Systemische Fragen, | 8.04.2026

Die Frühjahrstagung des IWF muss drei Reformen hervorbringen

Kenias jüngste Entscheidung, auf Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds zu verzichten, verdeutlicht die Asymmetrie, die der multilateralen Finanzarchitektur zugrunde liegt. Wenn sich die politischen Entscheidungsträger zur Frühjahrstagung versammeln, haben sie die Gelegenheit, diese strukturellen Ungleichgewichte anzugehen, angefangen mit einer grundlegenden Überarbeitung des Quotensystems des IWF.

Systemische Fragen, | 27.03.2026

Die gegenseitige Abhängigkeit rächt sich

In der heutigen vernetzten Weltwirtschaft breiten sich geopolitische Schocks über Handels-, Produktions- und Finanznetzwerke aus, die auf Effizienz und nicht auf Widerstandsfähigkeit ausgelegt sind. Wenn Störungen kritische Lieferketten treffen, können vorübergehende Preisspitzen zu anhaltendem Inflationsdruck führen und das Risiko einer Stagflation erhöhen.

Systemische Fragen, | 25.02.2026

Stablecoins bergen neue Risiken für Schwellenländer

Stablecoins entwickeln sich in Afrika, Asien und Lateinamerika rasch von Zahlungsmitteln zu einer vollwertigen Finanzinfrastruktur und bringen Risiken mit sich, die in der US-zentrierten Debatte weitgehend übersehen wurden. Da parallele Zahlungssysteme über den Geltungsbereich der bestehenden Bankvorschriften hinauswachsen, müssen die politischen Entscheidungsträger den Regulierungsrahmen erweitern.

Handel, Systemische Fragen, | 6.02.2026

Der finanzielle Golfstrom nähert sich einem Kipppunkt

Jahrzehntelang beruhte die Weltwirtschaft auf einer Finanzvereinbarung, die es den Vereinigten Staaten ermöglichte, günstig Kredite aufzunehmen und einen Großteil der weltweiten Produktionsüberschüsse aufzunehmen. Doch dieses System beginnt angesichts eskalierender geopolitischer Spannungen und wachsender Zweifel an der Stabilität der US-Politik zu bröckeln.

Systemische Fragen, | 3.02.2026

Die bevorstehende Krypto-Apokalypse

Die Zukunft des Geldes und des Zahlungsverkehrs wird von einer allmählichen Entwicklung geprägt sein, nicht von der Revolution, die Krypto-Betrüger versprochen haben. Der jüngste Einbruch von Bitcoin und anderen Kryptowährungen unterstreicht einmal mehr die hohe Volatilität dieser pseudo-Anlageklasse. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die Risiken erkennt, bevor es zu spät ist.

Handel, | 14.11.2025

Freihandel kann keinen Frieden bringen

Seit Jahrzehnten prägt die liberale Überzeugung, dass offener Handel den Frieden fördert, die Außenpolitik der USA. Das funktionierte, solange die Sicherheitsgarantien der USA das System zusammenhielten. Da diese Verpflichtungen schwächer werden und neue Mächte sich behaupten, bricht die multilaterale Handelsordnung rapide zusammen.

Private Finanzierung, | 12.11.2025

Der Schlüssel zur Erschließung privater Klimafinanzierungen

Der Weg zu einer gerechten Zukunft mit sauberer Energie führt über den privaten Sektor, doch politische Unsicherheiten behindern weiterhin Innovationen und Investitionen. Nur kohärente politische Maßnahmen, die die Interessen von Investoren, Regierungen und Verbraucher:innen in Einklang bringen, können Klimaschutzversprechen in konkrete Fortschritte umsetzen, die die Menschen und den Planeten schützen.

Systemische Fragen, | 6.11.2025

Afrikas finanzielle Souveränität steht unter Beschuss

Kritiker:innen und Ratingagenturen stellen die Legitimität des Status der Afreximbank als bevorrechtigter Gläubiger infrage. Indem sie Zweifel an der Zuverlässigkeit afrikanischer Institutionen säen, drohen sie die Fähigkeit des Kontinents zu untergraben, eine souveräne Finanzarchitektur aufzubauen, die seinen strukturellen Wandel unterstützen kann.

Handel, | 5.11.2025

Chinas Eigentor bei Seltenen Erden

Während nach gängiger Meinung die USA von chinesischen Seltenen Erden abhängig sind, was sie in eine schwerwiegende geopolitische Nachteilssituation bringt, ist es in Wirklichkeit China, das für höherwertige Seltenerdverbindungen von den USA (und anderen Ländern) abhängig ist. Jede chinesische Beschränkung der Seltenerd-Exporte dürfte daher vor allem China selbst schaden.

Handel, | 2.10.2025

Die strukturelle Krise Lateinamerikas

Jahrzehntelanges schleppendes Wachstum, vorzeitige Deindustrialisierung und unzureichende Investitionen haben dazu geführt, dass die lateinamerikanischen Länder von Rohstoffexporten abhängig und anfällig für externe Schocks sind. Um ein weiteres verlorenes Jahrzehnt zu vermeiden, müssen die Regierungen mutige industriepolitische Maßnahmen ergreifen, die regionale Integration vertiefen und sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren.

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