Tag: IWF | 8.10.2026

Wer hat die Macht?

Ein Leitfaden für Aktivist:innen zu IWF und Weltbank

Dieser Leitfaden erläutert die Aufgaben des IWF und der Weltbank, ihre Entscheidungsfindung und die Auswirkungen ihrer Politik auf Volkswirtschaften, Menschen, den Planeten, das Klima und die Geschlechtergerechtigkeit. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rolle der europäischen Regierungen bei der Gestaltung dieser Institutionen sowie darauf gelegt, wie Aktivist:innen die Institutionen und Regierungen zur Rechenschaft ziehen und auf Veränderungen drängen können.

Tag: IWF | 7.10.2026

Herbstausgabe 2026 des Bretton Woods Observer

In der neuen Ausgabe geht es um die Agenda der Weltbank zur Mobilisierung von Privatkapital, die von Afrika ausgehenden Bemühungen um eine Reform des globalen Schuldensystems, die Forderungen amazonischer Bewegungen nach Schulden- und Klimagerechtigkeit, die Bedenken hinsichtlich des schwindenden Handlungsspielraums der Zivilgesellschaft und praktische Ansätze für widerstandsfähigere Ernährungssysteme.

Tag: IWF | 6.10.2026

Ausbeutung, Pfadabhängigkeiten und anhaltende Widersprüche

Die Bretton-Woods-Institutionen in Asien

Die Jahrestagungen der Weltbank und des IWF finden vom 12. bis 18. Oktober 2026 in Bangkok, Thailand, statt. Es ist das achte Mal seit Anfang der 1990er Jahre, dass sie in Asien abgehalten werden. Dies spiegelt die langjährige Geschichte und das Vermächtnis beider Institutionen in der Region wider. Die Menschen in ganz Asien leiden seit Jahrzehnten unter den Auswirkungen der Politik und der Vorgaben der Bretton-Woods-Institutionen. Dazu zählt auch ihre entscheidende Rolle bei der Schaffung der Bedingungen, die zur asiatischen Finanzkrise von 1997 führten, sowie die kontraproduktiven Reaktionen darauf, die langanhaltende und tiefgreifende Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt hatten.

Tag: IWF | 25.09.2026

Von Sevilla nach Bangkok: Wo bleiben die Reformen von IWF und Weltbank?

Vor den Jahrestagungen der beiden Institutionen zieht Bodo Ellmers für das Global Policy Forum eine ernüchternde Bilanz der Zusagen der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla. Während die Weltbank Rekorde bei der Mobilisierung privaten Kapitals meldet, sind ihre Nettoauszahlungen an öffentliche Kreditnehmer sowie an ärmere Länder gesunken. Beim IWF stocken die Reform der Sonderziehungsrechte und eine gerechtere Stimmverteilung. Der Beitrag fragt, ob die Treffen in Bangkok den politischen Willen hervorbringen, aus den Zusagen konkrete Schritte zu machen.

Tag: IWF | 16.09.2026

Eine Untersuchung der Klimapolitik des IWF: Kreditvergabe, Verschuldung und Rohstoffabbau

Einerseits kann der IWF durch seine neuere „Resilience and Sustainability Facility“ (RSF) Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit, zur Waldbewirtschaftung und zu Klimareformen finanzieren. Andererseits zwingt er die Länder jedoch dazu, den Ausbau fossiler Brennstoffe und der Rohstoffindustrie voranzutreiben, während er gleichzeitig öffentliche Investitionen durch seine herkömmlichen Kreditprogramme einschränkt. Fünf Fallstudien aus Ecuador, Ägypten, der Demokratischen Republik Kongo, Tansania und Pakistan verdeutlichen diesen Widerspruch und zeigen auf, was dies für Länder, Gemeinden und den Klimaschutz bedeutet.

Tag: IWF | 17.08.2026

Ebola ist zurück-und der IWF-Hilfsfonds leer

Nahezu jede größere globale Gesundheitskrise offenbart die gleiche Unzulänglichkeit im internationalen Finanzsystem. Im Katastrophenfall müssen die zur Unterstützung der betroffenen Länder geschaffenen Institutionen in aller Eile Geld für Hilfsfonds auftreiben.

Tag: IWF | 15.07.2026

Die verhaltene Reaktion von IWF und Weltbank auf die Angriffe den Iran verstärkt die Bedenken hinsichtlich ihrer Legitimität

Es gibt keine Sofortmaßnahmen seitens des IWF und der Weltbank, während diverse Länder unter dem durch den Krieg verursachten globalen Wirtschaftsschock leiden. Dabei leiden diese bereits unter den Folgen von jahrzehntelangen Sparmaßnahmen und Deindustrialisierung. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern einen Schuldenerlass und eine grundlegende Neuordnung der internationalen Finanzarchitektur.

Tag: IWF | 23.06.2026

Immer noch nach einem fehlgeschlagenen Rezept

Eine Analyse der Länderempfehlungen des IWF zu Sozialausgaben, öffentlichen Dienstleistungen, Verschuldung, Steuern und Geschlechtergleichstellung

Ein neuer Bericht von ActionAid, Education International und der Tax and Education Alliance, der von 19 Partnern unterstützt wird, hat aufgezeigt, wie der starre, pauschale Ansatz des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bezug auf öffentliche Ausgaben weiterhin Menschen in Armut weltweit schadet. Der Bericht deckt erschreckende Doppelmoral auf und entlarvt die leere Rhetorik des Wandels innerhalb der Institution. Der IWF ist im Wesentlichen nach wie vor ein Schuldeneintreiber, der die Interessen wohlhabender Gläubiger über das Leben der Menschen, Menschenrechte, öffentliche Dienstleistungen und die Gleichstellung der Geschlechter stellt.

Tag: IWF | 22.05.2026

Die Notwendigkeit eines neuen Ansatzes für Jordaniens Beziehungen zum IWF

Die jüngsten Frühjahrstagungen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe fanden in einer für die MENA-Region außerordentlich schwierigen Zeit statt.cWährend der Treffen wurde deutlich, dass die Region auf zusätzliche wirtschaftliche und soziale Belastungen zusteuert, die sich nicht auf makroökonomische Indikatoren beschränken werden, sondern sich direkt auf die Lebenshaltungskosten und die Fähigkeit der Regierungen in der gesamten Region auswirken werden, ihre Gesellschaften vor wachsender wirtschaftlicher und sozialer Verwundbarkeit zu schützen. Vor diesem Hintergrund reicht es nicht aus, die Beziehungen Jordaniens zum IWF lediglich als „erfolgreich“ zu bezeichnen und es dabei zu belassen, als ob eine solche Charakterisierung allein das Gesamtbild erfassen würde.

Tag: IWF | 22.04.2026

Spring Meetings 2026 Wrap-up

America First verschärft globale Instabilität durch Krieg gegen Iran

Das Bretton Woods Project fasst in diesem Wrap-up die Frühjahrsversammlungen von IWF und Weltbank zusammen, die vom 13. bis 18. April in Washington stattfanden. Der Artikel kritisiert die unzureichende Reaktion der Institutionen auf die neueste Wirtschaftskrise durch US- und israelischen Krieg gegen Iran, der globale Energie- und Nahrungsmittelpreisschocks verursacht. Hervorgehoben werden fehlerhafte Governance-Strukturen, US-Einfluss auf Klimapolitik, Austeritätsbias des IWF und unkoordinierte Reformen der Weltbank, die Multilateralismus weiter schwächen.

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