Sambias Rohstoffe: Wer profitiert vom Boom?
Reich an Kupfer, Kobalt und Mangan – und doch von Armut geprägt. Sambias Bergbau führt zu schweren Umwelt- und Gesundheitsschäden. Viele Menschen graben mit einfachsten Mitteln selbst nach den Rohstoffen, die für Energiewende und Digitalisierung zentral sind.
Global Gag Rule: tödliche US-Knebel-Regel
US-Präsident Donald Trump hat die sogenannte Global Gag Rule (deutsch: Knebel-Regel) wieder in Kraft gesetzt und dramatisch verschärft. Wie bei der Auflösung der US-amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID sind die Auswirkungen dieser Entscheidung für Entwicklungs- und humanitäre Projekte gravierend und schränken die gesundheitliche Versorgung von Millionen Menschen im Global Süden massiv ein.
Mit Risiken und Nebenwirkungen…
Der WHO fehlt aufgrund des Austritts der USA ein Viertel ihres bisherigen Budgets. Sie ist deshalb gezwungen, alternative Finanzierungsquellen zu suchen und mobilisiert Gelder von privaten Akteuren. Doch zahlreiche Analysen weisen darauf hin, dass deren Einbindung mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sind. Deshalb sollte dieser Weg der Mittelmobilisierung stets sorgfältig geprüft werden.
Catalyzing Africa’s Renewable Energy Transformation
Theory of Change für Afrikas Energiewende
Brot für die Welt und Germanwatch präsentieren eine Theory of Change (ToC) für Afrikas Transformation zu erneuerbaren Energien. Trotz 60% der weltbesten Solarressourcen verfügt Afrika nur über 56 GW erneuerbare Kapazität (hauptsächlich Wasserkraft) und deckt 20% des Energiebedarfs – bei massiver Armut an Strom und sauberem Kochen. Die ToC bietet einen systemischen Rahmen für Dekarbonisierung, wirtschaftliche Chancen und Inklusion, als Leitfaden für Kooperation und Fortschritt.
Wie Deutschland seinen Pflegenotstand zum Problem anderer Länder macht
Brot für die Welt veröffentlicht mit dieser Analyse eine Untersuchung zu den Folgen bilateraler Abwerbeabkommen für Gesundheitsfachkräfte aus Brasilien und Kolumbien nach Deutschland. Die Autoren beleuchten den Fachkräftemangel in den Herkunftsländern, wo deutlich weniger Ärztinnen und Pflegekräfte pro Einwohnerin verfügbar sind als in Deutschland, und warnen vor Risiken für lokale Gesundheitssysteme, insbesondere in ländlichen Regionen. Sie fordern ethische Standards, wie die Beteiligung lokaler Akteure, Kompensation von Ausbildungskosten und „Do-no-harm“-Maßnahmen, um Abwerbeketten zu unterbinden
„Wir verteidigen das Leben“
Brot für die Welt stellt in diesem Blogbeitrag ein Interview mit Marisol García von der kolumbianischen Organisation CENSAT Agua Viva vor. García kritisiert den CO2-Zertifikatehandel als unwirksam für den Klimaschutz, verletzend für Menschenrechte und neue Form des Kolonialismus. In Kolumbien würden indigene Gemeinschaften ihr Land gegen Carbon Credits verteidigen müssen, ohne echte Vorteile zu erhalten. Brot für die Welt unterstützt Partner wie CENSAT bei der Abwehr solcher Projekte und fordert gerechte Alternativen im globalen Klimaschutz.
Deutschland erfüllt internationale Verpflichtung zur Entwicklungszusammenarbeit nicht – trotz globaler Krisen
Die großen kirchlichen Werke für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe, Brot für die Welt und Misereor schlagen Alarm: Die von der OECD bekanntgegebenen Zahlen der öffentlichen Entwicklungsleistungen (Official Development Assistance, ODA) für das Jahr 2025 zeigen einen gefährlichen Abwärtstrend. In Deutschland sank die Quote erneut – von 0.68% im Jahr 2024 auf 0.56% im vergangenen Jahr – und dies trotz verheerender globaler Krisen und damit verbundenen humanitären Notlagen.
Kuba: „Krise übertrifft bisherige Notlagen“
In diesem Blogbeitrag von Brot für die Welt interviewt Michael Billanitsch Lars Bedurke, Abteilungsleiter Bildung, der kürzlich von Kuba zurückkehrte. Bedurke beschreibt die dramatische Lage: nahezu kein Öl mehr, stundenlange Stromausfälle, Nahrungsmittelknappheit und kollabierende Gesundheitsversorgung, die alle früheren Krisen übertrifft. Ursachen sieht er im US-Embargo, weggefallenen Öllieferungen aus Venezuela, Tourismus-Einbruch sowie internen Fehlentscheidungen in Investitionen. Partnerorganisationen wie das Centro Cristiano de Reflexión y Diálogo setzen auf Solaranlagen und lokale Landwirtschaft, während der Weltkirchenrat humanitäre Ausnahmen fordert.
Wirtschaftskooperationen? Auf’s „wie“ kommt es an
Bereits im Herbst letzten Jahres hat das BMZ einen Aktionsplan vorgelegt und darin skizziert, wie die Privatwirtschaft stärker in die entwicklungspolitische Kooperation eingebunden werden soll. Auch im BMZ-Reformplan vom Januar 2026 stehen die Interessen der deutschen Wirtschaft im Fokus. Wie dies im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gelingen kann, muss ausbuchstabiert werden.
UN-Steuerkonvention: Energiegeladene Diskussionen
Bei frostigen Temperaturen bis minus 14 Grad trafen sich vom 2. bis 13. Februar die Staaten der Welt zur vierten Verhandlungsrunde der UN-Steuerrahmenkonvention in New York. Zwei Wochen lang diskutierten die Verhandler*innen darüber, wie ein gerechtes internationales Steuersystem aussehen kann.