Private Finanzierung, | 23.06.2026

Investing in Climate Chaos 2026: Größte fossile Investoren weltweit enthüllt

Während Entscheidungsträger*innen und die Zivilgesellschaft auf der London Climate Action Week über Fortschritte zur Bewältigung der Klimakrise debattieren, veröffentlicht urgewald gemeinsam mit 28 NGO-Partnern eine neue Studie, welche die Rolle tausender institutioneller Investoren bei fossilen Aktivitäten transparent macht. Die Investing-in-Climate-Chaos-Website offenbart, welche Vermögensverwalter, Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungsgesellschaften, Stiftungen und Hedgefonds weiterhin in Kohle-, Öl- und Gasunternehmen investiert sind, die die Klimakrise vorantreiben.

Handel, | 23.06.2026

Die 14. WTO-Ministerkonferenz und ihre Folgen

Die Herausforderungen für Entwicklungsländer im Zusammenhang mit der „WTO-Reform“

Die 14. Ministerkonferenz (MC14) der Welthandelsorganisation im März 2026 befasste sich mit mehreren schwierigen Themen auf ihrer Tagesordnung – eines der umstrittensten und weitreichendsten davon war die Frage der „WTO-Reform“. So wie sie von Industrieländern wie den USA und der EU formuliert wurde, würde eine Reform der Handelsorganisation einige ihrer Grundprinzipien untergraben. Diese Vorschläge stehen in deutlichem Gegensatz zu den langjährigen Forderungen der Entwicklungsländer nach einer Reform der bestehenden WTO-Regeln, die den Einsatz politischer Maßnahmen zur Erreichung der Industrialisierung und des wirtschaftlichen Strukturwandels einschränken.

Öffentliche Finanzen, | 23.06.2026

USA führen Rangliste der Immobilienstandorte für Schwarzgeld an

Die USA sind weltweit das beliebteste Ziel für die Geldwäsche von Schwarzgeld über Immobilien, wie die am 23. Juni veröffentlichte neueste Ausgabe des „Financial Secrecy Index“ zeigt. Aufgrund schwacher bis gar nicht vorhandener Transparenzgesetze erhielten die USA die schlechteste Bewertung beim Indikator für Immobilienbesitz des Index, dicht gefolgt von den anderen WM-Gastgebern Kanada und Mexiko, die im Ranking der Immobilienstandorte für Schwarzgeld den zweiten bzw. fünften Platz belegen.

Schulden, | 22.06.2026

Ein Rahmenkonzept für Klimareparationen für die karibischen SIDS

Dieser Bericht entwickelt ein praktisches und auf Gerechtigkeit ausgerichtetes Rahmenkonzept für Klimareparationen in der Karibik, das über die traditionellen Diskussionen um Verluste und Schäden hinausgeht und den Schwerpunkt stärker auf Verantwortung, Wiedergutmachung und strukturelle Klimagerechtigkeit legt. Er argumentiert, dass die karibischen SIDS nicht lediglich als Empfänger von Klimahilfe behandelt werden dürfen, sondern als Klimagläubiger mit legitimen Ansprüchen auf Reparationsfinanzierung, Schuldengerechtigkeit und politischen Handlungsspielraum.

Prognosen zur öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) für 2026 und die nahe Zukunft

Auswirkungen auf gefährdete Länder und Sektoren

Die Netto-ODA wird im Jahr 2026 voraussichtlich erneut um 6,9 % zurückgehen. Damit ist dies das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang, wodurch die ODA auf den niedrigsten Stand seit 2014 sinkt. Diese Prognosen berücksichtigen weder eine mögliche weitere Verschärfung der anhaltenden Krisen noch zusätzliche haushaltspolitische Maßnahmen zur Bewältigung dieser Krisen. Die ärmsten Länder sind am stärksten betroffen. Die bilaterale ODA für Subsahara-Afrika und die am wenigsten entwickelten Länder wird 2026 voraussichtlich erneut sinken, und zwar um 11,6 % bzw. 10,9 %. Damit ist dies das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang, wodurch beide auf ihren tiefsten Stand seit Anfang der 2000er Jahre sinken. Es ist nicht zu erwarten, dass multilaterale Kanäle diese Lücke schließen werden. Die multilaterale ODA hat ihren langjährigen Aufwärtstrend durchbrochen. Für 2026 wird ein erneuter Rückgang um 3,4 % prognostiziert. Die Kernfinanzierung für UN-Organisationen dürfte von 2024 bis 2026 um rund 31 % sinken und bis 2028 etwa 18 % unter dem Niveau von 2016 bleiben. Die laufenden Reformprozesse des multilateralen Systems werden sich voraussichtlich vor dem Hintergrund deutlich eingeschränkter Finanzmittel vollziehen.

Systemische Fragen, | 18.06.2026

Mehr als 120.000 für konsequente Durchsetzung unserer Techregeln

Am 18. Juni tagten in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der EU mit Kommissionspräsidentin von der Leyen. Ein Bündnis inkl. Rebalance Now hat für diesen Tag eine klare Botschaft mitgebracht: Mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger fordern eine konsequente Durchsetzung unserer Techregeln statt Einknicken vor Trumps und Big Techs Druck aus den USA.

Öffentliche Finanzen, | 17.06.2026

Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern eine dauerhafte Steuer auf die rasant steigenden Gewinne aus fossilen Brennstoffen

Organisationen für Klima- und Finanzgerechtigkeit in ganz Europa fordern Staats- und Regierungschefs auf, eine neue, dauerhafte Steuer auf Gewinne aus fossilen Brennstoffen einzuführen, während diese sich in der Woche des 17. Juni in Brüssel zum Europäischen Rat versammeln. Die Aktivist:innen argumentieren, dass die Unternehmen, die die Klimakrise vorantreiben, einen größeren Beitrag zur Bewältigung ihrer sozialen, wirtschaftlichen und klimatischen Folgen leisten sollten, und fordern die Einführung von Steuern nach dem Verursacherprinzip auf nationaler und EU-weiter Ebene. Außerdem appellieren sie an die Staats- und Regierungschefs, die Besteuerung fossiler Brennstoffe bei den bevorstehenden Verhandlungen zum UN-Steuerabkommen zu unterstützen, da ihrer Ansicht nach auch eine globale Lösung unerlässlich ist.

Private Finanzierung, | 17.06.2026

Offene Immobilienfonds: Reale Risiken

Neues Gutachten zur Lage bei offenen Immobilienfonds in 2026

Die Lage bei offenen Immobilienfonds hat sich in den anderthalb Jahren seit der letzten Finanzwende-Analyse verschlechtert. Einige der damals benannten Risiken sind längst eingetreten. Die Fonds verzeichnen Mittelabflüsse in Rekordhöhe, die meisten kämpfen auf Jahressicht mit Mini- oder Minusrenditen. Drei verweigern gar die Rücknahme von Anteilen – und ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Die Finanzaufsicht BaFin will sich nun für eine realistischere Risikoeinstufung der Fonds stark machen, die bisher oft als sichere Anlage verkauft wurden. Doch die Aufseher sollten mehr zum Schutz der Anleger:innen tun.

Private Finanzierung, | 16.06.2026

Erklärung der G7 Staats- und Regierungschefs zu für beide Seiten vorteilhaften internationalen Partnerschaften.

Aufbauend auf dem Gipfel für einen neuen Finanzpakt (2023), der zur Verabschiedung des Pakts für Wohlstand, Menschen und den Planeten führte, sowie dem „Africa Forward“-Gipfel (2026) setzt sich Frankreich nach eigenem Bekunden weiterhin dafür ein, das traditionelle Modell der Entwicklungshilfe durch internationale Partnerschaften zu transformieren. Die im Rahmen des G7-Gipfels von den Staats- und Regierungschefs verabschiedete Erklärung erkennt an, dass die öffentliche Entwicklungshilfe – die zu 70 % von den G7-Ländern bereitgestellt wird – nicht ausreicht, um den Wachstums- und Beschäftigungsbedarf der Entwicklungsländer zu decken oder ihrem Wunsch nach einer Behandlung als echte Partner gerecht zu werden. Sie bekräftigt die Ansicht, Instrumente zu modernisieren und mehr private Finanzmittel für die Entwicklung zu mobilisieren, insbesondere durch die Entwicklung von Instrumenten zur Risikominderung, wie beispielsweise Garantien.

Wie Investoren Mikrofinanzfonds verantwortlich mitgestalten können

Mikrofinanz wird weithin als Instrument zur Förderung finanzieller Inklusion und Armutsbekämpfung angesehen. Gleichzeitig weisen Forschung, Medienberichte sowie Berichte von Menschenrechtsorganisationen auf die Risiken von Überschuldung durch Mikrokredite in verschiedenen Ländern hin. Das Briefing Paper analysiert die strukturellen Risiken von Überschuldung und beleuchtet die Rolle, die institutionelle Investoren bei der Bewältigung dieser Risiken spielen können. Es stellt konkrete Mindeststandards vor, die institutionelle Investoren im Rahmen von Stewardship und Engagement gegenüber Mikrofinanzinvestmentanbietern einfordern können, um dazu beizutragen, dass Mikrofinanzinvestitionen zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, ohne die finanzielle Vulnerabilität der Kreditnehmer:innen zu verschärfen.

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