Systemische Fragen, | 30.09.2026

Der IWF vergisst seine Sonderziehungsrechte

Anlässlich des fünften Jahrestags der historischen Zuteilung von Sonderziehungsrechten im Jahr 2021 hat der IWF beschlossen, die Weltwirtschaft nicht erneut zu stützen. Wie bedauerlich. Vor fünf Jahren, als die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft schwer in Mitleidenschaft zog, traf die internationale Gemeinschaft die richtige Entscheidung und teilte Sonderziehungsrechte (SZR) im Wert von 650 Milliarden US-Dollar zu. SZR sind ein Vermögenswert, den der Internationale Währungsfonds (IWF) schaffen kann, um die Liquidität im globalen Finanzsystem zu erhöhen.

Systemische Fragen, | 13.06.2024

Jenseits von Krisen

Die Zukunft der Sonderziehungsrechte als Quelle der Entwicklungs- und Klimafinanzierung

Die Zuteilung von Sonderziehungsrechten (SZR) während der COVID-19-Pandemie hat erhebliches Interesse an der Nutzung von SZR als Instrument der Entwicklungs- und Klimafinanzierung geweckt. In diesem Kurzdossier wird argumentiert, dass die monetäre Logik, die den SZR zugrunde liegt, eine regelmäßige Zuteilung von mindestens 200 Milliarden Dollar pro Jahr und mehr als eine Verdoppelung des Anteils der Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen rechtfertigt. Nach der Zuteilung können Regierungen die SZR auf vielfältige Weise nutzen, unter anderem zur Finanzierung von Entwicklungs- oder Klimaprojekten. In dem Papier werden auch Reformen zur Vertiefung des SZR-Systems im Interesse aller Länder erörtert.

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