Systemische Fragen, | 20.10.2026

Jenseits von Bangkok stellt sich die Frage: Wer kontrolliert die Finanzen, die Ressourcen und unsere Zukunft?

Die Jahrestagungen des IWF und der Weltbank in Bangkok haben die Legitimitätskrise der internationalen Finanzarchitektur offengelegt. In einer Zeit, die von Krieg, ökologischer Zerstörung, Schuldenkrise und zunehmender Ungleichheit geprägt ist, bieten die Institutionen weiterhin die altbekannten Lösungen an: Haushaltskonsolidierung, Risikomanagement und die Mobilisierung von Privatkapital. Ihre Sprache hat sich angepasst. Die Verteilung der wirtschaftlichen Macht jedoch nicht.

Querschnittsaufgaben, | 16.03.2026

Von Schulden zu Krieg: Warum Frauen die Kosten ökonomischer Krisen tragen

Ökonomische Krisen sind nie geschlechtsneutral. Der Beitrag von MENA Fem Movement zeigt, wie Schulden, Austerität und Militarisierung zusammenwirken und Frauen besonders hart treffen — durch Kürzungen bei sozialen Leistungen, wachsende Care-Arbeit und zunehmende ökonomische Unsicherheit.

Der Einfluss des IWF und der Weltbank auf die MENA-Region

Die Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) tritt in eine neue Phase der Schuldenabhängigkeit ein, die ihre politische, soziale und wirtschaftliche Landschaft neu gestaltet. Ein neues Hintergrundpapier deckt auf, wie arabische Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zunehmend vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank abhängig geworden sind – nicht nur in Bezug auf die Finanzierung, sondern auch in einer Weise, die es diesen Institutionen ermöglicht, weitreichende Bedingungen für die nationale Politikgestaltung aufzuerlegen.

Systemische Fragen, | 2.05.2025

Die Unfähigkeit, die Lage richtig einzuschätzen

Feministische Reflexionen über die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds bei den Frühjahrstagungen 2025

Uns wurde gesagt, die Weltwirtschaft sei „auf Kurs“. Doch in Ländern der MENA-Region, Afrikas und des globalen Südens führt dieser Kurs zu höherer Verschuldung, schlechteren öffentlichen Dienstleistungen und größerer Ungleichheit. Das Wirtschaftssystem, über das derzeit in Washington DC diskutiert wird, wurde geschaffen, um Gläubigern zu dienen, nicht den Gemeinschaften. Es schließt Frauen und die am stärksten betroffenen Gemeinschaften weiterhin von Entscheidungsprozessen aus, während sie den höchsten Preis zahlen müssen.

NGO-Reaktionen auf Ergebnisse von COP 29

Als Reaktion auf das COP29-Klimaabkommen, in dem sich reiche Länder bereit erklären, jährlich 300 Milliarden US-Dollar bereitzustellen, um Ländern des globalen Südens bei der Bewältigung der Erderwärmung und der Umstellung auf erneuerbare Energien zu helfen, haben mehrere internationale Nichtregierungsorganisationen kritische Analysen und Blogbeiträge veröffentlicht. Hier eine Auswahl.

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Systemische Fragen, | 15.10.2024

Off track: Der lange Weg zur Integration von Klimaschutzmaßnahmen in die Kreditvergabe des IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sein Engagement im Bereich des Klimawandels in den letzten Jahren erheblich verstärkt, indem er die makrokritischen Auswirkungen der Klimakrise anerkannt und Klimaanalysen und Politikberatung in seine Überwachung, seinen Kapazitätsaufbau und seine Kreditvergabe integriert hat. Ein IWF, der sich am Pariser Abkommen orientiert, könnte eine entscheidende Rolle bei den internationalen Bemühungen zur Bewältigung der Klimakrise spielen, indem er die Mobilisierung multilateraler Ressourcen, öffentliche Investitionen in erneuerbare Energien, eine grüne Industriepolitik, Finanzregulierung und grüne Zentralbanken sowie den Schuldenerlass zur Schaffung von fiskalischem Spielraum für Klimaschutzmaßnahmen vorantreibt. Dieser Bericht kommt jedoch zu dem Schluss, dass der IWF stattdessen Argumente des Klimawandels verwendet, um Sparmaßnahmen in vielen seiner aktuellen Darlehensprogramme zu rechtfertigen.

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