Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 12.01.2026

„Zukunft zusammen global gestalten“

Das BMZ hat am 12. Januar einen Reformplan für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit veröffentlicht. Im Plan wird der Spagat zwischen nicht näher definierten „eigenen Interessen“ und einer „wertebasierten“ Ausrichtung versucht. Vor dem Hintergrund weiter schrumpfender Mittel für die internationale Zusammenarbeit Deutschlands sollen außerdem Verfahren und Prozesse effizienter werden. So sollen beispielsweise technische und finanzielle Zusammenarbeit besser verzahnt werden; auch soll die Zusammenarbeit mit bestimmten Partnerländern in verschiedenen Sektoren beendet werden. Die Zusammenarbeit mit Schwellenländern soll zukünftig in Form zurückzahlbarer Kredite erfolgen. Bilaterale Zusammenarbeit zu nicht-kritischen Rohstoffen wird beendet. Gleichzeitig bleiben zentrale globale Vorhaben wie die Zusammenarbeit in Steuerfragen oder die Weiterentwicklung der SDGs (komplett) ausgeblendet. Wie das mit dem Ziel stärkerer Partnerschaften „auf Augenhöhe“ mit den Ländern des globalen Südens – v.a. der LDCs – in Einklang gebracht werden kann, bleibt abzuwarten.

Weiterlesen
Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 23.12.2025

„Die Nachhaltigkeitsziele gehören zum Feindbild“

Rechte Stimmungsmache und antidemokratische Politik greifen um sich, internationale Zusammenarbeit ist so schwierig wie lange nicht. Scheitern die Nachhaltigkeitsziele am Zeitgeist? Imme Scholz, Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung, hat leitend an der Erarbeitung des letzten Global Sustainable Development Report mitgewirkt. Im Interview mit E+Z spricht sie über den politischen Widerstand und darüber, wie es nun weitergeht.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 17.12.2025

Die politische Ökonomie der Entwicklungszusammenarbeit: eine Literaturübersicht

Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des internationalen Wirtschaftsaustauschs und seit jeher ein zentrales Thema in der Forschung zu internationalen Beziehungen (IR). Dieses Phänomen wirft grundlegende Fragen hinsichtlich der Motive hinter der Zuweisung von Ressourcen durch Staaten über ihre nationalen Grenzen hinaus und der Prozesse auf, durch die die Präferenzen der Geber im Zusammenspiel von Macht, Interessen und Ideen geprägt werden. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die vorhandene Literatur, einschließlich relevanter Debatten, und stellt bedeutende Fortschritte auf dem Gebiet der internationalen politischen Ökonomie der Hilfe vor. Er hebt auch hervor, wie die jüngsten geopolitischen Veränderungen das herkömmliche Verständnis von Hilfe in Frage stellen, und schließt mit dem Vorschlag, die klassische Frage für die zukünftige Forschung umzukehren – von der Frage, warum Staaten Hilfe leisten, zu der Frage, warum sie zunehmend zögern, dies zu tun.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 9.12.2025

Von der Polykrise zur Sinnkrise

Während die Welt von vielfältigen Krisen betroffen ist, die dringend globaler Lösungen bedürfen, kürzen die meisten Staaten – allen voran die USA – ihre Budgets für die internationale Zusammenarbeit massiv. Damit stürzen sie den gesamten Sektor in eine existenzielle Krise. Analyse von Kristina Lanz und Laura Ebneter, alliance sud.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 9.12.2025

Die USA als verlorene Ordnungsmacht

Entwicklungspolitik in der neuen Weltordnung

Die von der zweiten Administration unter US-Präsident Donald Trump getroffenen Entscheidungen zur weitgehenden Auflösung der US-amerikanischen Entwicklungspolitik sind tiefgreifend. Die Tragweite der Kursänderung lässt sich allerdings erst abschätzen, wenn man das Fundament des Politikfeldes betrachtet, das wesentlich mit den USA verknüpft ist.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 20.11.2025

Auf einem zerbrechlichen Schiff durch stürmische See

Die Finanzierung für nachhaltige Entwicklung steht vor großen Herausforderungen. Zunehmende geopolitische Spannungen, bewaffnete Konflikte, massive Kürzungen der Hilfsgelder durch reiche Länder und steigende Verschuldung untergraben die Fähigkeit der Länder des Globalen Südens, ihre Entwicklungs- und Klimaziele zu erreichen. Darüber hinaus hat der feste Glaube an die Rolle des Privatsektors in der Entwicklung zu einer problematischen Privatisierung – und sogar Finanzialisierung – der Entwicklung geführt. Hinzu kommt, dass das System der Vereinten Nationen, dessen Ziel es ist, die internationale Zusammenarbeit zu fördern und die Menschenrechte zu wahren, mit erheblichen Mittelkürzungen konfrontiert ist. Tatsächlich wird seine Existenz von seinem mächtigsten Mitglied, den USA, infrage gestellt.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 3.11.2025

Klimafinanzierung für einen gerechten Übergang: Wie die Finanzmittel fließen

Es ist an der Zeit, dass die klimapolitischen Entscheidungsträger dafür sorgen, dass die Prioritäten der Menschen im Mittelpunkt jeder Klimamaßnahme stehen. Ein Ansatz für Klimaschutzmaßnahmen, der als „gerechter Übergang” bekannt ist und auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmer:innen, Frauen und Gemeinden eingeht, muss die Grundlage für Klimaschutzmaßnahmen bilden. Mit anderen Worten: Es ist an der Zeit, dass ein gerechter Übergang die Grundlage für „Klimaschutzmaßnahmen 2.0” bildet, um Klimawandelprozesse zu erschließen, freizusetzen und zu beschleunigen.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 27.10.2025

Entwicklungspolitik nach dem Rückzug der USA

Europa kann mit Reformwillen, transparenten Regeln und strategischer Verlässlichkeit zeigen, dass es zur Lösung globaler Probleme beitragen will.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 20.10.2025

Wirtschaft und Entwicklung – Ein Aktionsplan mit begrenzten Ambitionen

Mit dem kürzlich präsentierten Aktionsplan Wirtschaft und Entwicklung will das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft neu aufstellen und zu einem strategischen Schwerpunkt machen. Dazu wird eine Reihe von Zielen und Maßnahmen angekündigt. Diese gehen kaum über die bisherige Politik hinaus. Es ist daher unwahrscheinlich, dass der Aktionsplan in der vorliegenden Form zu einer Neuorientierung im Verhältnis zwischen Entwicklungspolitik und Wirtschaft führt.

Tag: Entwicklungszusammenarbeit | 30.09.2025

Politik der starken Männer auf Kosten der Schwächsten

Statt langfristiger Planung und Investitionen in Nachhaltigkeit wird auch in der Schweiz aufgerüstet – und zwar massiv. Was bedeutet das für die Armutsbekämpfung, die Klimafinanzierung und die nachhaltige Entwicklung ganz allgemein? Eine Auslegeordnung.

« Ältere TexteNeuere Texte »