Schulden

Von besonderer Bedeutung für die Handlungsfähigkeit von Staaten ist die Staatsverschuldung. Das gilt um so mehr in Folge der großen Krisen der letzten 20 Jahre allein, die Staatshaushalte auf der ganzen Welt enorm belastet haben. Am drängendsten ist aber die Frage, wie staatliche Kreditaufnahme in Zukunft nachhaltig ausgestaltet werden kann bzw. wie sie mit diesem Ziel umgebaut werden muss, für die Länder des Globalen Südens. Unter anderem die Einrichtung eines gleichberechtigten Staatsinsolvenzverfahrens, das auch private Gläubiger mit in die Pflicht nimmt, ist eines der großen Probleme der globalen Governance.

Schulden | 21.05.2026

Interview: „Dieses Wirtschaftssystem zerstört den Planeten und das Leben der Menschen“

Nach den Zerstörungen durch den Zyklon Ditwah Ende 2025 zeigt sich die brutale Verknüpfung der Krisen in Sri Lanka: Weil der Staat unter dem mittlerweile 17. IWF-Programm harte Sparauflagen umsetzen muss und Subventionen streicht, verlagert sich die Last direkt auf die Haushalte. Um das Überleben zu sichern, boomt ein unregulierter Mikrokreditmarkt, der vor allem Frauen in eine ausweglose Verschuldungs- und Gewaltspirale treibt.

Schulden | 17.05.2026

Die Illusion der Entlastung

Warum die Umschuldungen der privaten Auslandsschulden der Ukraine zu Rettungsaktionen und einer explodierenden Verschuldung führen könnten

Während sich die Ukraine mitten in einem verheerenden Krieg befindet, wurde die Umstrukturierung ihrer privaten Auslandsschulden für die Jahre 2024 und 2025 weithin als großer Erfolg und großzügiges Entlastungspaket gefeiert. Doch der Schein trügt: Die vereinbarte Schuldenreduzierung erweist sich als Illusion. Dieser Beitrag untersucht, wie die Vereinbarungen der Ukraine eine künftige finanzielle Belastung auferlegen und zu einer faktischen Rettung privater Gläubiger auf Kosten der europäischen Steuerzahler und der ukrainischen Bevölkerung führen könnten.

Schulden | 30.04.2026

Die wahren Kosten von Verschuldung

Die globale Schuldenkrise verschärft sich weiter und hat verheerende Folgen für die Menschen im Globalen Süden. „The Real Cost of Debt“ ist ein multimediales Storytelling-Projekt, das sich auf die menschlichen Auswirkungen der Schuldenkrise konzentriert. Es deckt die Geschichten hinter den Schuldenzahlen auf – anhand der Berichte und Erfahrungen von direkt betroffenen Menschen in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA) sowie Lateinamerika und der Karibik.

Schulden | 28.04.2026

Schuldenreport 2026

Krieg am Golf verschärft Auslandsschuldenkrise im Globalen Süden

Handels- und geopolitische Spannungen sowie anhaltende und neue Kriege führen in vielen Ländern des Globalen Südens zu einer weiteren Belastung der Staatshaushalte. Besonders in Ländern, die bereits stark durch Zins- und Kreditrückzahlungen an ausländische Gläubiger belastet sind, steigt dadurch das Risiko von öffentlichen Auslandsschuldenkrisen.

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Schulden | 24.04.2026

Fiskalische Nachhaltigkeit in der Klimakrise

Finance Watch beleuchtet in diesem Positionspapier die fiskalischen Risiken des Klimawandels für öffentliche Haushalte. Klimakatastrophen erhöhen Ausgaben für Wiederaufbau und Sozialleistungen, während Einnahmen durch Wachstumsrückgänge sinken. Der Text fordert, Klimarisiken in Fiskalplanung und Schuldentragfähigkeitsanalysen zu integrieren, grüne Investitionen zu priorisieren und fossile Subventionen abzubauen, um Resilienz zu stärken.

Schulden | 22.04.2026

Warum eine UN-Schuldenkonvention für Klimagerechtigkeit entscheidend ist

In den Ländern des Globalen Südens haben die Schuldenzahlungen an ausländische Gläubiger den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht, wobei sich rund 130 Länder in einer Schuldenkrise befinden oder kurz davor stehen. Angesichts anhaltender globaler geopolitischer und wirtschaftlicher Erschütterungen – darunter der Krieg der USA und Israels gegen den Iran – dürfte sich die Lage weiter verschärfen. Dies schränkt die Fähigkeit der Länder erheblich ein, auf den Klimanotstand zu reagieren und auf erneuerbare Energien umzustellen.

Schulden | 18.04.2026

Caribbean Emancipation 2030: Initiative für Schulden- und Klimagerechtigkeit

Die Kampagne „Caribbean Emancipation 2030“ des Caribbean Policy Development Centre (CPDC) fordert Lösungen für die klimabedingte Schuldenkrise karibischer Inselstaaten. Die interaktive Website stellt ein Modell vor, das Schuldenumstrukturierung mit Klimaschutz verknüpft, um die SDGs bis 2030 zu erreichen. Sie hebt historische Schuldenlasten hervor, aktuelle Klimarisiken und Vorschläge für Schuldenerlass, grüne Investitionen sowie regionale Solidarität.

Schulden | 15.04.2026

Entwicklungsländer gründen die erste „Borrowers’ Platform“ – ein Durchbruch in der globalen Finanzwelt

Die neue Initiative, die während der Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank vorgestellt wurde, ist der erste spezielle Raum für kreditnehmende Länder, um Wissen auszutauschen, Koordinierung zu stärken und eine gemeinsame Stimme in Schuldenfragen zu haben. Die „Borrowers‘ Platform“ (Kreditnehmerplattform) soll den Bedürfnissen der Entwicklungsländer gerecht werden und eine Antwort auf die seit langem bestehende Lücke in der internationalen Finanzarchitektur bieten. Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) übernimmt die Rolle des Sekretariats der Plattform.

Schulden | 15.04.2026

Globale Schuldenkrise verschärft sich für Entwicklungsländer

Das Center for Economic and Policy Research (CEPR) analysiert in diesem Bericht die steigenden Schuldenkosten in Entwicklungsländern inmitten überlappender Krisen (Pandemie, Klimawandel, Konflikte). Trotz niedriger Zinsen explodieren Zinszahlungen durch höhere Volumina und Wechsel zu teurer privater Kreditaufnahme; viele Länder zahlen mehr für Schulden als für Gesundheit oder Bildung. Der Text fordert systemische Reformen wie Schuldenerlass, IWF-Reformen und faire Kreditbedingungen.

Schulden | 15.04.2026

Während die öffentliche Entwicklungshilfe einbricht, kommen Alternativen nur schleppend voran

Die öffentliche Entwicklungshilfe bricht in beispiellosem Tempo ein. Neue Daten der OECD zeigen für 2025 einen Rückgang um 23,1 Prozent – den größten jährlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen –, der vor allem auf drastische Kürzungen seitens der Vereinigten Staaten zurückzuführen ist. Insgesamt haben 26 von 34 DAC-Mitgliedern ihre Hilfe reduziert. Gleichzeitig deuten neue Analysen der Vereinten Nationen darauf hin, dass andere Quellen der Entwicklungsfinanzierung nicht schnell genug nachrücken. Privates Kapital bleibt aufgrund hoher Kreditkosten weitgehend unzugänglich, während die Mobilisierung inländischer Ressourcen nur langsam vorankommt. Trotz der politischen Verpflichtungen, die auf der Vierten Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD4) in Sevilla eingegangen wurden, ist die Umsetzung in Schlüsselbereichen nach wie vor begrenzt.

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