Offshore-Windenergie gegen LNG eintauschen
Eine Niederlage für alle US-Amerikaner
Der beispiellose Deal desUS- Innenministeriums mit TotalEnergies lenkt fast 1 Milliarde US-Dollar an Steuergeldern von der zuverlässigen heimischen Stromerzeugung weg hin zu volatilen fossilen Brennstoffen, die für den Export bestimmt sind. Dies signalisiert einen neuen, korrupten Ansatz, dem US-Stromnetz neue Quellen sauberer Energie vorzuenthalten.
Spielräume nutzen! Über vernachlässigte Hebel in Steuersystemen
Welche Möglichkeiten haben Regierungen in Ländern niedrigen oder mittleren Einkommens, den aktuellen Ausfall von Mittelzuflüssen aus der Entwicklungszusammenarbeit zu kompensieren? Der Artikel zeigt: Nachhaltig wirksame Steuerreformen sind schwierig, aber nicht unmöglich. Es gibt durchaus Möglichkeiten, Steuersysteme aufkommensstärker und gerechter zu gestalten. Häufig können bereits Investitionen in die Modernisierung der Steuerverwaltungen positive Resultate hervorbringen. Auch über Steuervergünstigungen wäre zu reden. Sie werden z.B. für Investitionsförderung oder Armutsbekämpfung eingesetzt, verfehlen jedoch häufig ihre Ziele und verringern das Steueraufkommen erheblich. Für die Umsetzung von Reformen gilt: Mehr als Belehrungen von außen wirkt häufig der horizontale Austausch mit Nachbarländern auf regionaler Ebene. International wäre eine gerechtere Verteilung von Besteuerungsrechten wichtig, damit Staaten weltweit die Leistungsfähigkeit ihrer Fiskalsysteme weiter erhöhen können. Darauf zu warten, macht aber keinen Sinn. Besser ist es, die Spielräume zu nutzen, die sich bereits heute bieten.
Mehr als Parmesan
Australische Käsereien dürfen den von ihnen produzierten Parmesan auch weiterhin so nennen. Nach Zugeständnissen der EU bei geografischen Herkunftsbezeichnungen und Marktzugangsquoten für Agrarprodukte ist es nach mehr als zweijähriger Verzögerung endlich gelungen, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien zum Abschluss zu bringen. Die Einigung ist mehr als ein Handelsdeal – sie ist Teil einer neuen geoökonomischen Ordnung.
Kleine Erfolge, Fortschritte bei Reformen und der digitale Handel als Knackpunkt
Ergebnisse der 14. WTO-Ministerkonferenz
Die Erwartungen an die 14. Ministerkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation (WTO) waren gering. Die Ergebnisse fielen noch magerer aus. Den Mitgliedern gelang es zwar, einige kleine, aber bedeutende Beschlüsse zu verabschieden – insbesondere zur Fortsetzung der Verhandlungen über Fischereisubventionen und zur Verbesserung der Behandlung von Entwicklungsländern im Rahmen der Handelsregeln zu Lebensmittelsicherheit und Produktstandards. Uneinigkeit über die Politik im Bereich des digitalen Handels verhinderte jedoch eine Einigung bei den wichtigen Themen.
Deutschland könnte bis zu 1,1 Mrd. jährlich für Klimafinanzierung mobilisieren
Vor dem Hintergrund des kürzlich vorgestellten Klimaschutzprogramms der Bundesregierung zeigt ein von Global Citizen beauftragtes und von Thomas Hirsch verfasstes Impulspapier auf, wie zusätzliche Mittel für die internationale Klimafinanzierung mobilisiert werden können: durch eine Abgabe auf Premium-Flugtickets.
Frauenrechte unter Druck
Digitale Gewalt im Fokus der CSW70
Frauenrechte stehen weltweit unter zunehmendem Druck. Gleichstellung der Geschlechter und sexuelle und reproduktive Rechte werden längst nicht mehr nur von radikalen Gruppierungen am Rande der Gesellschaft attackiert – rechtspopulistische Regierungen, und allen voran die USA, geben ihnen prominente Rückendeckung. Gleichzeitig verschärfen digitale Technologien neue Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Vor diesem Hintergrund trafen sich vom 9. bis 19. März 2026 in New York tausende Staatenvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen zur 70. Sitzung der UN Frauenrechtskommission (CSW70), dem weltweit größten Forum für Frauenrechte.
Der Dollar in Schwierigkeiten. Ein starker Wertverlust könnte bevorstehen.
Die USA sind mittlerweile die mit Abstand am höchsten verschuldete große Volkswirtschaft gegenüber dem Rest der Welt. Die Politik verschlimmert die Lage, anstatt sie zu verbessern. In den Jahren 2026–2027 steht eine massive und weitreichende Marktkorrektur bevor.
Die gegenseitige Abhängigkeit rächt sich
In der heutigen vernetzten Weltwirtschaft breiten sich geopolitische Schocks über Handels-, Produktions- und Finanznetzwerke aus, die auf Effizienz und nicht auf Widerstandsfähigkeit ausgelegt sind. Wenn Störungen kritische Lieferketten treffen, können vorübergehende Preisspitzen zu anhaltendem Inflationsdruck führen und das Risiko einer Stagflation erhöhen.
Wie Ratingagenturen die Finanzierungsbedingungen im Globalen Süden prägen
Ein neues Briefing von Latindadd und TWN zeigt, wie Kreditratingagenturen über Länderbewertungen die Kosten von Verschuldung, den Zugang zu Kapital und damit wirtschaftspolitische Spielräume im Globalen Süden beeinflussen. Im Fokus steht die Frage, wie ein System vermeintlich objektiver Risikobewertung bestehende Ungleichheiten verstärkt.
Nach dem Ende von USAID
Desinformation und Verschwörungsnarrative über Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland
Die Auflösung der US-Entwicklungsbehörde USAID 2025 führte weltweit zu Diskussionen über die Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit. In deutschsprachigen verschwörungsideologischen, rechtsextremen und pro-russischen Milieus kursierten in diesem Zusammenhang massiv Falschinformationen, Verschwörungsmythen und diskreditierende Narrative über Entwicklungszusammenarbeit. Zu diesen und weiteren Erkenntnissen kommt das neue Research Paper von CeMAS.