Nachhaltige Entwicklung braucht Steuern
Deutsche Doppelbesteuerungsabkommen im Kohärenzcheck
Zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung brauchen Länder stabile Einnahmequellen. Dazu gehört auch die Besteuerung international tätiger Unternehmen. Die Verteilung der Besteuerungsrechte zwischen Staaten regeln Doppelbesteuerungsabkommen.
WeiterlesenDie Kluft zwischen Arm und Reich überwinden
Soziale Ungleichheit als entwicklungspolitische Herausforderung
Wer von Armut spricht, kann zum Reichtum nicht schweigen. Brot für die Welt positioniert sich zu sozialer Ungleichheit: „Armutsbekämpfung und die Minderung sozialer Ungleichheit sind zwei Facetten zukunftsfähiger Entwicklung, die eng miteinander verwoben sind. Das betrifft die Gesellschaften des Südens und des Nordens sowie das globale Miteinander.“
Billionen für die Verwirklichung der Agenda 2030
Von der „Transformation unserer Welt“ zum Anlagemodell?
Die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist eine Mammutaufgabe. Diese Wahrnehmung wird unterstützt von Schätzungen, die davon ausgehen, dass zu ihrer Verwirklichung nicht mehr nur viele Milliarden, sondern Billionen von US-Dollar zusätzlich benötigt werden. Diese Aussicht hat dazu geführt, dass Regierungen allein nicht mehr dazu in der Lage gesehen werden, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu realisieren. Doch während die Finanz- und Privatwirtschaft bereitwillig Mittel zu lukrativen Investitionen beischießt, wird aus dem Blick verloren, dass zur Umsetzung einer Nachhaltigkeitsagenda mehr nötig sein wird, als das Auftreiben neuer und zusätzlicher Finanzmittel. Zumal einige der diskutierten Instrumente nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen sind.
Finance for Future
Was kann eigentlich mein Geld?
„Was kann ich tun?“ Diese Frage wird uns oft gestellt. An Geld denken dabei nur Wenige. Mit dieser Broschüre möchten wir dazu ermutigen, die Hebelwirkung von Geld zu entdecken und die Verwendung von Geld anders zu denken, über das „normale“ Maß hinaus. Ihr Geld kann nämlich mehr: Es kann Sie zur Energiegenoss*in machen, mit Ihrem Geld können Sie ein Mieterstromprojekt gründen oder Ihr Geld kann einfach mal die Bank wechseln. Das sind nur einige Beispiele, die eine Menge bewirken können. Wir wollen Ihr Interesse wecken, bei diesem neuen „Was kann eigentlich mein Geld?“ mitzumachen.
SDGs: Zwischen Investmentchancen und ›Greenwashing‹
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) erfordern nachhaltige Formen von Konsum, Wachstum und Investitionen. Auf dem diesjährigen Forum für Entwicklungsfinanzierung (FfD-Forum) stand daher die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Unternehmen und privates Kapital bei der Erreichung der SDGs spielen.
Die Asiatische Infrastruktur Investment Bank (AIIB)
Eine multilaterale Bank, in der China die Regeln bestimmt
Vor drei Jahren wurde die Asia Infrastructure Investment Bank (AIIB) gegründet, als multilaterale Bank zur Finanzierung von Infrastruktur. China ist ihr größter Anteilseigner, und Chinas „neue Seidenstraße“ soll auch von der AIIB finanziert werden. Deutschland und weitere Länder Europas halten bedeutende Anteile und einen Sitz im Vorstand der Bank. In seinem Beschluss zum Beitritt zur AIIB verlangte der Bundestag, dass die Bundesregierung bei der AIIB hohe Umwelt-, Sozial-, Menschenrechts- und Governance-Standards einfordert, die mindestens denen der Weltbank entsprechen. Dazu gehören auch der Ausschluss von Investitionen in Atom- und Kohlekraftwerke, ein effizientes Monitoring, international übliche Standards hinsichtlich Rechenschaftspflicht und Transparenz und ein unabhängi-ger Beschwerdemechanismus. Als „schlank, sauber und grün“ bezeichnet die Bank sich selbst. Doch wie steht es tatsächlich um Transparenz, Menschenrechtsstandards und Beschwerdemecha-nismen der Betroffenen? Die Analyse von Korinna Horta zum Stand der Dinge nach drei Jahren Geschäftstätigkeit der AIIB ist sehr ernüchternd.
10 Milliarden Dollar
Weltbank setzt auf fossile Energien für Afrika
Trotz der Klimaschutzverpflichtungen der Weltbankgruppe zeigt unsere Überprüfung der Bankaktivitäten für ganz Afrika, dass das Energieportfolio der WBG weit von einem Entwicklungspfad mit niedrigem Ausstoß von Treibhausgasen entfernt ist.
Financing for Sustainable Development Report 2019
Der Financing for Sustainable Development Report 2019 (FSDR) der Inter-Agency Task Force on Financing for Development warnt, dass die Mobilisierung ausreichender Finanzmittel weiterhin eine große Herausforderung bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung darstellt. Trotz Anzeichen von Fortschritten sind Investitionen, die für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) entscheidend sind, nach wie vor unterfinanziert, und Teile des multilateralen Systems stehen unter Druck.
Agrarkonzerne und Finanzindustrie
Die neuen Lieblinge der Entwicklungszusammenarbeit?
FIAN und INKOTA veröffentlichen eine Studie zur immer engeren Verquickung von staatlicher Entwicklungszusammenarbeit mit Finanzinvestoren und Agrarkonzernen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der wachsende Einsatz privater Gelder nicht geeignet ist, Hunger und Armut strukturell zu bekämpfen.
Große Erwartungen
Glaubwürdigkeit und Zusätzlichkeit von Green Bonds
Seit dem Jahr 2007 gibt es mit Green Bonds festverzinsliche Wertpapiere, deren Erlöse nur in Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz fließen. Sie erfreuen sich hoher Beliebtheit, meist ist die Nachfrage von Investoren höher als das Angebot. Doch es gibt kritische Stimmen. In dieser Studie werden die beiden wohl häufigsten Kritikpunkte an Green Bonds untersucht. Zum einen wird Green Bonds mangelnde Transparenz und Glaubwürdigkeit vorgeworfen. Zum zweiten ist fragwürdig, inwieweit Green Bonds tatsächlich zusätzliches Kapital für ökologisch sinnvolle Projekte generieren (sog. Zusätzlichkeit/ Additionalität).