Systemische Fragen, | 5.02.2026

Big Tech im KI-Kaufrausch

Im Jahr 2025 festigte Big Tech seinen Einfluss auf die Zukunft der digitalen Wirtschaft. Eine Auswertung des Big Tech M&A Trackers von SOMO zeigt, dass das Jahr von einer aggressiven Expansion von Fusionen und Übernahmen geprägt war, deren Kernstück die künstliche Intelligenz (KI) bildete. Große Technologieunternehmen übernahmen mindestens 25 Unternehmen – oder deren strategische Vermögenswerte – aus verschiedenen Branchen, darunter Fintech, Quantencomputing, Augmented Reality und Cybersicherheit.

Handel, | 5.02.2026

Tanzkleid statt Zwangsjacke

Die bestehende Welthandelsordnung scheitert an sozialen, ökologischen und geopolitischen Krisen. Es braucht ein neues pragmatisches Paradigma, dass die Handelspolitik in den Dienst von Frieden, Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung stellt. Ein Beitrag von Christian Felber, Brigitta Herrmann und Jürgen Knirsch.

Trumps Farce in Davos

Durch die Gründung der WTO außerhalb der UN, die Invasion des Irak gegen den Beschluss des Sicherheitsrats und die schrittweise Übertragung der Kontrolle über die Volkswirtschaften des Südens an die Weltbank und den IWF (wo die USA ein Vetorecht haben) haben die „Mittelmächte“, angefangen bei den G7-Mitgliedern (Frankreich, Kanada, Japan, Vereinigtes Königreich, Italien, Deutschland zusätzlich zu den USA), die „regelbasierte internationale Ordnung“ mitgeschaffen und davon profitiert, die sie nun als „Fiktion“ brandmarken.

Handel, | 3.02.2026

Mit mehr Exporten gegen Trump und Putin?

Neoliberale Abkommen wie Mercosur und BTIA sind kurz- statt weitsichtig Es ist allerhöchste Zeit, den Mut für einen neuen Weg zwischen Neoliberalismus und Protektionismus zu finden.

Systemische Fragen, | 3.02.2026

Die bevorstehende Krypto-Apokalypse

Die Zukunft des Geldes und des Zahlungsverkehrs wird von einer allmählichen Entwicklung geprägt sein, nicht von der Revolution, die Krypto-Betrüger versprochen haben. Der jüngste Einbruch von Bitcoin und anderen Kryptowährungen unterstreicht einmal mehr die hohe Volatilität dieser pseudo-Anlageklasse. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die Risiken erkennt, bevor es zu spät ist.

Private Finanzierung, | 3.02.2026

Die versteckten Kosten der Kaffeeproduktion in Ostafrikanischen Wertschöpfungsketten

Die Studie untersucht die verdeckten sozialen und ökologischen Kosten der Kaffeeproduktion in Äthiopien, Uganda und Tansania. Mithilfe vereinfachter „True Cost Accounting“-Methoden werden externe Kosten in den Bereichen Klima, Boden, Wasser, Biodiversität, Kinderarbeit, Geschlechterungleichheit und Einkommenslücken ermittelt und monetarisiert. Diese betragen 5–7 US-Dollar pro Kilogramm Kaffee, entsprechend 70–125 % des Erzeugerpreises für Arabica bzw. etwa dem Doppelten beim Robusta. Den größten Anteil verursachen Einkommenslücken der Produzent*innen, besonders in Äthiopien. Die deutlichen Unterschiede zwischen Regionen und Produktionssystemen zeigen die Notwendigkeit detaillierter Analysen entlang der Wertschöpfungskette, um gezielt gegenzusteuern.

Öffentliche Finanzen, | 2.02.2026

Die letzte Chance

2026 entscheidet sich, ob das UN-Steuerabkommen zu einem Wendepunkt für globale Steuergerechtigkeit wird – oder ob die Chance für eine Generation verspielt ist. Während in den UN offen über ein verbindliches Rahmenübereinkommen zur internationalen Steuerzusammenarbeit verhandelt wird, haben die OECD-Staaten hinter verschlossenen Türen bereits vor den USA kapituliert und auf dringend benötigte Einnahmen verzichtet. Das Briefing des Tax Justice Network zeigt, warum Regierungen jetzt ihre steuerliche Souveränität verteidigen und der „Appeasement-Politik“ gegenüber dem Weißen Haus ein Ende setzen müssen.

Guterres warnt vor finanziellem Zusammenbruch der UN

UN-Generalsekretär Guterres hat vor einem bevorstehenden Finanzkollaps der Vereinten Nationen gewarnt. Als Gründe nannte er unter anderem ausbleibende Zahlungen des einst größten Geldgebers USA. „Die Krise vertieft sich, bedroht die Umsetzung von Programmen und riskiert den finanziellen Kollaps.“ Die finanzielle Situation der Organisation verschlechtere sich rapide weiter und wenn keine Lösung gefunden werde, könne im Juli das Geld für das reguläre Budget ausgehen, hieß es am 28. Januar in einem Brief des UN-Chefs an die 193 Mitgliedsstaaten, der den Nachrichtenagenturen afp, dpa und Reuters vorlag.

Systemische Fragen, | 2.02.2026

Rekordjammern trotz Rekordgewinne

Europäische Banken auf Abwegen

Donald Trump dereguliert seine Banken. Der europäische Bankensektor eifert dem nach. Doch der Ruf nach Deregulierung ist gefährlich. Das schreibt Michael Peters von der Bürgerbewegung Finanzwende in der FR-Kolumne „Gastwirtschaft“.

Schulden, | 2.02.2026

Geierfonds gegen Äthiopien – Debt Justice fordert gesetzliche Schranken

Debt Justice verurteilt die Klage von Anleihegläubigern um VR Capital und Farallon gegen Äthiopien, nachdem offizielle Gläubiger den Umschuldungsdeal wegen unzureichender Entlastung abgelehnt hatten. Die Organisation warnt, dass der überhöhte Rückzahlungsanspruch der Bondholder öffentliche Dienste massiv gefährden würde, und fordert von der britischen Regierung, den Debt Relief (Developing Countries) Bill endlich voranzubringen, um Klagen während Umschuldungsverhandlungen zu untersagen und überzogene Forderungen privater Gläubiger zu begrenzen.

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