Handel, | 22.04.2026

Europäische ISDS Scorecard

Ranking der schädlichen Effekte von Investitionsschutzabkommen

PowerShift e.V. veröffentlicht gemeinsam mit europäischen Partnerorganisationen die „European ISDS Scorecard“, eine erste vergleichende Analyse der Investitionsschutzpolitik von 30 europäischen Ländern. Die interaktive Scorecard bewertet Staaten anhand von zehn Indikatoren wie Anzahl der Abkommen, Klagen durch Investoren und Klimarisiken. Ergebnis: Europa treibt 55% aller ISDS-Klagen weltweit; Deutschland rangiert auf Platz 3 der problematischsten Politiken, mit großen fossilen Risiken und langen Sunset-Klauseln.

Systemische Fragen, | 22.04.2026

Spring Meetings 2026 Wrap-up

America First verschärft globale Instabilität durch Krieg gegen Iran

Das Bretton Woods Project fasst in diesem Wrap-up die Frühjahrsversammlungen von IWF und Weltbank zusammen, die vom 13. bis 18. April in Washington stattfanden. Der Artikel kritisiert die unzureichende Reaktion der Institutionen auf die neueste Wirtschaftskrise durch US- und israelischen Krieg gegen Iran, der globale Energie- und Nahrungsmittelpreisschocks verursacht. Hervorgehoben werden fehlerhafte Governance-Strukturen, US-Einfluss auf Klimapolitik, Austeritätsbias des IWF und unkoordinierte Reformen der Weltbank, die Multilateralismus weiter schwächen.

Schulden, | 22.04.2026

Warum eine UN-Schuldenkonvention für Klimagerechtigkeit entscheidend ist

In den Ländern des Globalen Südens haben die Schuldenzahlungen an ausländische Gläubiger den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht, wobei sich rund 130 Länder in einer Schuldenkrise befinden oder kurz davor stehen. Angesichts anhaltender globaler geopolitischer und wirtschaftlicher Erschütterungen – darunter der Krieg der USA und Israels gegen den Iran – dürfte sich die Lage weiter verschärfen. Dies schränkt die Fähigkeit der Länder erheblich ein, auf den Klimanotstand zu reagieren und auf erneuerbare Energien umzustellen.

Private Finanzierung, | 22.04.2026

Vorschläge für EFRAG-Umsetzungsleitfaden

Synergien zwischen CSRD und EU-Taxonomie

Das Umweltbundesamt (UBA) legt in dieser Publikation Vorschläge für eine EFRAG-Implementation Guidance vor, die Synergien zwischen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der EU-Taxonomie stärkt. Der Bericht analysiert Überschneidungen beider Rahmenwerke, identifiziert Umsetzungsherausforderungen und schlägt vor, wie Unternehmen redundante Datenerfassung vermeiden und kohärente Berichterstattung erreichen können. Ziel ist eine effizientere Compliance für Unternehmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Lokale Prioritäten in der Entwicklungszusammenarbeit

Das britische Bündnis bond veröffentlicht diesen Bericht zur Analyse von British International Investment (BII) hinsichtlich lokal geführter Entwicklung. Mit einem angepassten ODI-Lokalisierungs-Framework wird BIIs Strategie, Politik, Governance und Investitionen auf Übereinstimmung mit Agency (lokale Prioritäten und Entscheidungen) und Resources (lokale Finanzierung) geprüft. Basierend auf Daten, Policy-Analyse und Informationen aus der Zivilgesellschaft werden Empfehlungen für BII und andere DFIs gegeben, um lokale Führung zu stärken und ODA-Abhängigkeit zu reduzieren.

Handel, | 21.04.2026

Der Zusammenhang von Handel und Entwicklung

AidWatch Canada veröffentlicht dieses Hintergrundpaper zur Analyse des „Trade-Development Nexus“ bei Global Affairs Canada (GAC). Der Bericht untersucht, wie kanadische Entwicklungshilfe mit Handelsinteressen verknüpft wird, insbesondere in Nigeria. Kritisiert wird die Priorisierung kommerzieller Interessen über Armutsbekämpfung, mit Fokus auf inklusives Wachstum, value chains und private sector engagement. Empfehlungen umfassen bessere Transparenz, Safeguards und Ausrichtung an feministischer Entwicklungspolitik.

Systemische Fragen, | 20.04.2026

Thematisches Briefing: Internationale Finanzarchitektur

Der CSO FfD Mechanism veröffentlicht dieses thematische Briefing zur Reform der internationalen Finanzarchitektur im Vorfeld des FfD Forums 2026. Es fasst zivilgesellschaftliche Forderungen zusammen, darunter eine UN-geführte Überprüfung von Blended Finance und privater Finanzierung, Regulierung von Ratingagenturen sowie Stärkung der Borrower’s Platform für besseres Schuldenmanagement in Entwicklungsländern. Betont wird die Notwendigkeit, fiskalischen Raum für SDG-Umsetzung zu schaffen und Multilateralismus zu demokratisieren.

Allgemein, | 20.04.2026

Rahmenprogramm für die INFF Facility 2026-2030

Die Integrated National Financing Framework (INFF) Facility hat ihr Rahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2030 veröffentlicht. Darin legt die Facility fest, wie sie künftig Länder bei der Entwicklung integrierter Finanzierungsrahmen unterstützt, um nachhaltige Entwicklungsziele effizient zu finanzieren. Im Fokus steht die Mobilisierung nationaler Ressourcen durch bessere Koordination von Haushalten, Entwicklungshilfe und privaten Investitionen unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Prioritäten. Das Dokument beschreibt zudem Governance-Strukturen, Leistungsindikatoren und Partnerschaften mit multilateralen Institutionen wie Weltbank und IWF.

Schulden, | 18.04.2026

Caribbean Emancipation 2030: Initiative für Schulden- und Klimagerechtigkeit

Die Kampagne „Caribbean Emancipation 2030“ des Caribbean Policy Development Centre (CPDC) fordert Lösungen für die klimabedingte Schuldenkrise karibischer Inselstaaten. Die interaktive Website stellt ein Modell vor, das Schuldenumstrukturierung mit Klimaschutz verknüpft, um die SDGs bis 2030 zu erreichen. Sie hebt historische Schuldenlasten hervor, aktuelle Klimarisiken und Vorschläge für Schuldenerlass, grüne Investitionen sowie regionale Solidarität.

„Wir verteidigen das Leben“

Brot für die Welt stellt in diesem Blogbeitrag ein Interview mit Marisol García von der kolumbianischen Organisation CENSAT Agua Viva vor. García kritisiert den CO2-Zertifikatehandel als unwirksam für den Klimaschutz, verletzend für Menschenrechte und neue Form des Kolonialismus. In Kolumbien würden indigene Gemeinschaften ihr Land gegen Carbon Credits verteidigen müssen, ohne echte Vorteile zu erhalten. Brot für die Welt unterstützt Partner wie CENSAT bei der Abwehr solcher Projekte und fordert gerechte Alternativen im globalen Klimaschutz.

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