Schulden, | 28.04.2026

Schuldenreport 2026

Krieg am Golf verschärft Auslandsschuldenkrise im Globalen Süden

Handels- und geopolitische Spannungen sowie anhaltende und neue Kriege führen in vielen Ländern des Globalen Südens zu einer weiteren Belastung der Staatshaushalte. Besonders in Ländern, die bereits stark durch Zins- und Kreditrückzahlungen an ausländische Gläubiger belastet sind, steigt dadurch das Risiko von öffentlichen Auslandsschuldenkrisen.

In 44 Staaten des Globalen Südens sind die Staatshaushalte durch Zins- und Tilgungszahlungen an ausländische Gläubiger sehr hoch belastet. Dazu zählen auch Ghana, Sambia, Sri Lanka und Suriname, die in den vergangenen Jahren Umschuldungen im Rahmen eines IWF-Programms ausgehandelt haben und weiterhin mit die höchsten Belastungen weltweit aufweisen. Ihr fiskalpolitischer Handlungsspielraum ist dadurch massiv eingeschränkt. Weitere 25 Staaten sind hoch belastet; in 15 Ländern besteht ein latentes Belastungsrisiko.

Der Schuldenreport, der jedes Jahr vom deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und Misereor herausgegeben wird, analysiert jeweils aktuell die Belastung durch Auslandsschulden von Staaten weltweit sowie die Rolle Deutschlands in der internationalen Entschuldungspolitik und gibt Empfehlungen für den Umgang mit der globalen Schuldenkrise.

Weiterlesen (extern)

weitere Texte

Von der Systemkrise zur Gerechtigkeitskrise in der arabischen Welt

Arab NGO Network for Development - ANND

Deutschland stärkt Investitionen in Afrika

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Öffentliche Gewährleistungen gezielt für Transformationsinvestitionen nutzen

Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft