Systemische Fragen, | 20.08.2026

Warum beben die US-Anleihemärkte?

Was sagt uns die offensichtliche Anfälligkeit des US-Anleihemarktes? Da Märkte in der Regel nicht ohne Grund reagieren, müssen ihre Signale ernst genommen werden – insbesondere, wenn sie mit einem Rückgang der US-Inflationszahlen und anderer hochfrequenter Wirtschaftsindikatoren einhergehen.

Systemische Fragen, | 12.08.2026

Die monetären Wurzeln des politischen Extremismus

Während die Weltwirtschaft für Plutokraten wie Elon Musk beispiellosen Reichtum generiert, ist sie strukturell von großer Ungleichheit geprägt. Sie ist gefährlich überschuldet, anfällig für wiederkehrende Finanzkrisen und ökologisch katastrophal. In einem solchen Kontext werden radikale Reformen erforderlich sein, beginnend mit der Ablehnung des Geldes als Ware.

Querschnittsaufgaben, | 12.08.2026

Oligarchie

Vor einem Jahrzehnt schlugen Forscher, die sich mit wirtschaftlicher Ungleichheit befassten, Alarm. Sie warnten, dass deren anhaltender Anstieg zu einer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe führen würde. Diese Warnungen bewahrheiten sich nun. Eine Handvoll Personen, die einen rasch wachsenden Anteil am globalen Reichtum besitzen, haben ihren politischen Einfluss aggressiv ausgebaut. Sie nutzen ihn, um den Wettbewerb zu behindern, Arbeitnehmerrechte auszuhöhlen und Finanz-, Umwelt- und Steuerregeln zu ihren Gunsten neu zu gestalten. Die entstehende Oligarchie will die Demokratie nicht nur zerstören – ihr eigenes Überleben hängt davon ab.

Öffentliche Finanzen, | 5.08.2026

Warum Vermögenssteuern immer scheitern

Ein nüchterner Blick auf die Erfahrungen der Vergangenheit zeigt, dass Vermögenssteuern, wo immer sie eingeführt wurden, in der Regel wieder abgeschafft wurden – und das aus gutem Grund. Wenn politische Entscheidungsträger in Kalifornien, New York, Frankreich und anderswo diese alte Idee wieder aufgreifen, sollten sie die Lehren aus dieser Geschichte beherzigen.

Öffentliche Finanzen, | 5.08.2026

Eine globale Steuerreform ist der Schlüssel zu einer fairen KI-Wirtschaft

Der Aufstieg von KI hat deutlich gemacht, wie ungeeignet das globale Steuersystem ist, um die aus dieser Technologie erzielten Gewinne zu erfassen. Zwar erfordert die Schaffung einer gerechten KI-Wirtschaft letztlich einen dauerhaften und robusten multilateralen Steuerrahmen, doch können Steuern auf digitale Dienstleistungen als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel dienen.

Handel, | 23.07.2026

Globale Ungleichgewichte neu überdenken

Die heutigen globalen Ungleichgewichte, angefangen bei Chinas massivem Handelsüberschuss, sind nicht einfach das Ergebnis einer mangelhaften makroökonomischen Koordinierung. Vielmehr spiegeln sie ein langfristiges strategisches Denken wider und eine Abkehr von der Ausrichtung auf Offenheit, auf der die Handelsordnung der Nachkriegszeit aufgebaut war.

Systemische Fragen, | 16.07.2026

Wohin führt die globale finanzielle Fragmentierung?

In Debatten über geopolitische Fragmentierung wird immer wieder der Traum des verstorbenen Ökonomen Robert Mundell von einer einheitlichen Weltwährung heraufbeschworen. Die Beteiligten sollten jedoch die praktischen Erfahrungen mit dem Euro im letzten Vierteljahrhundert im Blick behalten.

Handel, | 13.07.2026

Der größte wirtschaftliche Schock aller Zeiten ist der chinesische Merkantilismus

Da Analysten dazu neigen, die Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt der globalen Wirtschaftsgeschichte zu stellen, haben sie die mit Abstand wichtigste Kraft der letzten 50 Jahre übersehen. Für künftige Generationen wird jedoch offensichtlich sein, dass der chinesische Merkantilismus weltweit weitreichendere Folgen hatte als jeder andere wirtschaftliche Schock oder jede andere politische Entscheidung.

Systemische Fragen, | 30.06.2026

Die wahre Wettbewerbsfalle

Politiker, die sich sowohl in Europa als auch darüber hinaus auf die Wettbewerbsfähigkeit fixieren, müssen alte Dogmen hinter sich lassen. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass in Europa seit zwei Jahrzehnten Kapital reichlich vorhanden und günstig ist und die Unternehmensgewinne hoch sind, während Investitionen, Produktivität und Löhne stagnieren und der Anteil der Arbeit am Gesamteinkommen geschrumpft ist.

| 8.05.2026

Verschärft das globale Finanzsystem den Hormuz-Schock?

Die bestehende globale Finanzarchitektur sollte eigentlich für Stabilität sorgen, indem sie bei Kapitalabflüssen Liquidität bereitstellt und anfällige Volkswirtschaften vor Schocks schützt. Warum bewirkt das System also genau das Gegenteil?

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