Warum die EU jetzt die Chance hat, sich für globale Gerechtigkeit einzusetzen
Euobserver
Um die SDGs und die Klimaziele angesichts steigender Schuldenstände zu erreichen, sind finanzielle Mittel erforderlich, die die derzeitige globale Finanzarchitektur (GFA) nicht bereitstellen kann. In diesem Zusammenhang sind Forderungen nach einer Reform der GFA in den Vordergrund gerückt. Dabei geht es nicht nur um die Beschaffung von mehr Finanzmitteln, sondern auch darum, die GFA gerechter und krisenfester zu machen, indem die seit langem bestehenden Einschränkungen angegangen werden, von denen die meisten Länder weltweit betroffen sind. Es zeigt sich, dass die Reforminitiativen und -präferenzen innerhalb der Bretton-Woods-Institutionen relativ bescheiden und evolutionär sind und vor allem die Architekten der GFA und die meisten Interessengruppen privilegieren. Im Vergleich dazu sehen u.a. zivilgesellschaftliche Organisationen die gegenwärtige GFA als im Kolonialismus verwurzelt und die Notwendigkeit grundlegender Reformen, einschließlich der Möglichkeit neuer und alternativer Institutionen.
Autor*innen: Abel Gwaindepi, Amin Karimu,
Hrsg.: Europäisches Parlament,
Quelle: https://www.europarl.europa.eu/thinktank/en/document/EXPO_IDA(2024)754451
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Bürgerbewegung Finanzwende