Beiträge multilateraler Entwicklungsbanken zum COP26 Energy Consensus

Die globale Energiewende befindet sich an einem kritischen Wendepunkt. Trotz historischer Zusagen auf der COP28 – Verdreifachung erneuerbarer Energien, Verdopplung der Energieeffizienz und Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in gerechter und fairer Weise – bleiben Investitionen global ungleich verteilt und unzureichend. Multilaterale Entwicklungsbanken (MDBs) sind in einer einzigartigen Position, um diese Lücke zu schließen – doch ihre bisherigen Beiträge, einschließlich fortlaufender Investitionen in fossile Energien, reichen nicht aus.

Private Finanzierung, | 12.11.2025

Der Schlüssel zur Erschließung privater Klimafinanzierungen

Der Weg zu einer gerechten Zukunft mit sauberer Energie führt über den privaten Sektor, doch politische Unsicherheiten behindern weiterhin Innovationen und Investitionen. Nur kohärente politische Maßnahmen, die die Interessen von Investoren, Regierungen und Verbraucher:innen in Einklang bringen, können Klimaschutzversprechen in konkrete Fortschritte umsetzen, die die Menschen und den Planeten schützen.

Handel, | 12.11.2025

Zukunft verzockt – Der hohe Preis des Handelsdeals mit Trump

Die Handelsvereinbarung zwischen der EU und den USA ist ein schwerer Rückschlag für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik. Auf Druck von Bundeskanzler Merz und deutscher Autokonzerne machte die Europäische Kommission weitreichende Zugeständnisse gegenüber Trump. Diese aber unterminieren die dringend notwendige sozial-ökologische Transformation in der EU. Die Kommission streicht bedingungslos die Zölle, verzichtet auf Arbeits- und Umweltstandards, öffnet die Schleusentore für fossile Energie, riskiert milliardenschwere Fehlinvestitionen, gibt Sorgfaltspflichten stückweise preis und opfert eine souveräne Steuer-, Digital- und Sicherheitspolitik.

Private Finanzierung, | 11.11.2025

BMZ-Aktionsplan – Wirtschaftsinteressen im Fokus

Der neue BMZ-Aktionsplan macht die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu einem Schwerpunkt, im Fokus steht auch die Rohstoffsicherung. Damit drohen entwicklungspolitische Kernziele wie die Bekämpfung von Hunger und Armut in den Hintergrund zu rücken. Auch die Ausrichtung an der globalen Nachhaltigkeitsagenda, am Schutz der Menschenrechte und der Verringerung globaler Ungleichheiten wird fraglich.

Öffentliche Finanzen, | 10.11.2025

Ohne faire Besteuerungsrechte keine nachhaltige Entwicklung

Die dritte Verhandlungsrunde über eine UN-Steuerrahmenkonvention in Nairobi 2025

Am 10. November beginnt in Nairobi die dritte zwischenstaatliche Verhandlungsrunde über die Zukunft der internationalen Steuerregeln. Mit einer Steuerrahmenkonvention unter dem Dach der Vereinten Nationen (UN) wird erstmalig ein umfassendes Regelwerk der internationalen Steuerkooperation unter gleichberechtigter Beteiligung der Länder des Globalen Südens erarbeitet. Der Prozess läuft bis Ende 2027. Mehr als 80 Vertreter:innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus aller Welt haben sich angemeldet, um die Verhandlungen in Nairobi zu beobachten. Im neuen Briefing „Ohne faire Besteuerungsrechte keine Nachhaltige Entwicklung“ erläutert Sarah Ganter worum es bei den Verhandlungen geht und welche Rolle die Konvention für ein gerechteres internationales Steuersystem spielen kann.

Systemische Fragen, | 10.11.2025

Deregulierung im Fokus: EU-Kommissionsprogramm für 2026 stößt auf Kritik

Die Kommission hat am 21. Oktober ihr Arbeitsprogramm für 2026 vorgestellt. Ein zentrales Ziel ist die Vereinfachung von Gesetzen und Richtlinien, um sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Verwirklichung des Binnenmarktes voranzutreiben. Umweltverbände warnen: Europa kann sich nicht aus Umwelt- und Sozialkrisen deregulieren. Untätigkeit und Abschaffung von Standards erhöhten sogar die Kosten.

Hinter den Milliarden

Neuer Datensatz deckt 54-Milliarden-Dollar-Lücke in der Transparenz der Klimafinanzierung durch multilaterale Entwicklungsbanken auf

Mit dem Beginn der COP30 richtet sich die Aufmerksamkeit der Welt auf die globalen Bemühungen zur Beschleunigung des Klimaschutzes. Multilaterale Entwicklungsbanken (MDBs) spielen eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Klimafinanzierungen für Schwellen- und Entwicklungsländer (EMDEs), doch es bleiben Fragen offen, wohin ihre Milliarden fließen und wie effektiv sie eingesetzt werden.

Öffentliche Finanzen, | 10.11.2025

 Verschmutzer zahlen lassen

Vorschlag für eine Zusatzsteuer auf die Gewinne der fossilen Brennstoffindustrie

Vor dem Hintergrund wachsender Ungleichheiten und der sich verschärfenden Klima- und Umweltkrise schlägt dieses Papier von Eurodad und der Global Alliance for Tax Justice (GATJ) zusätzliche Steuern auf die Gewinne der fossilen Brennstoffindustrie vor.

Systemische Fragen, | 8.11.2025

Die Macht der Big Four

Der Einfluss der vier großen deutschen Supermarktketten auf die Lebensmittellieferketten

Die Kurzpublikation “Die Macht der Big Four” gibt einen einführenden Überblick über die Marktkonzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und seine Folgen für die Lebensmittellieferketten. Dabei geht die Broschüre auch darauf ein, dass die vier großen deutschen Supermarktketten zunehmend selbst Lebensmittel herstellen und damit mehrere Stufen der Lieferketten kontrollieren.

Systemische Fragen, | 7.11.2025

Swap-Linien: Kappt die US-Zentralbank die Rettungsleine?

Wenn die Finanzwelt ins Straucheln gerät, sind die Swap-Linien der US-Zentralbank oft die letzte Rettung – eine unsichtbare Wurfleine im Sturm der Märkte. Doch was passiert, wenn die Fed unter Trump diese Verbindung kappt? Lesen Sie hier, wie gefährlich das wäre – und welche Alternativen es gibt.

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