Schulden, | 30.03.2023

Schuldenreport 2023

Trotz einer leichten weltwirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021 bleibt die Verschuldungssituation im Großteil der Länder des Globalen Südens weiter angespannt. Zwar gibt es politische Willensbekundungen, Entschuldungsverfahren zu verbessern, gleichzeitig blockieren jedoch die Interessen unterschiedlicher Gläubigergruppen rasche Fortschritte. 136 von 152 untersuchten Staaten im Globalen Süden sind kritisch verschuldet, davon 40 Länder sehr kritisch. Prognosen zeigen, dass sich die Situation durch den Krieg in der Ukraine und die globale Zinswende weiter verschlechtern wird.

Kritisch oder sehr kritisch verschuldet sind 64 Prozent der Länder des Globalen Südens, im Vergleich zu 37 Prozent vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Besonders betroffen sind die Regionen Lateinamerika/Karibik und Subsahara-Afrika. Hier befinden sich rund drei Viertel der untersuchten Staaten in einer kritischen oder sehr kritischen Schuldensituation. Die G7- und EU-Staaten, darunter Deutschland, sind in besonderer Weise politisch verantwortlich gegenüber der Gruppe der sehr kritisch verschuldeten Staaten: 58 Prozent der ausstehenden Forderungen sind ihnen direkt oder indirekt zuzuordnen.

Der Schuldenreport 2023, herausgegeben von erlassjahr.de und Misereor, analysiert die Verschuldungssituation von Ländern im Globalen Süden sowie die Rolle Deutschlands in der internationalen Entschuldungspolitik und zeigt konkrete Empfehlungen und Handlungsoptionen auf.

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