Systemische Fragen, | 27.03.2026

Die gegenseitige Abhängigkeit rächt sich

In der heutigen vernetzten Weltwirtschaft breiten sich geopolitische Schocks über Handels-, Produktions- und Finanznetzwerke aus, die auf Effizienz und nicht auf Widerstandsfähigkeit ausgelegt sind. Wenn Störungen kritische Lieferketten treffen, können vorübergehende Preisspitzen zu anhaltendem Inflationsdruck führen und das Risiko einer Stagflation erhöhen.

Handel, | 26.03.2026

Inside MC14

Die 14. Ministerkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) findet vom 26. bis 29. März in Yaoundé, Kamerun, statt. Diese Ministerkonferenz wird nicht anhand neuer Ergebnisse beurteilt werden, sondern anhand der Fähigkeit der Regierungen, den Wert eines regelbasierten Systems zu stärken und die politische Dynamik hinter den laufenden Prioritäten wiederzubeleben. Da wichtige Themen wie Landwirtschaft, Fischereisubventionen und E-Commerce noch immer ungelöst sind, wird die MC14 die Fähigkeit der Mitglieder auf die Probe stellen, die Umsetzung jüngster Abkommen zu konsolidieren, Verhandlungen über noch offene Mandate voranzutreiben und politische Leitlinien für institutionelle Reformen vorzugeben, damit die WTO in einer fragmentierten Weltwirtschaft glaubwürdig und relevant bleibt.

Systemische Fragen, | 26.03.2026

IKK 2026: Kartellrecht in Gefahr?

Die internationale Kartellkonferenz (IKK) des Bundeskartellamts in Berlin vom 11. bis 13. März stand im Zeichen des aktuellen geopolitischen Wandels. Stellenweise drängte sich der Eindruck auf, dass es kaum mehr um Wettbewerbspolitik ging, sondern darum sie zu schwächen. Ein besorgniserregender Trend, der auch über Deutschland hinaus wirkt.

Handel, | 26.03.2026

Statement gegen EU-USA-Handelsdeal

Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen warnen in einem gemeinsamen Statement vor dem geplanten Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Das Vorhaben drohe soziale und ökologische Standards zu unterminieren und demokratische Regulierungsspielräume weiter einzuschränken. Gefordert wird ein Stopp der Verhandlungen sowie eine handelspolitische Neuausrichtung, die sich an Klimaschutz, Menschenrechten und globaler Gerechtigkeit orientiert.

Private Finanzierung, | 26.03.2026

ClientEarth führt eine Greenwashing-Beschwerde gegen BlackRock

In ihrer ersten Greenwashing-Beschwerde gegen ein Finanzinstitut reichte ClientEarth eine Beschwerde gegen das Investmentunternehmen BlackRock wegen irreführenden Marketings ein. In der Beschwerde wird angeführt, dass BlackRock Greenwashing betreibe, da Investmentfonds, die das Unternehmen als „nachhaltig“ bezeichnete, dies tatsächlich nicht seien – sie hätten über eine Milliarde Euro in fossile Brennstoffunternehmen wie Shell und BP investiert. Seit der Einreichung der Beschwerde hat BlackRock im März 2025 Änderungen an vielen seiner zuvor als „nachhaltig“ und „ESG“ bezeichneten Fonds angekündigt. Dies betraf 17 der 18 Fonds, die in der Beschwerde genannt waren. BlackRock erklärte, dass diese Änderungen vorgenommen wurden, um den neuen Leitlinien der ESMA für die Namensgebung von Fonds zu entsprechen. ClientEarth hält jedoch weiterhin daran fest, dass die Aufsichtsbehörden tätig werden sollten, wenn Anleger in die Irre geführt wurden.

Handel, | 26.03.2026

Zwischen Wettbewerb und Multilateralismus: Herausforderungen der WTO-Ministerkonferenz MC14

Am 26. April, beginnt offiziell die 14. Ministerialkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO). Im Vorfeld hat eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter Brot für die Welt, Both Ends und das Third World Network (TWN), eine Fachtagung unter dem Thema „The Impact of Global Trade Rules on Agriculture and Fisheries Communities: Looking through the WTO and Free Trade Agreements Lens“ organisiert.

Handel, | 26.03.2026

WTO am Scheideweg: Nur Gerechtigkeit kann den Welthandel aus der Krise führen

Die 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (MC14), die vom 26. bis 29. März 2026 in Yaoundé, Kamerun, stattfindet, fällt in eine Phase tiefgreifender Umbrüche im globalen Handelssystem. Geopolitische Machtverschiebungen, wirtschaftliche Unsicherheit und eine zunehmende Abkehr von multilateralen Regeln verschärfen eine Krise, die die WTO seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet. Ihre politische Relevanz steht auf dem Spiel.

Systemische Fragen, | 25.03.2026

Wie Ratingagenturen die Finanzierungsbedingungen im Globalen Süden prägen

Ein neues Briefing von Latindadd und TWN zeigt, wie Kreditratingagenturen über Länderbewertungen die Kosten von Verschuldung, den Zugang zu Kapital und damit wirtschaftspolitische Spielräume im Globalen Süden beeinflussen. Im Fokus steht die Frage, wie ein System vermeintlich objektiver Risikobewertung bestehende Ungleichheiten verstärkt.

Systemische Fragen, | 25.03.2026

Zivilgesellschaft bekräftigt Forderung nach stärkerem Engagement des IWF

In einem gemeinsamen Schreiben an die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgieva, und die Exekutivdirektoren bekräftigt ein Bündnis aus 125 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Forderung, die Einbindungs- und Konsultationsprozesse mit zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der nächsten Überarbeitung der IWF-Leitlinien zur Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft zu verbessern.

Systemische Fragen, | 24.03.2026

Die Hegemonie des Dollars als Macht zur Rechtssetzung

Der sogenannte Einsatz des Dollars als Waffe im Rahmen des eskalierenden geopolitischen Wettbewerbs hat die Aufmerksamkeit auf die Dollar-Hegemonie in den Bereichen des Völkerrechts, der internationalen Beziehungen und der politischen Ökonomie gelenkt. Dieser Artikel leistet einen Beitrag zu Diskussionen über die Vorteile, die den USA aufgrund der internationalen Rolle des Dollars zuteilwerden, sowie zu aufkommenden Debatten über Völkerrecht und politische Ökonomie, indem er aufzeigt, dass die Dollar-Hegemonie als eine Form der internationalen Gesetzgebungsmacht fungiert.

« Ältere TexteNeuere Texte »

Herausgeber