Der Zusammenhang von Handel und Entwicklung
AidWatch Canada veröffentlicht dieses Hintergrundpaper zur Analyse des „Trade-Development Nexus“ bei Global Affairs Canada (GAC). Der Bericht untersucht, wie kanadische Entwicklungshilfe mit Handelsinteressen verknüpft wird, insbesondere in Nigeria. Kritisiert wird die Priorisierung kommerzieller Interessen über Armutsbekämpfung, mit Fokus auf inklusives Wachstum, value chains und private sector engagement. Empfehlungen umfassen bessere Transparenz, Safeguards und Ausrichtung an feministischer Entwicklungspolitik.
Die Welt braucht einen Öl-Einkaufsclub
Während die Welt in eine weitere Energiekrise stürzt, führt die Marktverteilung zu grob ungerechten Ergebnissen, da die Reichen die Armen überbieten. Ein multilateraler Öl-Einkaufsclub ist dringend erforderlich, um eine Preisobergrenze auf den globalen Ölmärkten zu verteidigen und Ressourcen so zu verteilen, dass die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen gedeckt und die wirtschaftlichen Folgen minimiert werden.
Globale Schuldenkrise verschärft sich für Entwicklungsländer
Das Center for Economic and Policy Research (CEPR) analysiert in diesem Bericht die steigenden Schuldenkosten in Entwicklungsländern inmitten überlappender Krisen (Pandemie, Klimawandel, Konflikte). Trotz niedriger Zinsen explodieren Zinszahlungen durch höhere Volumina und Wechsel zu teurer privater Kreditaufnahme; viele Länder zahlen mehr für Schulden als für Gesundheit oder Bildung. Der Text fordert systemische Reformen wie Schuldenerlass, IWF-Reformen und faire Kreditbedingungen.
Während die öffentliche Entwicklungshilfe einbricht, kommen Alternativen nur schleppend voran
Die öffentliche Entwicklungshilfe bricht in beispiellosem Tempo ein. Neue Daten der OECD zeigen für 2025 einen Rückgang um 23,1 Prozent – den größten jährlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen –, der vor allem auf drastische Kürzungen seitens der Vereinigten Staaten zurückzuführen ist. Insgesamt haben 26 von 34 DAC-Mitgliedern ihre Hilfe reduziert. Gleichzeitig deuten neue Analysen der Vereinten Nationen darauf hin, dass andere Quellen der Entwicklungsfinanzierung nicht schnell genug nachrücken. Privates Kapital bleibt aufgrund hoher Kreditkosten weitgehend unzugänglich, während die Mobilisierung inländischer Ressourcen nur langsam vorankommt. Trotz der politischen Verpflichtungen, die auf der Vierten Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD4) in Sevilla eingegangen wurden, ist die Umsetzung in Schlüsselbereichen nach wie vor begrenzt.
Finanzwende-Standpunkt: Das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz – (noch) ein zahnloser Tiger
Das Bundesfinanzministerium will den Zoll neu aufstellen und „bedeutsame“ Fälle von Finanzkriminalität bekämpfen. Ohne eine zentrale, interdisziplinär besetzte Ermittlungseinheit auf Bundesebene wird das nichts.
Der Irankrieg verschärft die Schuldenkrise im Globalen Süden
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs treffen den Globalen Süden mit voller Wucht. Bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank muss ihre Situation in den Mittelpunkt rücken. Ein FR-Gastbeitrag von Benjamin Rosenthal (Misereor).
Steigende Kreditkosten für Entwicklungsländer
ONE veröffentlicht diese Analyse zu den explodierenden Kreditkosten für Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika. Seit 2020 sind die Kosten um 91% gestiegen: Länder zahlten 2024 durchschnittlich 5,1% Zinsen (von 2,7%). Länder wie Kenia, Senegal und Ghana erreichen 8,2%, viele sind komplett ausgeschlossen. Die Studie fordert Reformen der Rating-Agenturen und mehr günstige Finanzierung durch MDBs.
Schulden, Verzögerungen, Abhängigkeiten
Warum öffentliche Banken Kernenergie nicht fördern sollten
Die Welt braucht keine neue Kernenergie. Dennoch steuern Institutionen wie die Weltbank, die ADB und andere Entwicklungsbanken hartnäckig auf eine wirtschaftliche Katastrophe zu, die giftige Abfälle verursacht und die Klimakrise verschärft, indem sie knappe Ressourcen von Technologien abziehen, die sich längst als kostengünstiger, schneller, sauberer und effektiver erwiesen haben. Es gibt viele stichhaltige Argumente gegen diese Verschwendung von Steuergeldern. Dieser Bericht dient als Zusammenstellung wissenschaftlich fundierter Thesen gegen die Renaissance der Kernenergie. In fünf thematischen Artikeln liefern vier renommierte Wissenschaftler und ein Experte für russische Nuklearpolitik wichtige Fakten und Zahlen zu diesem Thema.
Die Weltbank in Zeiten des Umbruchs
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran, geopolitischer Wettstreit und vielschichtige Wirtschaftskrisen prägen die Schlagzeilen vor der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF. Ein neues WEED-Briefing schaut hinter die aktuellen Schlagzeilen und Krisen auf eine Weltbank im Umbruch: Was ist aus dem Reformversprechen bei der Weltbank geworden? Welche strukturellen Verschiebungen laufen still im Hintergrund weiter? Und welche Debatten sollten eigentlich im Vordergrund stehen? Das Briefing liefert eine kritische Bestandsaufnahme laufender Debatten und Entwicklungen vor der Frühjahrestagung, für alle die sich einen Überblick verschaffen wollen.
Die blinden Flecken im neuen IWF-Programm für die Ukraine
Während in Washington über globale Finanzstabilität debattiert wird, zeigt sich im Schatten des neuen Ukraine-IWF-Programms ein Scheitern der bisherigen Ukraine-Schuldenstrategie.