, nähern sich die chinesischen Zinssätze Rekordtiefständen. In Verbindung mit der Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und China bietet diese Divergenz afrikanischen Regierungen eine Chance: Sie können mit den USA im Bereich Erdgas und mit China im Bereich Solarenergie und Speichertechnologie zusammenarbeiten und die kostengünstigeren asiatischen Kapitalmärkte zur Finanzierung von Investitionen in beiden Bereichen nutzen.

Tag: Investitionen | 10.07.2026

Internationale Investitionen in turbulenten Zeiten

World Investment Report 2026

Die weltweiten Investitionen nehmen wieder zu. Allerdings werden sie immer konzentrierter, selektiver und für viele Entwicklungsländer immer schwerer zugänglich.

Tag: Investitionen | 30.06.2026

„Kapital ist nicht neutral“

Der in Singapur ansässige Fondsmanager Integra Partners investiert in wirkungsorientierte Start-ups in ganz Südostasien. E+Z sprach mit Fondsmanagerin Jennifer Ho über die Verantwortung von Kapitalgebern und darüber, wie Investitionsentscheidungen Gesellschaften prägen. Ho hat zudem einige praktische Tipps für Start-ups, die nach Finanzierung suchen.

Tag: Investitionen | 23.06.2026

Investing in Climate Chaos 2026: Größte fossile Investoren weltweit enthüllt

Während Entscheidungsträger*innen und die Zivilgesellschaft auf der London Climate Action Week über Fortschritte zur Bewältigung der Klimakrise debattieren, veröffentlicht urgewald gemeinsam mit 28 NGO-Partnern eine neue Studie, welche die Rolle tausender institutioneller Investoren bei fossilen Aktivitäten transparent macht. Die Investing-in-Climate-Chaos-Website offenbart, welche Vermögensverwalter, Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungsgesellschaften, Stiftungen und Hedgefonds weiterhin in Kohle-, Öl- und Gasunternehmen investiert sind, die die Klimakrise vorantreiben.

Tag: Investitionen | 17.06.2026

Offene Immobilienfonds: Reale Risiken

Neues Gutachten zur Lage bei offenen Immobilienfonds in 2026

Die Lage bei offenen Immobilienfonds hat sich in den anderthalb Jahren seit der letzten Finanzwende-Analyse verschlechtert. Einige der damals benannten Risiken sind längst eingetreten. Die Fonds verzeichnen Mittelabflüsse in Rekordhöhe, die meisten kämpfen auf Jahressicht mit Mini- oder Minusrenditen. Drei verweigern gar die Rücknahme von Anteilen – und ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Die Finanzaufsicht BaFin will sich nun für eine realistischere Risikoeinstufung der Fonds stark machen, die bisher oft als sichere Anlage verkauft wurden. Doch die Aufseher sollten mehr zum Schutz der Anleger:innen tun.

Tag: Investitionen | 16.06.2026

Erklärung der G7 Staats- und Regierungschefs zu für beide Seiten vorteilhaften internationalen Partnerschaften.

Aufbauend auf dem Gipfel für einen neuen Finanzpakt (2023), der zur Verabschiedung des Pakts für Wohlstand, Menschen und den Planeten führte, sowie dem „Africa Forward“-Gipfel (2026) setzt sich Frankreich nach eigenem Bekunden weiterhin dafür ein, das traditionelle Modell der Entwicklungshilfe durch internationale Partnerschaften zu transformieren. Die im Rahmen des G7-Gipfels von den Staats- und Regierungschefs verabschiedete Erklärung erkennt an, dass die öffentliche Entwicklungshilfe – die zu 70 % von den G7-Ländern bereitgestellt wird – nicht ausreicht, um den Wachstums- und Beschäftigungsbedarf der Entwicklungsländer zu decken oder ihrem Wunsch nach einer Behandlung als echte Partner gerecht zu werden. Sie bekräftigt die Ansicht, Instrumente zu modernisieren und mehr private Finanzmittel für die Entwicklung zu mobilisieren, insbesondere durch die Entwicklung von Instrumenten zur Risikominderung, wie beispielsweise Garantien.

Tag: Investitionen | 15.06.2026

Global Gateway: Rat nimmt Schlussfolgerungen zur globalen Investitions- und Partnerschaftsstrategie der EU an

Der Rat der EU hat am 15. Juni Schlussfolgerungen zu Global Gateway angenommen, in denen er bekräftigt, dass die EU das Programm als weltweite Investitionsstrategie zum Aufbau beiderseitig vorteilhafter Partnerschaften und zur Mobilisierung öffentlicher und privater Ressourcen im Hinblick darauf, globale Investitionslücken zu schließen, weiter verfolgen wird. In einem geopolitischen Umfeld, das von zunehmender Fragmentierung, wirtschaftlichem Wettbewerb und Druck auf die demokratische Staatsführung geprägt ist, bekräftigt der Rat seine Entschlossenheit, Global Gateway als Kernelement des auswärtigen Handelns der EU voranzubringen. Die Strategie sei ein positives und umfassendes Angebot der EU an Partnerländer, das Entwicklungszusammenarbeit, Handel und Investitionen verbindet.

Tag: Investitionen | 15.06.2026

Mit steigenden Kreditkosten gerät die Entwicklungsfinanzierung unter Druck

Ein neuer UNCTAD-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass viele Entwicklungsländer aufgrund steigender Kreditkosten weniger Geld für Investitionen in Schulen, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung haben. Zwischen 2018 und 2024 führten steigende Zinszahlungen in 99 Entwicklungsländern – in denen 5,5 Milliarden Menschen leben – zu einer Verringerung des für Entwicklungszwecke verfügbaren finanzpolitischen Spielraums. Entwicklungsländer zahlen weiterhin deutlich mehr für externe Finanzierungen als Industrieländer. Die UNCTAD fordert nationale Reformen und verstärkte internationale Maßnahmen, um die Finanzierungskosten zu senken und den Umfang sowie den Zugang zu erschwinglichen, langfristigen Finanzmitteln zu erweitern.

Tag: Investitionen | 15.06.2026

Sambias Rohstoffe: Wer profitiert vom Boom?

Reich an Kupfer, Kobalt und Mangan – und doch von Armut geprägt. Sambias Bergbau führt zu schweren Umwelt- und Gesundheitsschäden. Viele Menschen graben mit einfachsten Mitteln selbst nach den Rohstoffen, die für Energiewende und Digitalisierung zentral sind.

« Ältere Texte