Geheimdokumente nicht gemeldet
Arbeitet die Finanzlobby an Lobbyismus-Gesetzen vorbei?
Beim digitalen Euro versuchten Deutsche Bank, Unicredit, DZ Bank und andere anscheinend, am Lobbyregister vorbei Einfluss auf die Bundesregierung zu nehmen. Interne Dokumente aus dem Finanzministerium und der deutschen Vertretung in Brüssel deuten darauf hin, dass dabei womöglich gegen das Lobbyregistergesetz verstoßen wurde. Wegen der intransparenten Machenschaften hat Finanzwende Beschwerde eingelegt. Die Finanzlobby könnte zu hohen Bußgeldern verdonnert werden.
Offene Immobilienfonds: Reale Risiken
Neues Gutachten zur Lage bei offenen Immobilienfonds in 2026
Die Lage bei offenen Immobilienfonds hat sich in den anderthalb Jahren seit der letzten Finanzwende-Analyse verschlechtert. Einige der damals benannten Risiken sind längst eingetreten. Die Fonds verzeichnen Mittelabflüsse in Rekordhöhe, die meisten kämpfen auf Jahressicht mit Mini- oder Minusrenditen. Drei verweigern gar die Rücknahme von Anteilen – und ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Die Finanzaufsicht BaFin will sich nun für eine realistischere Risikoeinstufung der Fonds stark machen, die bisher oft als sichere Anlage verkauft wurden. Doch die Aufseher sollten mehr zum Schutz der Anleger:innen tun.
Finanzwende-Standpunkt: Eine Finanz-Biokiste für die Transformation vor der eigenen Haustür
Über 500 Milliarden Euro: Diese Summe müssen wir in Europa im Energiebereich jährlich investieren, um die Erderwärmung zu begrenzen und unser Klimaziel für 2030 zu erreichen.
Wallet Wars
Der Kampf der Bankenlobby gegen den digitalen Euro
Finanzwende enthüllt in dieser Lobby-Recherche, wie Banken und Finanzakteure mit Positionspapieren, Treffen und Medienarbeit den digitalen Euro bremsen, um Profite aus Einlagen und Zahlungsverkehr zu schützen. Die Kampagne schürt Ängste vor Finanzinstabilität und hoher Kosten, während die EZB-Kommission 58 Mal mit Branchenvertretern traf, aber nur einmal mit Zivilgesellschaft. Ergebnis: Vorschläge für unattraktiven digitalen Euro mit Höchstbeträgen, fehlender Verzinsung und hohen Gebühren zugunsten der Banken.
Finanzwende-Standpunkt: Das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz – (noch) ein zahnloser Tiger
Das Bundesfinanzministerium will den Zoll neu aufstellen und „bedeutsame“ Fälle von Finanzkriminalität bekämpfen. Ohne eine zentrale, interdisziplinär besetzte Ermittlungseinheit auf Bundesebene wird das nichts.
Von Herrenclubs und Finance Bros
Männlichkeitsnormen und ihr Einfluss auf die Finanzwelt
Kaum eine Branche ist so männlich dominiert wie die Finanzbranche. Ob auf dem Posten des Finanzministers, in den Chefetagen der großen Banken und Versicherungen, im Fondsmanagement oder auf der Täterseite der großen Finanzskandale – Frauen sind eine echte Rarität. Das ist kein Zufall, sondern historisch und strukturell gewachsen.
Greenwashing in ESG-Fonds
Neue Namensleitlinien zeigen Wirkung – doch große Schlupflöcher bleiben
Eine neue Studie von Finanzwende und urgewald in Kooperation mit Facing Finance zeigt: Die im Mai 2025 eingeführten Namensleitlinien der Aufsichtsbehörde European Securities and Markets Authority (ESMA) haben zwar zu mehr Transparenz und weniger fossilen Investitionen in Fonds mit Nachhaltigkeitsbegriffen geführt. Doch viele Anbieter konnten durch eine gezielte Umbenennung ihrer Fonds weiterhin massiv in Kohle, Öl und Gas investiert bleiben.
Rekordjammern trotz Rekordgewinne
Europäische Banken auf Abwegen
Donald Trump dereguliert seine Banken. Der europäische Bankensektor eifert dem nach. Doch der Ruf nach Deregulierung ist gefährlich. Das schreibt Michael Peters von der Bürgerbewegung Finanzwende in der FR-Kolumne „Gastwirtschaft“.
Finanzwende-Standpunkt: Banken zahlen Bankenrettung? Merz und Klingbeil haben die Wahl!
„Kanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil sollten die aktuelle Chance nutzen, Banken für frühere Bankenrettungen zahlen zu lassen. Das wäre Politik im Sinne der Bürger*innen.“
Finanzwende-Standpunkt: „Umfassende“ CumEx-Ermittlungen bei der LBBW?
„Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verursachte durch illegale CumEx-Geschäfte rund 150 Millionen Euro Schaden. Bei der Aufklärung versagen sowohl das Justizministerium als auch die Staatsanwaltschaft.“