Private Finanzierung

Neben den öffentlichen Quellen für die Finanzierung transformativer Prozesse sind private Geldgeber enorm wichtig. Viele Billionen Euro werden von sog. Institutionellen Anlegern – also Rentenfonds oder anderen Kapitalgesellschaften wie bspw. Blackrock – verwaltet und angelegt. Wenn es gelänge, diese Mittel aus nicht nachhaltigen Bereichen abzuziehen und in tatsächlich nachhaltige Sektoren umzulenken, wäre viel erreicht. Die entsprechenden Diskussionen fallen unter die Überschrift „Sustainable Finance“. Ihre Themen sind Kriterien dafür, was eigentlich nachhaltig ist, Anreize dafür, dort mehr zu investieren, und welche Folgen das alles für Marktstabilität und Kapitalmarktregulierung haben dürfte. Konkreter geht es um die Frage, wie bzw. ob bspw. ausländische Direktinvestitionen in den Ländern des Globalen Südens subventioniert werden können (durch sog. Blending oder Leveraging), welche Rolle öffentlich-private Partnerschaften spielen sollten, und wie man die Kurzfristigkeit von Finanzierungsentscheidungen überwinden kann.

Private Finanzierung | 1.02.2026

Betrügt Starbucks die Kaffee produzierenden Länder?

„Obwohl Starbucks behauptet, dass 99 % seiner Kaffeebohnen aus „ethischen” Quellen stammen, verlagert das Unternehmen seine Gewinne in die Schweiz, sodass den Kaffee produzierenden Ländern nur geringe Einnahmen bleiben und die Armut in den Bauerngemeinden fortbesteht“, schreibt CICTAR ein einem neuen Bericht. Die Prämie, die Starbucks-Kunden für die sogenannte „ethische” Beschaffung zahlen, werde bereits durch Berichte über massive Arbeitsrechtsverletzungen in der Lieferkette von Starbucks und durch rechtliche Schritte in Frage gestellt. Nun könne die Verlagerung von Gewinnen aus Kaffeeanbauländern in die Schweizer Alpen zu den Bedenken hinzugefügt werden.

Private Finanzierung | 23.01.2026

EU und Ecuador schließen Verhandlungen über Abkommen über nachhaltige Investitionen ab

Die Europäische Kommission hat die Verhandlungen mit Ecuador über ein Abkommen zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen (SIFA) abgeschlossen. Dies ist das erste mit einem lateinamerikanischen Land ausgehandelte SIFA und soll zur Förderung von EU-Investitionen in Ecuador beitragen. Das Abkommen begünstigt die Transparenz der Rahmenbedingungen mit effizienteren Abläufen für Unternehmen in Ecuador, indem Herausforderungen wie Rechtsunsicherheit und bürokratische Hürden angegangen werden. Von einem günstigeren Investitionsklima sollen sowohl Investoren aus der EU als auch Investoren vor Ort profitieren, außerdem sollen zusätzliche nachhaltige Investitionen gefördert werden.

Private Finanzierung | 22.01.2026

Die Natur in den roten Zahlen

State of Finance for Nature 2026

Die 2026er-Ausgabe des Berichts „State of Finance for Nature” unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den „Big Nature Turnaround” in Gang zu bringen. Der Bericht enthält die neuesten Zahlen und bietet einen neuen Ansatz, um den dringenden Übergang zur Abschaffung naturfeindlicher Finanzierungen zu beschleunigen und Investitionen in naturbasierte Lösungen (NbS) und die Natur zu erhöhen – die Nature Transition X-Kurve.

Private Finanzierung | 20.01.2026

Globale Auslandsinvestitionen steigen 2025 um 14 %

Allerdings konzentriert sich das Wachstum auf die entwickelten Volkswirtschaften

Die globalen ausländischen Direktinvestitionen (ADI) stiegen 2025 um 14 % auf 1,6 Billionen US-Dollar, wie aus vorläufigen Schätzungen hervorgeht, die am 20. Januar in einem Bericht der UN-Organisation für Handel und Entwicklung veröffentlicht wurden. Der Anstieg markiert eine Erholung nach zwei Jahren des Rückgangs. Der Bericht betont jedoch, dass viele Interpretationen die Erholung überbewerten. Ein großer Teil des Anstiegs ist auf Kapitalflüsse durch globale Finanzzentren zurückzuführen, während die tatsächlichen Investitionstätigkeiten weiterhin schwach blieben. Die Investitionsmuster deuten auf eine zunehmende Kluft zwischen entwickelten und Entwicklungsländern, eine wachsende Konzentration auf eine kleine Anzahl strategischer Sektoren und eine anhaltende Schwäche bei Projekten hin, die für eine nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind.

Private Finanzierung | 16.01.2026

Entwicklungszusammenarbeit: Vier Milliarden Euro versickern in Investmentfonds – Kosten fressen Gewinne auf

Die Entwicklungszusammenarbeit setzt auf private Investmentfonds als Finanzierungsquelle. Doch ein Vorzeigefonds zeigt: Die Kosten fressen alle Erträge auf. Ein Gastbeitrag von Roman Herre (FIAN) in der Frankfurter Rundschau.

Private Finanzierung | 15.01.2026

Finanzwende-Standpunkt: Banken zahlen Bankenrettung? Merz und Klingbeil haben die Wahl!

„Kanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil sollten die aktuelle Chance nutzen, Banken für frühere Bankenrettungen zahlen zu lassen. Das wäre Politik im Sinne der Bürger*innen.“

Private Finanzierung | 14.01.2026

Finanzwende-Standpunkt: „Umfassende“ CumEx-Ermittlungen bei der LBBW?

„Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verursachte durch illegale CumEx-Geschäfte rund 150 Millionen Euro Schaden. Bei der Aufklärung versagen sowohl das Justizministerium als auch die Staatsanwaltschaft.“

Private Finanzierung | 12.01.2026

Die Tropical Forest Forever Facility und ihre Rolle in der internationalen Waldfinanzierung

Als sich die Klimaverhandler in Belém zur 30. Konferenz der Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (COP30) versammelten, stand der umliegende Regenwald im Rampenlicht, sodass die COP30 auch als „Wald-COP“ bezeichnet wurde. Als eines ihrer Schlüsselprojekte lancierte die brasilianische Regierung die Tropical Forest Forever Facility (TFFF). Der Fonds für die Erhaltung und Wiederherstellung bestehender Regenwälder soll als erfolgreiche und innovative Initiative der multilateralen Zusammenarbeit durch Mischfinanzierung dienen. Allerdings besteht nach wie vor eine Lücke zwischen der aktuellen Waldfinanzierung und dem, was zur Erreichung der Ziele der Rio-Konvention erforderlich ist.

Private Finanzierung | 12.01.2026

Deutsche Banken im Nachhaltigkeits-Check – viel Mittelmaß, wenig Vorreiter

Seit dem 11. Januar sind die neuen Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in Kraft: Sie verpflichten europäische Banken, Nachhaltigkeitsrisiken verbindlich in ihr Risikomanagement zu integrieren. Passend dazu veröffentlicht der WWF Deutschland sein neues Bankenrating. Es zeigt: Der deutsche Bankensektor ist auf dem Weg – aber noch lange nicht am Ziel. 

Private Finanzierung | 7.01.2026

Konzernatlas 2026

Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie

Der Konzernatlas 2026 beleuchtet die Marktmacht der großen Konzerne vom Saatgut bis zum Supermarkt und zeigt auf, wie Politik und Bürger*innen diese Macht begrenzen können – für eine umweltverträgliche, sozial gerechte und nachhaltige Ernährung.

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