CBAM: Kommission schlägt Anpassungen an CO₂-Grenzausgleichsmechanismus vor
Die EU-Kommission hat am 17. Dezember Änderungen am CO2-Grenzausgleichssystems (CBAM) vorgeschlagen. Damit soll die mögliche Umgehung des Systems verhindert werden, außerdem wird CBAM ab 2028 auf bestimmte Stahl- und Aluminium basierende nachgelagerte Produkte ausgeweitet.
Organisationen fordern auf der UNCAC-Konferenz Maßnahmen zur Beendigung korrupter Kreditvergabe und Kreditaufnahme
Eurodad legt gemeinsam mit Transparency International, LATINDADD und der Asian Peoples‘ Movement on Debt and Development (APMDD) auf der 11. Sitzung der UNCAC CoSP einen Bericht über korrupte Kreditvergabe und Kreditaufnahme vor.
„Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“
Der Bericht des ersten G20-Expert:innenkomitees zu Ungleichheit
Oberstes Ziel der Nachhaltigen Entwicklungsagenda ist die Bekämpfung und Überwindung extremer Armut weltweit. Doch auch extremer Reichtum rückt immer stärker in den Fokus. Denn Wirtschaftswachstum als vielbeschworenes Mittel der Armutsbekämpfung greift zu kurz, weil der sogenannte Trickle-Down-Effekt, nach dem der Reichtum von oben nach unten durchsickert, in der Praxis selten eintritt. Das globale Vermögen konzentriert sich immer stärker am oberen Ende der Verteilungsskala. Im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft hat der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa deshalb ein internationales Komitee unabhängiger Expert:innen damit beauftragt, eine Analyse der globalen Ungleichheit inklusive Empfehlungen zu ihrer Bekämpfung vorzulegen. Die Ergebnisse des Berichts, der unter der Federführung des Wirtschaftsnobelpreisträgers Joseph Stiglitz erarbeitet wurde, sind alarmierend.
ADF mobilisiert 11 Milliarden US-Dollar und läutet damit eine neue Ära der Eigenverantwortung Afrikas ein
Der Afrikanische Entwicklungsfonds (ADF), der für konzessionäre Finanzierungen zuständige Arm der Afrikanischen Entwicklungsbank, hat trotz schwerwiegender globaler Haushaltszwänge und sinkender Hilfsbudgets von 43 Partnern einen Rekordbetrag von 11 Milliarden US-Dollar für seine 17. Wiederauffüllung (ADF-17) erhalten, die größte in der Geschichte des Fonds. Das Ergebnis entspricht einer Steigerung von 23% gegenüber der vorherigen Wiederauffüllung und sendet ein klares Signal des Vertrauens in die Entwicklungsaussichten Afrikas, die Führung der Afrikanischen Entwicklungsbankgruppe und ein neues Entwicklungsmodell, das sich auf Investitionen, Risikoteilung und Skaleneffekte konzentriert.
Neues aus dem Bundestag | 16. Dezember 2025
Eine Zusammenstellung von Nachrichten aus den Bereichen (internationaler) Wirtschafts-, Finanz,- Umwelt- und Entwicklungspolitik „hib – heute im bundestag“ mit Neuigkeiten aus Ausschüssen und aktuellen parlamentarischen Initiativen. Diese sind können beim Bundestag per E-Mail-Newsletter hier bestellt werden: https://www.bundestag.de/newsletter.
WeiterlesenSoziale Entwicklung nach dem Zweiten Weltsozialgipfel in Doha 2025
Von Versprechen zur Umsetzung
Beim Zweiten Weltsozialgipfel der Vereinten Nationen in Doha im November 2025 wurde deutlich, dass die Weltgemeinschaft weit davon entfernt ist, die Ziele nachhaltiger Entwicklung zu erreichen und daher dringend von Versprechen zur tatsächlichen Umsetzung kommen muss. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass soziale Entwicklung in enger Verbindung mit globalen Krisen steht. Ohne umfassende soziale Sicherungssysteme kann weder wirksamer Klimaschutz noch Friedenssicherung oder eine nachhaltige wirtschaftliche Transformation gelingen.
Deutsche Wirtschaft in den Startlöchern?
Finanzpolitik bringt Aufschwung auf Pump
Die Deutsche Wirtschaft verzeichnet nach zwei Rezessionsjahren in diesem Jahr ein kleines Wachstum von 0,2 Prozent. Dank fiskalpolitischer Impulse geht es 2026 und 2027 deutlich stärker aufwärts, um 1,3 und 1,6 Prozent. Die Weltwirtschaft zeigt sich trotz US-Zollpolitik robuster als erwartet.
Von Reichtum träumen
Wie Ungleichheit sich selbst aufrechterhält
Wenn Menschen mit großer Einkommensungleichheit konfrontiert werden, entwickeln sie einen unrealistisch optimistischen Blick auf ihre Chancen für einen sozialen Aufstieg. Diese Fehleinschätzung führt dazu, dass sie weniger Unterstützung für politische Umverteilung zeigen – ein Mechanismus, durch den sich gesellschaftliche Ungleichheit selbst stabilisiert. Zu diesem Ergebnis kommen die WZB-Forschenden Julia Baumann und Yiming Liu in ihrer aktuellen Studie, die auf länderübergreifenden Umfragedaten und einem Online-Experiment basiert.
Wie die EU durch die Blockade von Vorschlägen aus dem Globalen Süden den Multilateralismus schwächt
Die Europäische Union hat jüngst in verschiedenen internationalen Foren die Bedeutung des Multilateralismus unterstrichen. Doch die Situation ist nicht, wie sie scheint. In Wirklichkeit untergräbt die EU in erheblichem Maße multilaterale Prozesse, die auf die Demokratisierung und Verbesserung der globalen Wirtschaftsordnung abzielen. Die Unterstützung des Multilateralismus zeigt sich nicht nur darin, bei internationalen Gipfeltreffen aufzutauchen, sondern vor allem daran, welche Positionen die EU in diesen Foren aktiv vertritt. Die Debatte zur internationalen Schuldenarchitektur bietet dabei ein deutliches Beispiel für die Heuchelei der EU.
In Debt to the Planet 2025
Eine Bewertung der Umwelt- und Sozialstrategien im europäischen Bankensektor
Das Streben nach einem stabilen Klima, einer blühenden Natur und einer gerechteren Gesellschaft muss bei den größten Banken Europas neu entfacht werden, da die Fortschritte ins Stocken geraten und Rückschritte zu verzeichnen sind.