Edeka und Rewe wollen Tegut-Filialen übernehmen – die Folgen wären drastisch
Ulrich Müller argumentiert in diesem Gastbeitrag, dass das Bundeskartellamt die Übernahme von Tegut-Filialen durch Edeka und Rewe verhindern sollte. Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel würde Preise für Verbraucher erhöhen und Druck auf Lieferanten verstärken. Er warnt vor weniger Wettbewerb, Jobverlusten und regionaler Versorgungsgefahr, da Tegut als Bio- und Regionalpionier eine Alternative zu den Marktführern bot
Der Irankrieg verschärft die Schuldenkrise im Globalen Süden
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs treffen den Globalen Süden mit voller Wucht. Bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank muss ihre Situation in den Mittelpunkt rücken. Ein FR-Gastbeitrag von Benjamin Rosenthal (Misereor).
WTO-Gipfel in Kamerun endet im Desaster
Welthandel unter größtem Druck seit dem Zweiten Weltkrieg
Ernüchtert blickt Axel Berger von IDOS auf die 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation, die in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, ohne Beschlüsse zu Ende ging. Nun seien pragmatische Lösungen und die Suche nach verlässlichen Allianzen für die Reform des multilateralen Handelssystems gefragt.
EU-Handels-Deal mit Trump: Ein gefährliches Spiel
Roland Süß warnt vor dem geplanten EU‑Handelsdeal mit Präsident Trump, weil dieser die EU trotz neuer Zusagen mit immer neuen Strafzöllen unter Druck setzt und damit als unzuverlässiger Partner erscheint. Ein Abkommen würde der EU zwar kurzfristig Erleichterung im Zollstreit verschaffen, zugleich aber zentrale sozial‑ökologische Regulierungen und Steuerinitiativen zugunsten US‑amerikanischer Konzerninteressen schwächen.
Entwicklungszusammenarbeit: Vier Milliarden Euro versickern in Investmentfonds – Kosten fressen Gewinne auf
Die Entwicklungszusammenarbeit setzt auf private Investmentfonds als Finanzierungsquelle. Doch ein Vorzeigefonds zeigt: Die Kosten fressen alle Erträge auf. Ein Gastbeitrag von Roman Herre (FIAN) in der Frankfurter Rundschau.
IWF unter Druck: Strafzinsreform bringt Erleichterung, doch die Kritik bleibt
Hartnäckiger öffentlicher Druck auf den IWF hat Wirkung gezeigt: Kreditkosten sinken, die Abschaffung der Strafzinspolitik ist aber weiterhin notwendig.
Der Internationale Währungsfonds hat rund eine Woche vor der Jahrestagung 2024 in Washington D.C. die von vielen Seiten geforderte Überprüfung seiner Strafzinspolitik abgeschlossen. Die gute Nachricht ist, dass der hartnäckige öffentliche Druck auf den IWF durch zivilgesellschaftliche Organisationen und renommierte Ökonom*innen weltweit Wirkung gezeigt hat. Die neuen Maßnahmen zur Senkung der Kreditkosten sind ein positiver und längst überfälliger Schritt. Die zentrale Kritik an der IWF-Strafzinspolitik bleibt jedoch bestehen: Länder, die ohnehin am stärksten von Krisen betroffen sind, werden weiterhin durch abstrafende Zinszuschläge belastet. Besonders erschütternd ist das Beispiel der Ukraine, die trotz Kriegszustand Strafzinsen zahlen muss. In einem aktuellen Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau haben Verena Kröss und Kristina Rehbein die jüngste Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) eingeordnet und Forderung nach einer kompletten Abschaffung der Strafzinspolitik wiederholt.