Handel, | 3.09.2026

Regelbasierte Ordnung ja – aber mit welchen Regeln?

Das EU-Mercosur- und ähnliche Freihandelsabkommen sind gerade keine überzeugende Antwort auf die heutigen geopolitischen Zumutungen | Trafopaper #5

Angesichts globaler Krisen setzt die Europäische Union zunehmend auf Freihandelsabkommen mit neuen Partnern. Das EU-Mercosur-Abkommen gilt als ein zentrales Beispiel dieser Strategie. Doch stärkt es tatsächlich Europas politische Handlungsfähigkeit – oder verschärft es bestehende Abhängigkeiten?

Thomas Köller untersucht die aktuell verhandelten bzw. abgeschlossenen EU-Handelsabkommen aus politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Perspektive. Er zeigt, wie weitreichende Freihandelsverpflichtungen demokratische Regulierung, Umwelt- und Klimaschutz sowie soziale und menschenrechtliche Standards unter Druck setzen können. Nachhaltigkeitskapitel und Schutzklauseln erweisen sich dabei als nur begrenzt durchsetzbar, während der neue „Ausgleichsmechanismus“ zusätzliche Rechtsunsicherheit schafft.

Das Paper plädiert für eine progressive Handelspolitik, die internationale Partnerschaften nicht auf Deregulierung und gegenseitige Konkurrenz gründet, sondern auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Aufwertung – insbesondere im Globalen Süden.


Regelbasierte Ordnung ja – aber mit welchen Regeln?

Das EU-Mercosur- und ähnliche Freihandelsabkommen sind gerade keine überzeugende Antwort auf die heutigen geopolitischen Zumutungen

von Dr. Thomas Köller

Herausgegeben von Forum Umwelt & Entwicklung

Berlin, September 2026

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Diese Publikation wird gefördert durch finanzielle Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die dargestellten Inhalte und Positionen liegen in der Verantwortung des Autors und geben nicht zwingend Standpunkte des Forums Umwelt & Entwicklung, seiner Mitglieder und/oder Förderer wieder.

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