EU-Mercosur-Abkommen: Geopolitik ohne Nachhaltigkeit
„Dieses Abkommen sendet ein starkes Signal an die Welt“, erklärte Ursula von der Leyen am 17. Januar feierlich bei der Unterzeichnungszeremonie in Paraguays Hauptstadt Asunción. Doch kaum war die Tinte unter dem EU-Mercosur-Vertrag getrocknet, überwies das Europäische Parlament ihn am 21. Januar per Resolution zur rechtlichen Prüfung an den Europäischen Gerichts. Sofort hagelte es Kritik dafür, „dass rechte Bauernlobby und Anti-Europäer mit zehn Stimmen Mehrheit einen Schritt zu mehr Souveränität der EU blockieren konnten“. Doch so schroff die Tonlage, so undifferenziert sind die Vorwürfe in der Sache.
EU-Handels-Deal mit Trump: Ein gefährliches Spiel
Roland Süß warnt vor dem geplanten EU‑Handelsdeal mit Präsident Trump, weil dieser die EU trotz neuer Zusagen mit immer neuen Strafzöllen unter Druck setzt und damit als unzuverlässiger Partner erscheint. Ein Abkommen würde der EU zwar kurzfristig Erleichterung im Zollstreit verschaffen, zugleich aber zentrale sozial‑ökologische Regulierungen und Steuerinitiativen zugunsten US‑amerikanischer Konzerninteressen schwächen.
Mit mehr Exporten gegen Trump und Putin?
Neoliberale Abkommen wie Mercosur und BTIA sind kurz- statt weitsichtig Es ist allerhöchste Zeit, den Mut für einen neuen Weg zwischen Neoliberalismus und Protektionismus zu finden.
Wäre das EU-Mercosur-Abkommen ein Fortschritt?
Das Freihandelsabkommen ist zwar unterzeichnet; auf Beschluss des EU-Parlaments muss aber erst mal der Europäische Gerichtshof die Rechtmäßigkeit prüfen. Ist es überhaupt sinnvoll? Pro und Kontra bietet das Publik-Forum mit Beiträgen von Bernd Lange und Armin Paasch.
Deutsche Zivilgesellschaft kritisiert Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens
In einem beispiellosen Verfahren hat eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten dem umstrittenen Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur heute zugestimmt. Niemals zuvor in der europäischen Handelsgeschichte wurde ein Handelsabkommen ohne die Zustimmung so großer Länder wie Frankreich oder Polen im EU-Rat verabschiedet. Dieses Vorgehen dürfte antieuropäische Ressentiments weiter befördern, zumal es sich um ein hoch umstrittenes Abkommen handelt. Seit 25 Jahren stößt es auf Widerstand von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Bauern- und Bäuerinnenverbänden und Gewerkschaften.
Die Handelsagenda der EU in Lateinamerika
Eine Anleitung für (un-) gerechten Handel
Am 24. November auf dem Handelsminister*innenrat könnte der Rat der Europäischen Union grünes Licht für das kontrovers diskutierter Handelsabkommen zwischen der EU und den vier südamerikanischen Staaten des Mercosur geben. Auch das Handelsabkommen mit Mexiko könnte zur Abstimmung stehen. Mit einem Großteil der lateinamerikanischen Länder unterhält die Europäische Union bereits Handelsabkommen seit mehr als einem Jahrzehnt. Zeit, Bilanz zu ziehen. Denn diese Handelsabkommen hatten und haben konkrete Folgen für Menschen, Umwelt und das soziale Gefüge in Lateinamerika. Diese arbeitet diese neue interaktive Studie auf.
United States, Inc.
Von „transaktionalen“ Handelsdeals und „Effizienz“-Kampagnen bis hin zu Pay-to-Play-Einwanderungspolitiken scheint Donald Trump entschlossen zu sein, die Vereinigten Staaten wie ein Unternehmen zu regieren. Aber eine gewinnorientierte Regierung wird niemals eine angemessene Versorgung mit öffentlichen Gütern gewährleisten können, und die gesetzlose Version, die Trump, ein Serieninsolvent, verfolgt, eignet sich nur schlecht für etwas anderes als die eigene Bereicherung.
Patently ill-served: Patentschutz macht Medikamente für Patienten unerschwinglich
Das TRIPS-Abkommen, der Vertrag, der internationale Standards für den Schutz geistigen Eigentums festlegt, wurde dieses Jahr 30 Jahre alt. In den drei Jahrzehnten seit seiner Umsetzung haben die strengen Patentierungsanforderungen des Abkommens oft den erschwinglichen Zugang zu Medikamenten in Entwicklungsländern verhindert.
EU-Mercosur-Abkommen ratifizieren? Nein!
Die EU-Kommission hat mit der Ratifizierung des EU-Mercosur-Abkommens begonnen. Ein fataler Schritt für die Menschenrechte und das Klima. Eine Brot für die Welt-Studie zeigt: Das Handelsabkommen verschärft Landkonflikte, beschleunigt die Abholzung des Tropenwaldes und enthält einen hochgiftigen „Pestizid-Cocktail“, den auch die Europäer*innen zu spüren bekommen.
Zoll-Deal: TTIP per Handschlag
US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen haben Ende Juli überraschend einen Deal im transatlantischen Zollstreit verkündet. Nun hat das Weiße Haus eine besorgniserregende Interpretation veröffentlicht, die weit von der Auslegung der Europäischen Kommission abweicht.