Geheimdokumente nicht gemeldet
Arbeitet die Finanzlobby an Lobbyismus-Gesetzen vorbei?
Beim digitalen Euro versuchten Deutsche Bank, Unicredit, DZ Bank und andere anscheinend, am Lobbyregister vorbei Einfluss auf die Bundesregierung zu nehmen. Interne Dokumente aus dem Finanzministerium und der deutschen Vertretung in Brüssel deuten darauf hin, dass dabei womöglich gegen das Lobbyregistergesetz verstoßen wurde. Wegen der intransparenten Machenschaften hat Finanzwende Beschwerde eingelegt. Die Finanzlobby könnte zu hohen Bußgeldern verdonnert werden.
Investing in Climate Chaos 2026: Größte fossile Investoren weltweit enthüllt
Während Entscheidungsträger*innen und die Zivilgesellschaft auf der London Climate Action Week über Fortschritte zur Bewältigung der Klimakrise debattieren, veröffentlicht urgewald gemeinsam mit 28 NGO-Partnern eine neue Studie, welche die Rolle tausender institutioneller Investoren bei fossilen Aktivitäten transparent macht. Die Investing-in-Climate-Chaos-Website offenbart, welche Vermögensverwalter, Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungsgesellschaften, Stiftungen und Hedgefonds weiterhin in Kohle-, Öl- und Gasunternehmen investiert sind, die die Klimakrise vorantreiben.
Tiefere und integriertere Finanzmärkte zur Förderung von Wachstum und Widerstandsfähigkeit in Europa
Die anhaltende Fragmentierung und die begrenzte Tiefe der EU-Finanzmärkte schränken das Unternehmenswachstum, die Innovation und die länderübergreifende Risikoteilung ein. Diese IWF-Staff Discfussion Note dokumentiert politische Hindernisse, die die grenzüberschreitende Kreditvergabe durch Banken behindern und das Volumen des Risikokapitals dämpfen, sowie allgemeinere Reibungen im Realsektor, die die Anzahl investierbarer Projekte einschränken. Finanzreformen könnten das langfristige BIP der EU um etwa 3 Prozent steigern, wobei zwei Drittel davon auf eine tiefere Bankenintegration und der Rest auf den Abbau grenzüberschreitender Hindernisse sowie die Ausweitung des Angebots an Risikokapital zurückzuführen wären.
Neuer Banken-Bericht: Mehr als 900 Mrd. US-Dollar für fossile Brennstoffe in 2025
Die 65 größten Banken der Welt haben allein im vergangenen Jahr 906 Milliarden US-Dollar an Unternehmen im Bereich fossiler Brennstoffe vergeben, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens vor einem Jahrzehnt haben diese Banken 8,7 Billionen US-Dollar in Öl-, Gas- und Kohleprojekte fließen lassen. Dies sind zentrale Ergebnisse des heute veröffentlichten 17. Berichts „Banking on Climate Chaos“ (BOCC) – dem weltweit umfassendsten öffentlich zugänglichen Datensatz zur Finanzierung fossiler Brennstoffe durch führende Geschäftsbanken.
Rekordjammern trotz Rekordgewinne
Europäische Banken auf Abwegen
Donald Trump dereguliert seine Banken. Der europäische Bankensektor eifert dem nach. Doch der Ruf nach Deregulierung ist gefährlich. Das schreibt Michael Peters von der Bürgerbewegung Finanzwende in der FR-Kolumne „Gastwirtschaft“.
Finanzwende-Standpunkt: Banken zahlen Bankenrettung? Merz und Klingbeil haben die Wahl!
„Kanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil sollten die aktuelle Chance nutzen, Banken für frühere Bankenrettungen zahlen zu lassen. Das wäre Politik im Sinne der Bürger*innen.“
Finanzwende-Standpunkt: „Umfassende“ CumEx-Ermittlungen bei der LBBW?
„Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verursachte durch illegale CumEx-Geschäfte rund 150 Millionen Euro Schaden. Bei der Aufklärung versagen sowohl das Justizministerium als auch die Staatsanwaltschaft.“
Projekt FinanzWIRtschaft
Lokale Finanzierung der Transformation stärken
Banken in Deutschland könnten eine nachhaltige Wirtschaft viel besser fördern, als sie das gerade tun – dank regionaler Strukturen. Das Projekt FinanzWIRtschaft untersucht die damit verbundenen Hindernisse und unterbreitet konkrete Lösungsvorschläge.
In Debt to the Planet 2025
Eine Bewertung der Umwelt- und Sozialstrategien im europäischen Bankensektor
Das Streben nach einem stabilen Klima, einer blühenden Natur und einer gerechteren Gesellschaft muss bei den größten Banken Europas neu entfacht werden, da die Fortschritte ins Stocken geraten und Rückschritte zu verzeichnen sind.
Afrikas finanzielle Souveränität steht unter Beschuss
Kritiker:innen und Ratingagenturen stellen die Legitimität des Status der Afreximbank als bevorrechtigter Gläubiger infrage. Indem sie Zweifel an der Zuverlässigkeit afrikanischer Institutionen säen, drohen sie die Fähigkeit des Kontinents zu untergraben, eine souveräne Finanzarchitektur aufzubauen, die seinen strukturellen Wandel unterstützen kann.