UN-Grundsätze zur Sicherheit von Konsumgütern offiziell vorgestellt
Mehr als 400 Teilnehmer aus über 80 Ländern bekräftigten in Genf die Bedeutung des internationalen Dialogs und des gegenseitigen Lernens, um Märkte fair, wettbewerbsorientiert und sicher zu halten. Die Grundsätze der Vereinten Nationen zur Sicherheit von Konsumgütern wurden offiziell vorgestellt und bieten einen neuen globalen Rahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Produktsicherheit. Entwicklungsorientierte Wettbewerbspolitik ist erforderlich, um die Ernährungssicherheit zu unterstützen und widerstandsfähigere Märkte aufzubauen. Die Herausforderungen des digitalen Marktes erfordern eine stärkere internationale Zusammenarbeit und aktualisierte regulatorische Rahmenbedingungen.
Der größte wirtschaftliche Schock aller Zeiten ist der chinesische Merkantilismus
Da Analysten dazu neigen, die Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt der globalen Wirtschaftsgeschichte zu stellen, haben sie die mit Abstand wichtigste Kraft der letzten 50 Jahre übersehen. Für künftige Generationen wird jedoch offensichtlich sein, dass der chinesische Merkantilismus weltweit weitreichendere Folgen hatte als jeder andere wirtschaftliche Schock oder jede andere politische Entscheidung.
Internationale Investitionen in turbulenten Zeiten
World Investment Report 2026
Die weltweiten Investitionen nehmen wieder zu. Allerdings werden sie immer konzentrierter, selektiver und für viele Entwicklungsländer immer schwerer zugänglich.
Follow the Money: Finanzierung spaltet Bewegung
Feministische Bewegungen werden durch eine Finanzierungskrise neu geprägt – es tut sich eine Kluft auf zwischen denen, die Zugang zu Staats- und Privatkapital haben, und denen, die sich für unabhängige Finanzierung einsetzen. Die Konferenz „Women Deliver 2026“ warf die Frage auf: Was bedeutet es, wenn Entscheidungen über Geld hinter verschlossenen Türen ohne Betroffene getroffen werden?
EU-Omnibusgesetze: Wie die Deregulierung Menschenrechte, Umwelt und Verbraucherschutz schwächt
Die Europäische Union baut zentrale Schutzstandards in einem bislang beispiellosen Tempo ab. Unter dem Schlagwort der „Vereinfachung“ werden Umwelt-, Verbraucher*innen- und Menschenrechtsvorschriften gleichzeitig geschwächt oder vollständig abgebaut. Zehn sogenannte Omnibuspakete der Europäischen Kommission greifen tief in bestehende EU-Gesetze ein – vom Lieferkettengesetz über Chemikalien- und Umweltrecht bis hin zu Datenschutz und künstlicher Intelligenz. Mit einem Briefing ordnet PowerShift diese Entwicklungen erstmals systematisch ein.
Klimafinanzierung: Zwei Drittel sind schöngerechnet
Geberländer wie Deutschland blähen ihre Klima-Hilfen auf dem Papier auf, ärmere Länder müssen sich weiter verschulden
Neue Berechnungen von Oxfam zeigen, dass die tatsächliche geleistete Unterstützung der reichen Industrieländer für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in einkommensschwachen Ländern 2024 weit unter dem lag, was die gerade offiziell berichteten Zahlen suggerieren. Tatsächlich entspricht sie nur einem Drittel (32,6 Prozent) der von den Geberländern ausgewiesenen Klimafinanzierung.
Geheimdokumente nicht gemeldet
Arbeitet die Finanzlobby an Lobbyismus-Gesetzen vorbei?
Beim digitalen Euro versuchten Deutsche Bank, Unicredit, DZ Bank und andere anscheinend, am Lobbyregister vorbei Einfluss auf die Bundesregierung zu nehmen. Interne Dokumente aus dem Finanzministerium und der deutschen Vertretung in Brüssel deuten darauf hin, dass dabei womöglich gegen das Lobbyregistergesetz verstoßen wurde. Wegen der intransparenten Machenschaften hat Finanzwende Beschwerde eingelegt. Die Finanzlobby könnte zu hohen Bußgeldern verdonnert werden.
Wir leben in der Weltordnung der Oligarchen. Was können wir tun?
Oligarch*innen beeinflussen unsere Welt nicht nur. Wenn sie weiterhin Reichtum und Macht vereinen, können sie sie auch beherrschen. Die große Herausforderung der Zeit ist es, sie in Schach zu halten.
Steuergerechtigkeit für soziale Entwicklung
Deutschlands Chance in New York: Wenn im August in New York über globale Steuerregeln verhandelt wird, entscheidet sich mit, ob Länder ihre soziale Entwicklung künftig mit eigenen Ressourcen selbstbestimmt gestalten können – und ob Deutschland glaubwürdiger Partner des Globalen Südens ist.
Die Nord-Süd-Kommission soll Deutschlands Rolle suchen
Das Tempo, mit dem internationale Entwicklungsdebatten und entwicklungspolitische Leitbilder wegbrechen, ist hoch. Die AfD will das Entwicklungshilfeministerium abschaffen. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit soll schrumpfen, die Nord-Süd-Kommission eine neue Rolle für Deutschland definieren. Ein Gastbeitrag von Stephan Klingebiel von IDOS für faz.net Premium.