Internationale Zusammenarbeit

Auch zur Stärkung der öffentlichen Finanzen der Länder des Globalen Südens gibt es einen Vielzahl von Institutionen der internationalen Zusammenarbeit. Es gibt die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit, internationale und globale Fonds für Gesundheitsmaßnahmen, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, es gibt internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und sogenannten Multistakeholder-Partnerschaften, in denen öffentliche und private Akteure zusammenarbeiten.

Alle diese Kooperationsformen funktionieren mal besser, mal schlechter. Diskussionen um ihre Stärkung werden geführt unter den Schlagworten 0,7%-Ziel, dem Anteil der Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA), der an die ärmsten Ländern (LDCs) geht, um Abkürzungen wie TOSSD, um Süd-Süd-Kooperation, humanitäre Hilfe, Entwicklungsbanken, die Rolle der Mitteleinkommensländer uvam.

Internationale Zusammenarbeit | 13.10.2026

Deutschland nach der Wahl in den Menschenrechtsrat

Am 13. Oktober ist Deutschland erneut in den UN-Menschenrechtsrat gewählt worden. Nun muss es seine Versprechen einlösen: schwere Menschenrechtsverletzungen anprangern – auch bei mächtigen Partnern wie den Emiraten oder den USA – und die Arbeit der UN entgegen dem Kürzungstrend verlässlich finanzieren.

Internationale Zusammenarbeit | 8.10.2026

Eine Kommission für globale Gerechtigkeit?

Die von der Bundesregierung eingesetzte unabhängige Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission (ENSK) nimmt Gestalt an: Die Ko-Vorsitzenden der Kommission, Olaf Scholz und Laura Chinchilla, haben die weiteren zwanzig Mitglieder der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ersten Sitzungstermine sind gesetzt, damit beginnt die eigentliche Arbeit. Eine erste Einordnung.

Internationale Zusammenarbeit | 8.10.2026

Ein Leitfaden zur Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse in der Entwicklungszusammenarbeit

Dieses Toolkit hilft zivilgesellschaftlichen Organisationen, sich in den Institutionen zurechtzufinden, die die Politik der globalen Entwicklungszusammenarbeit gestalten und überwachen. Dazu gehören der Entwicklungshilfeausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD-DAC), die Vereinten Nationen und ihr Forum für Entwicklungszusammenarbeit sowie die Globale Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit. Es verdeutlicht, wie diese Institutionen funktionieren, wo Entscheidungen getroffen werden und wie die Zivilgesellschaft Einfluss darauf nehmen kann – und stärkt so die Fähigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen, Entscheidungsträger:innen zu hinterfragen und sich wirksam in politische Prozesse einzubringen.

Internationale Zusammenarbeit | 7.10.2026

Den Pazifikstaaten entstehen durch den Klimawandel Kosten in Höhe von mehr als 6 Mrd. US-Dollar pro Jahr

Aufgrund neuer Forschungsergebnisse, die zeigen, dass die tatsächlichen Kosten für die Anpassung an den Klimawandel weitaus höher sind als bisher angenommen, droht den Pazifikstaaten ein jährliches Finanzierungsdefizit von bis zu 6,3 Mrd. US-Dollar. Die Ergebnisse wecken die Sorge, dass die ohnehin hoch verschuldeten Regierungen der Pazifikstaaten gezwungen sein könnten, noch mehr Kredite aufzunehmen, um ihre Bevölkerung vor einer Krise zu schützen, an deren Entstehung sie kaum beteiligt waren.

Internationale Zusammenarbeit | 7.10.2026

Wie Afrika die Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und China nutzen kann

Während die Kreditkosten in US-Dollar in die Höhe schnellen, nähern sich die chinesischen Zinssätze Rekordtiefständen. In Verbindung mit der Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und China bietet diese Divergenz afrikanischen Regierungen eine Chance: Sie können mit den USA im Bereich Erdgas und mit China im Bereich Solarenergie und Speichertechnologie zusammenarbeiten und die kostengünstigeren asiatischen Kapitalmärkte zur Finanzierung von Investitionen in beiden Bereichen nutzen.

Internationale Zusammenarbeit | 29.09.2026

Kursänderung schwächt Armutsbekämpfung

Der Bundesrat will die internationale Zusammenarbeit der Schweiz ab 2029 neu ausrichten und bereits ab 2027 umfassende Anpassungen einleiten. Und das alles an Parlament und Expert:innen vorbei. Eine kritische Einordnung von Laura Ebneter und Kristina Lanz von Alliance Sud.

Internationale Zusammenarbeit | 24.09.2026

UNCTAD: Der Bedarf für den Wiederaufbau im Gazastreifen beläuft sich auf $71,5 Milliarden

Der Bedarf für den Wiederaufbau des Gazastreifens wird laut dem jüngstenBericht über die UNCTAD-Hilfe für das palästinensische Volk, der dem UN-Handels- und Entwicklungsrat vorgelegt wurde, auf 71,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Bericht beschreibt detailliert den Zusammenbruch der Wirtschaft im Gazastreifen, die zunehmenden Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität im Westjordanland sowie den wachsenden Druck auf die palästinensischen öffentlichen Finanzen und den Bankensektor.

Internationale Zusammenarbeit | 23.09.2026

Desinformationskampagnen gegen Entwicklungs­zusammenarbeit

Vertreter der Bundesregierung und gemeinnütziger Organisationen haben sich am Mittwochmittag, 23. September 2026, in einer öffentlichen Sitzung des Entwicklungsausschusses des Deutschen Bundestags besorgt über die Zunahme gezielter Desinformationskampagnen gegen die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) gezeigt. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Johann Saathoff (SPD), sprach von einer zunehmenden Behinderung der Arbeit der Bundesregierung und ihrer Partner. Projekte würden dekontextualisiert, Finanzierungssummen und Projektziele falsch dargestellt und Mitarbeitende im Ausland zunehmend als ausländische Agenten diffamiert.

Internationale Zusammenarbeit | 17.09.2026

„Internationale Zusammenarbeit ist kein Nice-to-have“

Der Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht weitere deutliche Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe vor. Im Interview erklärt VENRO-Vorstand Michael Herbst, welche Folgen die Einschnitte bereits heute für Millionen Menschen und lokale Partnerorganisationen haben – und warum der Bundestag jetzt eine Kurskorrektur einleiten sollte.

Internationale Zusammenarbeit | 16.09.2026

AidWatch 2026: Der Wandel der internationalen Zusammenarbeit Europas

Obwohl – oder gerade weil – die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) ein entscheidender Ausdruck globaler Solidarität ist, geht die ODA der EU weiter zurück. Angesichts historischer Kürzungen sowohl seitens der EU-Mitgliedstaaten (MS) als auch der EU-Institutionen haben in den letzten Jahren nur drei bis vier EU-Mitgliedstaaten das 0,7-Prozent-Ziel erreicht, während Länder wie Belgien, Deutschland, Frankreich, Schweden und die Niederlande weitere Kürzungen angekündigt haben. Im Jahr 2025 gelangte mehr als jeder fünfte Euro, der als ODA gewertet wurde, nicht in die Länder der „Majority World“. Infolgedessen liegen die tatsächlich für die Bekämpfung von Armut und Ungleichheiten verfügbaren öffentlichen Mittel unter den offiziellen Zahlen.

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