Handel, | 6.10.2025

Rechtsbündnis gegen Nachhaltigkeit?

„Deutsche Europaabgeordnete der EVP wollen die EU-Lieferkettenrichtlinie abschaffen oder aushöhlen – notfalls gemeinsam mit Rechtsaußen-Fraktionen“, so GPF Europe, Misereor und die Initiative Lieferkettengesetz in einem neuen Briefing.

Klimahilfen sind für reiche Länder ein Geschäftsmodell

Schattenbericht zur Klimafinanzierung

Ein neuer Bericht von Oxfam und dem CARE Climate Justice Center kommt zu dem Ergebnis, dass 65 Prozent der Finanzmittel zur Bekämpfung der Klimakrise an Länder des Globalen Südens in Form von Krediten bereitgestellt werden. Während reiche Länder auf diese Weise von der Klimakrise profitieren, wächst die Schuldenlast der einkommensschwachen Länder und verhindert so weitere Klimaschutzmaßnahmen.

Handel, | 2.10.2025

Die strukturelle Krise Lateinamerikas

Jahrzehntelanges schleppendes Wachstum, vorzeitige Deindustrialisierung und unzureichende Investitionen haben dazu geführt, dass die lateinamerikanischen Länder von Rohstoffexporten abhängig und anfällig für externe Schocks sind. Um ein weiteres verlorenes Jahrzehnt zu vermeiden, müssen die Regierungen mutige industriepolitische Maßnahmen ergreifen, die regionale Integration vertiefen und sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren.

Systemische Fragen, | 2.10.2025

Regionale Zahlungsvereinbarungen in Lateinamerika

In einem globalen Szenario, das von der Vorherrschaft des Dollars und wachsenden monetären Spannungen geprägt ist, sucht Lateinamerika nach Alternativen, die seine finanzielle Autonomie stärken und die regionale Integration fördern. Regionale Zahlungsvereinbarungen (RPAs) entwickeln sich zu einem wichtigen Instrument, um den intraregionalen Handel zu erleichtern, die Abhängigkeit von großen Finanzzentren zu verringern und den Weg für ein souveräneres Entwicklungsmodell zu ebnen.

Private Finanzierung, | 1.10.2025

Neue Studie offenbart Geldgeber der fossilen Flut in Lateinamerika und der Karibik

Fünf Wochen vor dem UN-Klimagipfel im brasilianischen Belém (COP30) offenbart eine heute veröffentlichte Studie, welche Konzerne für die massive Expansion fossiler Aktivitäten in Lateinamerika und der Karibik verantwortlich sind – und welche Banken und Investoren diese Aktivitäten unterstützen. Herausgeber sind die NGOs urgewald (Deutschland), Arayara International Institute (Brasilien), FARN (Argentinien), Conexiones Climáticas (Mexiko) und Amazon Watch (USA/Peru/Ecuador). Parallel zur Studie wurden zwei interaktive Online-Dashboards veröffentlicht, die zeigen, wo die aktuellen Expansionsprojekte geplant sind und welche Konzerne jeweils verantwortlich sind, sowie, welche Banken und Investoren dahinterstehen.

Öffentliche Finanzen, | 30.09.2025

Politik der starken Männer auf Kosten der Schwächsten

Statt langfristiger Planung und Investitionen in Nachhaltigkeit wird auch in der Schweiz aufgerüstet – und zwar massiv. Was bedeutet das für die Armutsbekämpfung, die Klimafinanzierung und die nachhaltige Entwicklung ganz allgemein? Eine Auslegeordnung.

Finanzierungslücken im Katastrophenfall überbrücken

Soziale Sicherungssysteme sollen im Krisenfall schnell und effektiv funktionieren, um arme und benachteiligte Menschen zu schützen. Schwerwiegende Ereignisse (Schocks) überfordern sie allerdings oft und stürzen Millionen Menschen in Armut. Staatliche Klimarisikoversicherungen können betroffene Kommunen unterstützen, sofern die Regierungen die Probleme bei der Umsetzung in den Griff bekommen.

Handel, Querschnittsaufgaben, | 26.09.2025

United States, Inc.

Von „transaktionalen“ Handelsdeals und „Effizienz“-Kampagnen bis hin zu Pay-to-Play-Einwanderungspolitiken scheint Donald Trump entschlossen zu sein, die Vereinigten Staaten wie ein Unternehmen zu regieren. Aber eine gewinnorientierte Regierung wird niemals eine angemessene Versorgung mit öffentlichen Gütern gewährleisten können, und die gesetzlose Version, die Trump, ein Serieninsolvent, verfolgt, eignet sich nur schlecht für etwas anderes als die eigene Bereicherung.

Systemische Fragen, | 25.09.2025

Stiftung Familienunternehmen: das geheime Netzwerk der Superreichen

„Stiftung Familienunternehmen“: Der Name ist geschickt gewählt – er klingt nach Mittelstand, nach Tradition, nach über Generationen geführten kleinen oder mittelgroßen Betrieben. In Wahrheit aber steht die Stiftung für ein elitäres Netzwerk, das vor allem die Interessen der Reichsten vertritt.

Schulden, | 22.09.2025

Die Staatsschuldenkrise: Eine weitere Facette der Menschenrechtsverletzungen

Staatsschulden sind nicht nur Zahlen, die sich in den Berichten des Finanzministeriums oder auf den Bildschirmen internationaler Banken häufen. Sie spiegeln einen langen wirtschaftlichen und politischen Weg wider, der Gesellschaften fragiler gemacht und die Rechte der Menschen unterminiert. Wenn man sich die Gründe für die wachsende Verschuldung in der MENA-Region ansieht, stellt man fest, dass dies kein Schicksal ist, sondern das Ergebnis von Entscheidungen und Politiken, die sich über Jahrzehnte hinweg angesammelt haben.

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