Öffentliche Finanzen, | 9.09.2024

Was kostet eine sichere, lebenswerte und nachhaltige Zukunft?

Diese Studie bildet die zusätzlichen öffentlichen Finanzbedarfe zur Erreichung breit akzeptierter Ziele in zentralen Zukunftsfeldern ab. Insgesamt schätzen die Autor:innen von Dezernat Zukunft über die föderalen Ebenen hinweg einen zusätzlichen Bedarf von 782 Milliarden Euro von 2025 bis 2030. Dieser Bedarf entspricht pro Jahr durchschnittlich circa 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Notwendigkeit signifikanter zusätzlicher öffentlicher Finanzmittel für die Zukunftsfähigkeit und Modernisierung des Landes kann somit zunehmend als Konsens angesehen werden.

Private Finanzierung, | 5.09.2024

EU-Taxonomie: Klage gegen Kriterien bei Schiff und Flugzeug

Nichtregierungsorganisationen gehen gegen die EU-Taxonomie vor. Sie verklagen die Europäische Kommission für ihre Bewertung von fossilen Treibstoffen bei Schiff und Flugzeug als grün. Unternehmen unterstützen derweil schärfere Vorgaben bei Treibhausgasemissionen durch Autos.

Private Finanzierung, | 5.09.2024

Greenwashing: Die Aufsicht macht den Unterschied

Greenwashing schadet Unternehmen finanziell: Jedoch erst, wenn sich Aufsichtsbehörden wie die BaFin einschalten und Greenwashing von Banken und Vermögensverwaltern nachgehen. Das zeigt eine neue Studie von Finanzwende. Leiten die Aufsichtsbehörden Ermittlungen ein, fällt der Börsenkurs der Unternehmen um durchschnittlich 6 Prozent, kommt es zur Durchsuchung sogar um weitere 5 Prozent – verglichen mit dem zu erwartenden Kurs ohne das Eingreifen der Aufsicht. Solche Kursbewegungen setzen das Management unter Druck, ihr Verhalten zu ändern. Die Studie macht deutlich: Eine aktive Finanzaufsicht ist einer der wichtigsten Hebel, um Greenwashing zurückzudrängen.

Öffentliche Finanzen, | 20.08.2024

UN-Ausschuss ebnet den Weg für die neue UN-Steuerkonvention

Steuerhinterziehung und schädlicher Steuerwettbewerb zählen zu den größten Herausforderungen für die Mobilisierung ausreichender Mittel für Entwicklung und öffentliche Dienstleistungen. Die wegweisende Vereinbarung, die am 16. August 2024 in New York erzielt wurde, könnte der internationalen Gemeinschaft endlich ein wirksames Instrument zur Bewältigung dieser Probleme an die Hand geben. Nach drei Wochen intensiver Verhandlungen einigte sich ein Ad-hoc-Ausschuss der UN-Generalversammlung auf die Terms of Reference (ToR) für die neue UN-Rahmenkonvention zur internationalen Steuerkooperation. Die ToR skizzieren sowohl den Weg als auch den Umfang des neuen Übereinkommens.

Öffentliche Finanzen, | 19.08.2024

Besteuerung von extremem Reichtum

Was Länder in aller Welt von einer progressiven Vermögenssteuer profitieren könnten

Angesichts der globalen Herausforderungen brauchen die Länder stabile und verlässliche Einnahmequellen, die ihrer Wirtschaft und Gesellschaft nicht schaden. Eine moderate, progressive Steuer auf Nettovermögen ist ein Instrument zur Erzielung dieser Einnahmen. Die Besteuerung von extremem Reichtum löst nicht nur das Problem der Regressivität des Einkommenssteuersystems für die Superreichen, sondern verringert auch übergreifende Ungleichheiten und stellt sicher, dass diejenigen, die am meisten zur Zerstörung des Planeten beigetragen haben, ihren gerechten Anteil zahlen. In diesem Papier werden für 172 Länder Schätzungen über das Einnahmepotenzial einer moderaten, progressiven Steuer auf Nettovermögen vorgelegt.

Querschnittsaufgaben, | 8.08.2024

Den sozial-ökologischen Wandel gemeinsam gestalten

Maßnahmen für die Stärkung und Vernetzung zivilgesellschaftlicher Nachhaltigkeitsinitiativen

Die Broschüre stellt den Prozess und die Ergebnisse des UBA-Forschungsvorhabens „Zivilgesellschaftliche Nachhaltigkeitsinitiativen auf dem Weg in nachhaltige Politik stärken, skalieren, vernetzen“ vor. Nachhaltigkeitsinitiativen verfügen über ein großes Potenzial, um Transformationsprozesse voranzubringen. Im Vorhaben wurden politische und gesellschaftliche Hürden identifiziert, die die Arbeit von Nachhaltigkeitsinitiativen erschweren, und Lösungsansätze entwickelt, die sich an Verwaltung und Politik richten. Diese Maßnahmen können die Wirksamkeit von Nachhaltigkeitsarbeit stärken. Eingebunden waren Nachhaltigkeitsinitiativen sowie Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung.

Öffentliche Finanzen, | 5.08.2024

5 Irrtümer, die von den Gegnern der UN-Steuerverhandlungen zu erwarten sind …

… und wie man ihnen begegnen kann

Die zweite und letzte Runde der Verhandlungen über das Mandat für eine UN-Steuerkonvention hat in New York City begonnen (siehe den zusammenfassenden Blog von Tax Justice Network über die Ereignisse der ersten Runde). Es geht darum, dass die Länder diese einmalige Gelegenheit nutzen, um solide Leitparameter zu erarbeiten, die den Weg für ein internationales Instrument zur internationalen Zusammenarbeit in Steuerfragen frei machen. Wenig überraschend kommen v.a. von OECD-Mitgliedern teilweise hanebüchene Argumente, um den Prozess möglichst zu verwässern.

Die Reform der internationalen Finanzarchitektur

Was bringt der UN-Zukunftsgipfel?

Der UN-Zukunftsgipfel (Summit of the Future) hat den Anspruch, das multilaterale System fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen, fast 80 Jahre nach der Gründung der Vereinten Nationen. Mit Aussicht auf Erfolg? Ein Meinungsbeitrag von Bodo Ellmers (GPF Europe) für die DGVN.

FfD4-Konferenz, | 1.08.2024

Ende der Addis-Ära

UN-Treffen zieht Bilanz über fast ein Jahrzehnt der Entwicklungsfinanzierung

Vom 22. bis 26. Juni 2024 versammelte sich die internationale Staatengemeinschaft in Addis Abeba zur ersten Sitzung des Vorbereitungsausschusses (PrepCom) für die 4. Internationale Konferenz der Vereinten Nationen über Entwicklungsfinanzierung (FfD4). Das gut besuchte Treffen fand vor dem Hintergrund statt, dass die Zeit knapp wird, um die Finanzierungslücke für die SDGs zu schließen. Gleichzeitig wird es aufgrund der hohen Verschuldung vieler Entwicklungsländer immer schwieriger, geeignete Finanzierungsinstrumente zu finden.

Schulden, | 30.07.2024

Das Plädoyer für die vollständige Abschaffung der IWF-Zuschläge

Historische Präzedenzfälle und eine wachsende Bürde

Dieses Papier plädiert für die Abschaffung der Aufschlagspolitik des Internationalen Währungsfonds (IWF). Es untersucht die Rechtsgeschichte der Aufschläge und unterstreicht, dass es Präzedenzfälle (d.h. 1974, 1981 und 1992) für ihre vollständige Abschaffung gibt. Das Papier zeigt auch, dass Zuschläge eine Belastung für verschuldete Länder sind und dass die offiziellen Argumente des Fonds für ihre Beibehaltung nicht zutreffen.

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